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Fachgespräch Fachtoxikologe DGPT (1995-2003):

Fachgespräch GW am 15.03.1995

Prüfer: Bolt, Kahl, Marquardt, Neumann, Hofmann, Greim
Suchtkriterien, Stoffe
Pyrethroide
Organophosphate
Ethanol: Tumorrisiko erhöht in Verbindung mit welchen Substanzklassen?
Liste überreicht mit verschiedenen Dosierungen Tier/Mensch, Blutwerte der Muttersubstanz und des Hauptmetaboliten.

Welches ist das geeignete Versuchstier? Ist die Ratte einsetzbar, auch wenn der Hauptmetabolit kaum gebildet wird (ja, wenn Metabolit direkt eingesetzt wird)

Fachgespräch AM am 12.03.1996

Prüfer: Schulte-Herrmann, Gelbke, Neumann

Schulte-Herrmann:

Toxische Wirkmechanismen allgemein, Beispiele für Rezeptor-vermittelte Wirkungen
Cyanid-Vergiftung Gelbke: Applikationsarten im Tierversuch
Oral vs. Gavage: Vorteile, Nachteile, Vergleich (Kinetik, Stabilität)
Inhalationstox: Parameter (Teilchengröße), Resorption, Physiologie der Lunge
Wie werden Inertpartikel wieder hinausbefördert
Anatomie, Surfactant, Flimmerepithel, Abhusten etc.
Overload bei hohen Dosen
Atemvolumen des Menschen (ca. 10 m3/Tag)

Neumann:

i.p. Gabe: Unterschied zur oralen Gabe  

Fachgespräch TG am 12.03.1997

Prüfer: Schulte-Herrmann, Gelbke, Marquardt, Neumann, Hofmann

Hofmann:

Aufnahmewege: Atemtrakt (von oben nach unten), Beschreibung des Epithels
Alveole: Zellen, Aufbau, Clarazellen (P450 Aktivität, Spezies-Unterschiede)
Lungenödem: Stoffe, Wirkung, Ort der Wirkung (Hydrophilie)
Beispiele (Phosgen/aktiver Metabolit/Summenformel)

Neumann:

Dosis-Wirkungsbeziehungen. Typen. Schwellendosis für welche Stoffe (reversible Wirkung). Welche Änderung bei stärker wirksamem Stoff (Verschiebung in Richtung niedrigere Konzentration)
NOAEL, NOEL, Bestimmung. Was ist advers?

Gelbke:

NOEL: Unterschied und Beispiel für Effekt, der nicht advers ist

Neumann:

NOAEL: Bedeutung für MAK? (nein, da hier Humandaten bekannt)

Marquardt:

Todesursache bei Opiat-Intoxikation  

Fachgespräch MW am 12.03.1997

Prüfer: Schulte-Herrmann, Gelbke, Marquardt, Neumann, Hofmann

Schulte-Herrmann:

Anwendungsgebiet Organophosphate
Wirkungsweise Organophosphate
Therapie
Problematik
Todesursache bei Vergiftung
Weitere Therapiemöglichkeiten
Wirkmechanismus
Wirkweisen anderer OPs
Substanzklasse mit ähnlicher Wirkung
Unterschiede?
Oximtherapie für Carbamate?
Gehen Oxime/Atropin ins ZNS über
Aufbau vegetatives NS
Welche Neurotransmitter vermitteln die Erregungsleitung?
Resorption von Stoffen:
Wirkung von Makrophagen
gibt es noch andere Zellen, die als Fresszellen wirken können?

Gelbke:

Zelltypen des Hodens?
Wo werden Samenzellen produziert?
Wo wird Testosteron produziert?
Mechanismus der Testosteron-Regulation
Kaskade der Freisetzung
weiteres Beispiel solcher Feedback-Mechanismen
Schilddrüse
Was führt zu Schilddrüsen-Tumoren in der Ratte
höhere Aktivität der Schilddrüse bei Ratten vs. Mensch
Wie kann es zu der Senkung der T3/T4-Level kommen?
Wirkt sich eine Induktion der UDPGT im Menschen genauso auf die T3/T4-Spiegel aus wie in der Ratte
Welche Spontantumore in Versuchstieren Marquardt: Welche Parameter werden in einer 28/30-Tagesstudie in der inhalativer Tox bewertet, um sie lege artis durchzuführen. (EU/OECD guidelines, z.B. Bestimmung der Partikelgrößen-Verteilung, Kammerkonzentration, mittlerer aerodynamischer Durchmesser, kontinuierlicher Luftwechsel, Art der Applikation: nose only vs. Ganztier).
Was ist zu beachten, wenn inhalative Tox eines Dampfes bestimmt wird

Neumann:

Wann würden Sie Ganzkörper-, wann Nose-only-inhalation durchführen

Fachgespräch NN am 12.03.1997

Prüfer: Schulte-Herrmann, Hofmann

Schulte-Herrmann:

Aufbau der Leber
Zelltypen, Ort
Blutfluss
Metabolisierung: wann, wo
Gallenkanälchen, -blase, Zelltypen
Wohin fließt Galle, wo wird sie gebildet
Tumortypen in der Leber, Lokalisation, durch welche Substanzen Hofmann: Aufbau der Haut
Oberfläche in m2
Test von Kosmetika auf Hautreizung
Unterschied Haut im Versuchstier/Mensch
Welche Substanzen sind hautgängig
Sonnencremes, Hautpenetration
Phototoxizität
Photosensibilisierung
Partikelgröße in Sunblockern (z.B. TiO2)
Rolle des UV für den Menschen

Fachgespräch BD am 12.03.1997

Prüfer: Schulte-Herrmann, Gelbke, Marquardt, Neumann, Hofmann, Greim

Was ist Toxikokinetik?
Resorptionswege
Verhältnis Haut, Lunge GIT
Prozentuale Resorption von Ca über Haut, Lunge GIT
Mechanismen der Resorption im Darm
Was passiert mit einem resorbierten Stoff
Über welches System gelangt ein resorbierter Stoff in die Leber
Was ist die Vena hepatica und die Pfortader
Was passiert in der Leber mit dem resorbierten Stoff
Was passiert nach der Metabolisierung?
Metabolismus von Paracetamol
Toxische Wirkung von Paracetamol
Welche Eigenschaften sind für die biliäre Sekretion verantwortlich
Was passiert mit einem Stoff im Darm
Kann der enterohepatische Kreislauf unterbrochen werden
Wie funktioniert die renale Exkretion
Wirkung nephrotoxische Substanzen
Wie erfolgt die Hautresorption
Beispiel für gut Haut-resorbierbare Substanz
Wo findet man Daten zur Hautresorbierbarkeit
Zelltypen der Haut
Was ist ein Onkogen?
Was ist ein Tumorsuppressorgen?
Wo befinden sich Tumorsuppressorgene?
Erwarten Sie in Lungentumoren immer Mutationen im p53?
Aufbau des Hodens
Zelltypen des Hodens, Funktionen
Wo entwickeln sich Spermien?
Regulation von Testosteron
Welcher Typ von Hodentumoren tritt in Versuchstieren gehäuft auf
Wie hoch ist die Spontanrate dieser Tumoren?
Welche Zellorganellen gibt es?
Was sind Peroxisomen, Lysosomen, Mikrosomen

Fachgespräch NN am 19.03.1998

Prüfer: Schulte-Herrmann, Bolt, Marquardt, Neumann, Hofmann, Greim.

Neumann:

Was ist ein Risiko?
Wie beurteilt man ein Risiko?
Was ist das Gegenteil eines Risikos?
Was muss man beim Menschen bedenken?
Was ist ein Polymorphismus, wo tritt er auf?
Wie sieht es auf der Metabolismusebene aus?
Beispiele / Bestimmung / Grundlagen dafür
Besonderheiten schnell/langsame Acetylierer
Wie kann man Polymorphismen feststellen?
Name dieses Verfahrens?
Was ist Toxikokinetik (Konzentration über Zeit)

Hofmann:

Dürfen Sie einen Tierversuch mit Operation durchführen als Chemiker?
Wo würden Sie Versuchstiere kaufen?
Was bedeutet SPF?
Vorteil von SPF?
Art der Applikation (Human-relevant)+
Unterschiede von Stämmen
Bei Gabe im Futter: was muss durchgeführt werden
Wann ist der größte Futterverbrauch bei Ratten zu erwarten?
Höchste Plasmawerte
Affenherkunft
Welch Krankheiten können Wildfänge haben?
Wo nehmen Sie beim Hund Blut ab?
Wo beim Schwein?

Schulte-Herrmann:

Aufbau der Leber
Blutarten in der Leber
Gallengang-Aufbau
Welche Tier haben keine Gallenblase
Bestandteile der Leberzelle, Ort des Stoffaustausches

Fachgespräch ER am 20.03.2000

Kramer (20 Minuten):

Wie werden Fremdstoffe aufgenommen?
Magen-Darm: Metabolismus?
Leber? First-pass-Effekt usw.
Wo in der Leber findet was statt (Phase I und II) und warum?
Welche Organe sind Zielorgane toxischer Substanzen?
Welches Organ ist noch in der Nähe der Niere?
Nebenniere: Mark und Rinde, was wird wo produziert
Wie ist die Nebenniere histologisch aufgebaut, wo wird was gebildet, aus was werden Steroidhormone gebildet?
Bolt (ca. 10 Minuten): Welche Neurotoxine kennen Sie?
Welche Metallverbindungen?
Wie und wo werden diese aufgenommen?
Wie ist die toxische Wirkung?
Sein Schwerpunkt lag auf Blei und Methylquecksilber.
Gibt es Tierversuchsmodelle, die die Beeinträchtigung des Lernvermögens erkennen?
Metalle allgemein
Was fällt Ihnen zu Nickel und Chrom ein?
Wirkungsweisen? Hofmann: Themenkreis Ökotoxikologie zuwenden!
Cyanidunfall in Rumänien mit Vergiftung der Donau. Was ist passiert und bewerten Sie dies aus humantoxikologischer Sicht.
Cyanid-Vergiftungen, Wirkungsweise, tox. Konzentrationen usw.
Folgerung, dass man sehr viel Donauwasser trinken muss, um sich zu vergiften. Er stimmt zu.
Cyankali LD50 = 1 mg/kg. Fische filtrieren komplett.

Fachgespräch EW am 20.03.2000

Greim:

Themenkomplex Metalle
Cadmium
Kupfer
Themenkomplex Blei:
Vorkommen, mögliche Expositionsquellen und Aufnahmewege
Wie äussert sich eine Bleivergiftung?
Besondere Gefährdung für Kleinkinder etc.
Aktuelles Bestreben aus Dänemark Blei in der EU generell zu verbieten. Wie stehen Sie dazu, wie würden Sie reagieren? Stahlmann: Themenkomplex Immunotoxizität
Wie kann man Immunotoxizität messen?
Aufbau Thymus
Themenkomplex Reprotoxizität: Reprotox von TCDD
Reprotoxizität von Retinsäure
Problem der langen Halbwertszeit beim Menschen Zwischenfragen: Möglichkeiten sich einer hohen TCDD-Belastung im menschl. Organismus zu entledigen?
Mütter stillen ihre Kinder. Entsorgt sich dadurch. Trotz hoher Konzentration in Milch kaum TCDD-Belastung in Säuglingen, weil die zuwenig Körperfett haben um es speichern zu können.
Was bedeutet eine TCDD-Belastung für den Menschen? Risiken?
Schwere Chlorakne (nicht alle Exponierten)
Grenzwertfestlegungen.
Wie äussert sich eine Opiatvergiftung, welches Antidot, Vorgehen in der Klinik?
Können Labortiere eine "Wirkstoffabhängigkeit" entwickeln?

Fachgespräch GN am 20.03.2000

Prüfer: Bolt, Kramer, Marquardt, Stahlmann, Hofmann, Greim.
Fragen zu Lunge, Haut, Nebenniere, Niere, Immuntoxikologie, Paracetamol.

Hofmann:

Resorption Haut und Lunge im Vergleich. Oberflächengröße, Aufbau und Zelltypen der Haut und der Lunge ziemlich detailliert. Von den vielen Zelltypen der Lunge,  war die Erwähnung von Becherzellen, Clarazellen, Pneumocyten Typ I und II ausreichend.
Bedeutung des Nasen-Rachenraums.
Resorption von Chemikalien in Abhängigkeit der Lipophilie bei Lunge und Haut.
Toxisches Lungenödem, nebst verursachenden Substanzen.
Was passiert beim toxischen Lungenödem genau:
Wann treten die Symptome auf?
Partikelgröße -mucoziliärer Transport als Schutz bis zu welchem Bereich?
Staublunge
Asbest
Fibrose
Nebenniere
Aufbau der Niere
Funktionseinheit der Niere.
Genaue Beschreibung des Malpighischen Körperchen: Bowman Kapsel, Glomerulus aber nicht bis zum Mesangium oder juxtaglomerulärer Apparat und der Tubuli.
Filtration, was geht durch, was wird wo zurückresorbiert – nur allgemein, nicht speziell.
Filtrationsrate?
Wieviel Primärharn?
Wieviel Rückgewinnung und wo? Proximaler Tubulus, Henlesche Schleife und Feinregulation im distalen Tubulus reicht. Stahlmann: Schädigung der Niere durch Medikamente. Was sind Kombinationspräparate?
Auf welche Art können Substanzen Einfluß nehmen auf das Immunsystem?
Was ist eine Immunsuppression und wie kann man so eine Wirkung nachweisen?
Zelluläre Antwort, wodurch?
Weitere Stichworte zum Abhacken waren: Negative und positive Selektion, CD4 und CD8, T-Helfer und cytotoxische T-Zellen.
Nun nur noch einige Immunsuppressiva (TCDD) und Thymusatrophie. Greim: Paracetamol Intoxikation
Wie kann es dazu kommen, bei welcher Dosis und woran stirbt man?
Wie lange dauert das?

Fachgespräch SD am 20.03.2000

Prüfer: Bolt, Greim, Hofmann, Kramer, Marquardt, Stahlmann

Hofmann:

Passivrauchen am Arbeitsplatz
Haupstrom (Raucher hauptsächlich exponiert),
Nebenstrom (Passiv-Raucher) hauptsächlich exponiert,
Haupstrom/Nebenstrom haben unterschiedliche Verbrennungsprodukte,
Nebenstrom enthält viel mehr Dimethylnitrosamin, es gibt über 30 epidemiologische Studien, die zeigen,dass man als Passivraucher ein erhöhtes Krebsrisiko hat, daher haben MAK und AGS auch als Kat. 1 eingestuft
Woran erkennt man, dass ein Nichtraucher Passivraucher ist?
Was macht Rauchen neben Krebs noch und woran erkennbar? Stahlmann: Welche in vitro-Testsysteme im Bereich Embryotoxikologie kennen Sie ?
Welche Tiere werden dafür verwendet ?
Ist ein/kein Effekt, der in diesen Testsystemen beobachtet wird gleich mit einer entsprechenden Wirkung in vivo verbunden ?
Nein, weil in vivo Toxikokinetik insbesondere Metabolismus zur Entgiftung/Giftung führen kann
Um Embryotox/Teratogenität festzustellen, welches Studiendesign, Behandlungsperiode ?
Wenn in einer so durchgeführten Studie (Teratogenitätsstudie) keine Effekte beobachtet werden, kann man dann sicher sein, dass Stoff nicht teratogen ist?
Wie kann man das detektieren ?

Greim:

Kinder von Rauchern haben häufiger Bronchialinfektionen, woran liegt das?

Marquardt:

Paracetamolvergiftung:  Mechanismus Entgiftung, Giftung, Zielorgan, Therapie

Fachgespräch MF am 13.03.2001

Ableitung ADI (akzeptable tägliche Aufnahme)
Bewertung NOEL (no effect level)
Sicherheitsfaktor? warum 10 für Interspeziesvarianz
Andere mögliche Ableitungskonzepte, z. B. Einbeziehung von Kinetikdaten
Speziesunterschiede bei Enzymaktivitäten
P450, konjugierende Enzyme, Hydrolasen
Fremdstoffmetabolismus: Welche Reaktionen z. B. mit Epoxiden
Was ist bei der Bewertung von Studien zur Toxikologie zu beachten?
GLP, Richtlinien, Haltungsbedingungen (welche)
Stämme, Unterschiede? Inzucht, Auszucht
Welche Stämme i.d.R. bei den üblichen Tox-Studien? (Auszuchtstämme)
Namen von Stämmen
Spontanerkrankungen (welche, wie zu bewerten?) (z. B. Leber-, Leydigzell-, Schilddrüsentumoren)
Fütterung (Auswirkung z. B. auf Spontanerkrankungen)
Kontrolldaten (Einbeziehung in welcher Weise)
Gewährleistung, dass Wirkstoff Zielorgan erreicht ? Einbeziehung Kinetikdaten (Absorption, Verteilung Blut und andere Organe, Ausscheidung)
Was ist zu tun, wenn gefälschte GLP-Bescheinigung? (Frage mußte nicht unbedingt beantwortet werden.) (Lt. Arzneimittelgesetz: An Staatsanwaltschaft übergeben,
diese klagt.)
Leber: Aufbau, Zellen, Tumoren

Fachgespräch SS am 13.03.2001

Prüfer: Bolt, Stahlmann, Kramer, Marquardt, Greim, Hofmann
Themen: Hautsensibilisierung, Regulationstoxikologie, Gentoxikologie
Testverfahren zur Hautsensibilisierung: Welche wichtigen gibt es, Kennzeichnen wenn Test beim Menschen negativ, beim Tier positiv? Bedeutung der Befunde in der
Praxis
Voraussetzungen zur Durchführung von Tierversuchen (Wer und was steht im Antrag, Verfahren)
Ein Freund ruft Sie an und möchte eine Empfehlung für eine kostengünstige Prüfung einer Substanz auf Genotoxizität:
=> Ausführliche Besprechung Ames Test (Prinzip, Stämme, Durchführung) sowie in-vitro und in-vivo Mikronukleus-Test (direkter Vergleich Vor- und Nachteile)
Unterschiede der Verfahren nach Pflanzenschutzgesetz und Chemikaliengesetz, Arzneimittelgesetz, wer führt die toxikologische Beurteilung durch?
Kommentar zur Bedeutung des Weiss-Buchs für die zukünftige Chemikalienbewertung

Fachgespräch IO am 13.03.2001

Prüfer: Marquardt, Bolt, Cramer, Greim
Phase I, Phase II Enzyme
Fremdstoffmetabolismus: Welche Reaktionen z. B. bei Benzol
Grundprüfungen Ökotox (Stufenprogramm)

Fachgespräch JH am 13.03.2001

Prüfer: Bolt, Stahlmann, Kramer, Marquardt, Greim, Hofmann
Themen: Niere - Endocrine Disruptors - Teratologie - Epidemiologie
Niere zum Einstieg, kein alpha2U, Typen der renalen Ausscheidung, Messung der renalen Clearance mit Inulin
Aminoglykoside, wo treten Schäden auf, warum treten Schäden auf,
was ist das P2-Segment?
Welche Substanzen rufen welche Schäden hervor am distalen Tubulus
Nennung nephrotoxischer Substanzen
Wirkung von Phenacetin auf Leber und Niere
Endocrine Disruptors: DDT/Uterotrophietest als Beispiel:
Ausgehend von positivem Test im MCT-7 Test oder im Uterustrophietest.
Risk Assessment machen für DDT, was braucht man und wie macht man es. (Sehr Industrieorientiert: der Vorschlag neue Studien zu machen wurde jeweils abgelehnt...)
En detail Befragung über Testprotokoll (Applikation und alle Testparameter) von Uterotrophietest vs 2-Generationen Studie. Wichtige und alle unwichtigen Landmarks erwähnen.
Teratologie: Welche Parameter erhebt man noch ausser Missbildungen?
Epidemiologie: Wofür? Bedeutung? Probleme/Schwierigkeiten der Epidemiologie
Fall-Berichte
retrospektive Studien
prospektive Studien
Fall-Kontroll-Studien
Aufbau - Durchführung - Aussagkraft

Fachgespräch DD am 12.03.2002

Vorsitz: Greim / Prüfer: Schwarz, Kramer, Hofmann

Nach Durchsicht der alten Protokolle war ich sehr positiv überrascht von der Prüfungsatmosphäre. Man sitzt zwar an einem Einzeltisch, aber es gab Getränke und die Herren waren insgesamt sehr freundlich. Der Fragestil war sehr allgemein gehalten, so dass man durchaus die Möglichkeit hatte, lange Antworten zu entwickeln. Dadurch gab es dann auch nicht so viele und vor allem keine Detailfragen. Die Taktik kann ich absolut empfehlen! Prüfungsthema war ausschließlich chemische Kanzerogenese, und wir haben folgende Aspekte berührt:
Stufenmodell, molekulare Mechanismen/Grundlagen
Testsysteme
Tierversuche – Sachkundenachweis / Tierschutzgesetz
Schwellenwertproblematik bei genotoxischen und nicht-genotoxischen Kanzerogenen
Tetrachlormethan-induzierte Nekrose als Beispiel für nicht-genotoxischen Mechanismus Eine Bewertungsaufgabe: Sanierung von Schulen, in denen PCB-haltige Dichtungsmassen verwendet worden waren; PCB wurden in der Raumluft und bei einzelnen Kindern im Blut nachgewiesen. Sanierung sinnvoll? (Um in die Raumluft zu gelangen, ist ein gewisser Dampfdruck/geringe Lipophilie Voraussetzung; die bei einzelnen Kindern gefundenen PCB sind wahrscheinlich lipophile Kongenere, die über die Nahrung aufgenommen wurden. Daher wäre Vergleich des Kongenerenmusters sinnvoll, bevor saniert wird.)

Fachgespräch NN am 12.03.2002

Risikoabschätzung von Dioxinen im Hühnerei
Studiendesign für eine Kanzerogenese Studie (Anzahl Tiere, Dosierungen etc.)

Fachgespräch HMK am 12.03.2002

Prüfer: Greim, Hofmann, Kramer, Marquardt, Schwarz  

Kramer:

1.) Wie führen Sie Segment- bzw. entsprechende ICH-Studien durch (grob)?

2.) Detaillierte Beschreibung der Segment II-Studie bzw. ICH 4.1.3 Studie?

3.) Warum nimmt man Kaninchen?

4.) Ist für die reproduktionstoxischen Studien die Kinetik aus 28-Tages-Studien ohne weiteres verwendbar? Warum nicht?   

Hofmann

5.) Wann werden Studien zur inhalativen Toxizität gefordert?

6.) Für welche Substanzklassen ist Inhalationstoxikologie relevant?

7.) Was ist ein Aerosol, wie wird es experimentell charakterisiert?

8.) Wo scheidet sich ein Aerosol ab?

9.) Partikelgröße von Aerosolen?

10.) Ist Staub ein Aerosol?

11.) Wie entsteht ein toxisches Lungenödem?

12.) Toxizitätsmechanismus von Chlormethan?

13.) Toxizitätsmechanismen von Asbest? Einstufung?

14.) Wie toxisch sind Mineralfasern? Einstufung? 15.) Wie sieht es mit organischen Fasern aus?

16.) Wie ist das Alveolarepithel aufgebaut?

17.) Speziesunterschiede in der Enzymausstattung von Klarazellen?   

Greim

18.) Beispiel für organische Fasern?

19.) Welche Charakteristika zeichnen toxische Fasern aus?

20.) Toxizität von Styrol?

21.) Risikobewertung Styrol, warum in Klasse 5?

22.) Speziesunterschiede bei der Toxizität von Styrol (Mensch, Maus, Ratte)? Ursache?   

Marquardt

23.) Woran erkennen Sie einen Opiatvergifteten?

24.) Therapie bei der Opiatvergiftung (detailliert)?

25.) Probleme bei der Therapie?

Fachgespräch OD am 12.03.2002

Prüfer: Marquardt, Greim, Kramer, Hofmann, Schwarz

Hofmann:

Reproduktionstoxikologie

Was wird in Reprotox. Studien getestet, welche Spezies (aber keine genauen Studiendesigns)

Warum Macaccus und nicht Mormorsets in Tox. Studien mit weiblichen Geschlechts-Hormonen?

In Embryotox.-Studien, wie weist man nach, dass die Substanz die Embryonen erreicht hat / PK in Embryotox.-Studien ?

Was ist von der Plazentaschranke zu halten?

Welche Blutschranken gibt es noch?

Was ist die Funktion der Sertoli Zellen?

Kramer:

Immuntoxikologie

Was wird in der Immuntoxikologie getestet (FDA Guideline: Antigenität / Sensibilisierung, Typ I-IV / Immunsuppression / Autoimmunität / Immunstimulation)

Antigenität / Haptenbildung

Tier 1 / Tier 2 in Immuntox-Guideline

was sind CD4/CD8 Zellen Schwarz: Lebertoxizität

Aufbau der Leber

Enzymverteilung, wie kann man die Enzymverteilung nachweisen

Toxizität von Paracetamol / Amanitin, klinische Symptome, warum dauert es bis zum Leberversagen

Greim:

Endocrine Disruptors

Beispiel nennen

Risikobewertung, wie beurteilt man das Risiko bei jemandem, der behauptet gegenüber z.B. Phthalaten exponiert gewesen zu sein  

Fachgespräch CZ am 12.03.2002 

Prüfer waren insgesamt sehr freundlich und wohlwollend.

Aufbau einer Kanzerogenitätsstudie

Risikobewertung von Dioxin in Hühnereiern

Reproduktionstoxikologie (selbst gewählte Substanz ACE-Hemmer, durfte frei referieren)

Aufbau der Blut/Gewebeschranken und Beurteilung der "Dichtigkeit" dieser "Schranken"

Umweltschadstoffe (einige nennen; wodurch sind lange persistierende Umweltschadstoffe gekennzeichnet)

Toxikokinetik von Ethanol, Ethanol in der Schwangerschaft und insgesamt viel Toxikokinetik/Pharmakokinetik (war ziemlich ausführlich mit Studien, Speziesunterschieden, Bioverfügbarkeit, Bioäquivalenz, Eliminationskinetiken, AUC usw.)

Fachgespräch MG am 5.11.2002

Kommentar des Prüflings: wer sich die Mühe macht, die im Internet vorhandene Fragensammlung genau vorzubereiten, sich ausserdem über die aktuellen Geschehnisse in der Toxikologie und auch in der Tagespresse informiert und zudem in der Prüfung fundierte, ausführliche Antworten entwickeln kann, wird nach der Prüfung wieder zufrieden nach Hause reisen können.

Prüfer: Marquardt, Greim, Schwarz, Hofmann, Kramer

Welche Einflussgrößen bestimmen die Wirkung toxischer Noxen auf den menschlichen Organismus (sowohl stoffbezogen, als auch bezogen auf den Organismus)?

Was macht der Körper mit exogenen Noxen (chemische Substanzen)?

Anatomie und Histologie der Leber (en detail)?

Lebertoxizität von Ethanol? Was machen Nitrosamine?

Sind ältere Erwachsene hinsichtlich kanzerogener Wirkung von Nitrosaminen sensitiver oder weniger sensitiv als junge Erwachsene?

Wie groß sind die Oberflächen von  Haut, Darmepithel, Lunge und welche derjenigen ist die Größte?

Welches Gift wurde ihrer Meinung nach im Theater in Moskau zur Befreiung der Geiseln seitens der Regierung eingesetzt? (Bei dieser Aktion kamen über hundert Menschen zu Tode!) und wie würden Sie versuchen dieses Gift analytisch nachzuweisen?

Mechanismus der Toxizität von Acetylcholinesterasehemmstoffen?

Symptome und Therapie von Vergiftungen mit Phosphorsäureestern?

Symptome und Therapie von Vergiftungen mit Opiaten?

Welche toxischen Effekte zeigt Halothan, warum lebertoxisch, Mechanismus?

Würden Sie dem Laien raten, auf den Verzehr von Chips zu verzichten? (Acrylamidproblematik)

Warum ist Acrylamid kanzerogen? Einstufung und Begründung?

Zur Toxikologie von Methylquecksilber, Neurotoxizität, Teratogenität?  

Fachgespräch NN im März 2003 in Mainz

Kommentar des Prüflings: Ich hatte den Eindruck, dass alle sehr wohlwollend gestimmt waren. Es erwies sich als richtig, sich für aktuelle Themen zu interessieren, so wurde in vorangegangenen Gesprächen VX, Nervengase, Acrylamid etc. abgefragt. Ansonsten wurden nur Prinzipien abgehandelt, wenig Detailfragen. Darüber hinaus empfiehlt es sich tatsächlich die Altfragen durchzugehen, und möglichst "breit" gefächert zu lesen.

Prüfer: Schwarz, Neumann, Greim, Marquardt, Bolt, Stahlmann, Kramer, Goettlicher

Schwarz:

Schwermetalle; Methylquecksilber

Risikoabschätzung Amalgamfüllungen

Blei, Arsen, Cd

Stahlmann:

Thalidomid; Embryotox

Effekte in anderen Spezies übersehen,

Wie viel Betroffene? ca. 8000 !!

Mouse Lymphnode Assay; Differenzierung T-Lymphozyten; CD4, CD8 Unterscheidung

Neumann:

Ethanol MAK Wert; was macht Ethanol (Vitamindepletion)

Goettlicher:

Schwellenwert für Embryotoxische Effekte ?? (Nein !!)  

Fachgespräch N.K. am 18.3.2003 in Mainz

Prüfer: Marquardt, Greim, Kramer, Schwarz, Bolt, Hofmann, Stahlmann

Vorbereitung: zum Gesamtüberblick: Buch Greim/Deml zu aktuellen Themen: Acrylamid, Nitrofen, Dioxin, Uranmunition, Fentanyl (Giftgas in Moskau), Phthalate, Weissbuch zur Chemikalienpolitik, etc., dabei sind die Stellungnahmen der DGPT und des BfR (BgVV) sehr hilfreich (Websites!) zu eigenen Schwerpunktthemen: schon aus Interesse vertiefte Vorbereitung anhand der Kurse und eigener Literatursammlung

Kommentar des Prüflings: Dauer 45 min, insgesamt sehr freundliche und angenehme Atmosphäre, faire Fragen (einige Klassiker wie Leber und Paracetamol, ein aktuelles Thema wie Nitrofen und dann einige Spezialitäten, die man nicht unbedingt kennen muss), geben auch Tipps, z.T. auch Diskussion über Sachverhalte, die noch nicht abschliessend geklärt sind, am Ende direkte Mitteilung des Ergebnisses und Frage, ob man auch Eurotoxikologe werden möchte (reine Formalität, die ca. 150 EUR kostet)

Themen/Fragen:

Kramer, Schwarz:

Leber, morphologisch (Lobulus), funktional (Acinus),

Aufgaben (AS-Stoffwechsel, Albumin, Fremdstoffmetabolismus, ...)

Lokalisation Enzyme und Bsp. für toxischen Effekt (Paracetamol in Zone 3 wo sich CYPs befinden): Paracetamol;

Leberkanzerogene: Aflatoxin (Initiator, Hepatitis als Promotor, etc.),

N-Nitrosamine Paracetamol

Schwarz, Greim:

Klinisches Bild Paracetamol (Leberkoma), Menge und Zeit (10 g, dauert ca. 2 Tage),

Ursache: zunächst effektive Entgiftung, warum Paracetamol für Suizid (bekannt, einfach zu erhalten, vor dem Schmerz bereits im Koma);

Antidot (N-Acetyl-Cystein), warum Vorstufe und nicht GSH direkt gegeben (weil Tripeptid nicht in Hepatozyten aufgenommen werden kann – kein Transporter vorhanden)

Kramer:

Fettleber - Erscheinungsbild (Lipidtröpfchen in Hepatozyten – in Primärkultur mikroskopisch deutlich zu erkennen)

Wodurch? (Ethanol, ß-Oxidation gestört, VLDL gestört – hören wollte er hormonelle Deregulation der Hypophysen – Nebennieren – Fettgewebe-Regelkreises)

Hofmann:

Nitrofen: Strukturformel gezeigt: Kennen Sie dieses Molekül aus der Presse?

Was wissen Sie darüber (Kontamination in Futtergetreide, verboten seit den 80ern in der BRD, in Tierversuch kanzerogen, Lungenhypoplasie (dient als Positivkontrolle!!!), Fertilität beeinträchtigt, ... Handelt es sich hierbei eher um ein kanzerogenes oder reprotoxikologisches Problem? (Kanzerogenes eher unklar, man fand Leber- und Pankreastumoren, letztere sind auffälliger, da Pankreastumore bei Ratten und Mäusen spontan sehr selten sind > historische Kontrollen)

Tierstudien (Hofmann, Stahlmann, Greim):

Historische Kontrollen: Sinn und Zweck erläutern, Alter der Kontrollen wichtig (5 Jahre ist noch ok, Kontinuität wäre ideal, evtl. Drift, Änderung der Spontantumorrate mit den Jahren innerhalb eines Stammes, Stamm muss identisch sein, Beurteilungsmethoden müssen vergleichbar sein, Dokumentation wichtig, ...);

Wenn Schilddrüse involviert, welche Spezies nicht verwenden: Ratte, weil T3/T4 nicht so gut "gepuffert" wie beim Menschen (Bindung an Protein), daher bei Störung viel eher Hyperplasie mit leichterer Tumorbildung als bei Menschen

Fachgespräch T.B. am 18.3.2003 in Mainz

Prüfer: Marquardt, Greim, Bolt, Hofmann, Kramer, Schwarz, Göttlicher (Gast)

Allgemein: ruhige und entspannte Atmosphäre, ca. ½ Stunde Fragen, Zeit ging sehr schnell vorbei. In der Regel wird "an der Oberfläche" gefragt mit gelegentlichen Abstechern ins Detail

Bolt:

Aktuelles Thema: Golf-Krieg; Welche Kampfstoffe gibt es? – Übersicht;

Allgemeines zu Alkylphosphorsäureestern; Therapiemöglichkeiten; Toxikokinetik von AP im Vergleich zu Atropin (Atropin wird schneller eliminiert);

Was ist das tückische an VX von Saddam Hussein (Oximtherapie nicht anwendbar)

Greim:

Cyanid-Vergiftung: Mechanismus, letale Dosis, Symptome, körpereigene Entgiftung von Cyaniden, Vorkommen von Cyaniden bzw. Blausäure (Bittermandeln, Feuer); Therapie (warum darf man bei Rauchvergiftung keine Methämoglobin-Bildung induzieren? wegen CO);

Kohlenmonoxid-Vergiftung: Mechanismus

Hofmann:

Thema: Grenzwerte bei gentoxischen Kanzerogenen.

Welche Mechanismen können dazu führen, dass man für gentoxische Substanzen einen Grenzwert festlegen kann (metabolische Entgiftung, DNA-Reparatur etc.); Unterschied praktischer bzw. realer Grenzwert; Stoffbeispiele: TRI, Vinylacetat, Formaldehyd;

Wie lautet die Kategorie 5 des Abschnitt III der MAK-Liste und welche Stoffe sind bislang darin aufgenommen? (Ethanol und Styrol)

 

Info: Im Jahr 2003 haben alle 7 Prüflinge bestanden.  

 

 

Neue Fragen? Dann maile sie sofort an herbsjo1@gmx.de

(E-Mail bitte deutlich schreiben. Ich trage Brille!)


Last Update: 31. Dezember 2003