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Lebensmitteltoxikologie (Fragen bis 2005)
(Hannover)

  1. Aus welchen Schritten besteht eine Risikoanalyse von Substanzen?
  2. Wie wirken gentoxische Substanzen? Wie wirken epigenetische Substanzen? Beispiele?
  3. Welche Ergebnisse erschweren die Extrapolation der Ergebnisse eines Tierversuches auf den Menschen?
  4. Mit welchen Hormonen zeigt Nitrofen strukturelle und funktionelle Ähnlichkeit?
  5. Nennen Sie 3 Beispiele für die metabolische Aktivierung durch CYPs!
  6. Welche Ah-Rezeptor-Liganden kennen Sie?
  7. Definieren Sie Endotoxine und Exotoxine!
  8. Worauf beruht die starke ausgeprägte Wirkung der Salmonellen im Gastrointestinaltrakt?
  9. Wie kann die hepatocarcinogene Wirkung von Aflatoxin B1 synergistisch verstärkt werden?
  10. Welche Fusarientoxine kennen Sie?
  11. Listen Sie stichwortartig die möglichen Risiken gentechnisch veränderter Lebensmittel auf?
  12. Weshalb wurde die Anwendung von Chloramphenicol bei Lebensmittel-liefernden Tieren verboten? In welcher Verordnung wird diese Substanz aufgelistet?
  13. Weshalb reichern sich Tetracycline im Knochen an?
  14. Mit welchen gesundheitlichen Folgen ist nach der Aufnahme von Benzylpenicillin im Einzelfall zu rechnen?
  15. Nennen Sie die gesundheitlichen Folgen von Benzylpeniciliin.
  16. Wie wirken Organophosphate und Carbamate?
  17. Wie und warum wendet man Phenoxycarbonsäuren an?
  18. Was sind die Unterschiede ökologischer und konventionell erzeugter Lebensmittel in Bezug auf die Rückstandssituation?
  19. Nennen Sie einen möglichen Infektionsweg von pathogenen Prionen.
  20. Welche BSE Risikomaterialien kennen Sie und welche sind besonders gefährlich?
  21. Nennen Sie LM mit hohen Hg-gehalten.
  22. Was versteht man unter PSP? Welcher Mechanismus steckt dahinter? Erklären Sie den Mechanismus „Paralytic Shellfish Poisoning“ (PSP)!
  23. Nennen Sie wichtige Dioxinquellen.
  24. Welche LM sind besonders hoch mit Dioxinen belastet? Was ist TEF und TEQ?
  25. Welche Gruppe unserer Bevölkerung ist am höchsten mit Dioxinen über die Nahrung exponiert?
  26. Nennen Sie jeweils 3 Phytohormone und Umwelthormone?
  27. Nennen Sie zwei Nukleare Rezeptoren, die mit Substanzen in Lebensmitteln interagieren können!
  28. Welche Wirkstoffe sind bei der Bekämpfung der Roten Vogelmilbe effektiv? Welche sind als Tierarzneimittel zugelassen?
  29. Wann darf man Tierarzneimittel umwidmen und welche Folgen hat das?
  30. Bei welcher Substanzklasse sind Effekte unterhalb der NOEL beschrieben worden?
  31. Welche Substanzen werden im Organismus besonders ausgeprägt gespeichert? In welchem Gewebe?

 

Fragen vom Oktober 2006

  1. Nennen Sie je 2 Beispiele für postulierte positive und negative Effekte bei der Aufnahme von Isoflavonen
  2. Nennen Sie 2 Beispiele für Xenoöstrogene
  3. Warum müssen bei Anwendung von Aminoglycosid-Antibiotika lange Wartezeiten eingehalten werden?
  4. Welche Wirkungseigenschaften hat Chloramphenicol und warum wurde es verboten?
  5. Was bedeutet NOAEL, ADI, TDI, MRL, MoE (Begriffe ausschreiben)
  6. Nennen Sie 4 lebensmitteltoxikologisch relevante Substanzen oder Substanzklassen
  7. Was bedeutet Synergismus?
  8. Welche Haltungsformen führen zu einer hohen Dioxinbelastung in Eiern?
  9. Wie viele Stufen hat das europäische System der Lebensmittelüberwachung?
  10. Welche Überwachungsprogramme gibt es zur Datenerhebung zwecks Risikoabschätzung bei Lebensmitteln?
  11. Wie werden heterocyclische aromatische Amine zu toxischen Metaboliten metabolisiert und in welchen Organen führen sie zu Tumoren?
  12. Wie entstehen Nitrosamine und warum sind sie mutagen?
  13. Wird DNA aus der Nahrung im Magendarmtrakt vollständig abgebaut und ist Nahrungs-DNA im Tier nachweisbar?
  14. Was sind Endotoxine?
  15. Wie wird die enterotoxische Wirkung von bakteriellen Giften überprüft?
  16. Wie wird Aflatoxin B1 metabolisch aktiviert und in welchen Organen führt es zu Tumoren?
  17. Zu welcher Gruppe Mykotoxine gehört Zearalenon und warum wirkt es toxisch?
  18. Nennen Sie mögliche Angriffspunkte für toxische Substanzen auf die Genexpression und jeweils 2 Beispiele
  19. Beschreiben Sie den Mechanismus der Toxizität von Dioxinen
  20. Welche Maßnahmen zur Qualitätssicherung müssen in einem Labor für Rückstandsanalytik ergriffen werden und was ist eine Akkreditierung?
  21. Was ist die Besonderheit beim Übergang von Fremdstoffen in das Hühnerei?
  22. Was ist die Voraussetzung für die Anwendung eines Tierarzneimittels?
  23. Wie hoch ist die Wartezeit nach einer Umwidmung eines Arzneimittels beim Huhn?
  24. Nennen Sie dioxin-ähnliche PCB
  25. Nennen Sie drei Klassen von Algentoxinen
  26. Wie kann die Tierhaltungsform die Elimination von Arzneimitteln bestimmen?
  27. Welche BSE Risikomaterialien sind besonders gefährlich?
  28. Welche Symptome rufen Organophosphatester hervor und wie kommen diese zustande?
  29. Welche Arten von Lebensmitteln sind von besonderem Interesse hinsichtlich einer Belastung mit Dioxinen?
  30. Was versteht man unter toxischen Equivalenten (TEQ) und wie werden sie berechnet?

 

 

Fragen vom Oktober 2007

- Von den zum Ankreuzen vorgegebenen Antworten ist mindestens eine Antwort richtig, es können jedoch auch mehrere Antworten richtig sein -

 

1.         Nach welchem Verfahren wird der ADI abgeleitet?

□          aus einer Studie zur akuten Toxizität

□          aus einem NOAEL unter Berücksichtigung des Geschlechtes

□          aus einem NOAEL an der empfindlichsten Spezies im Langzeitversuch unter Berücksichtigung eines Sicherheitsfaktors

□          aus einem ALARA-Wert

 

2.         Im Falle von Cumarin wird angenommen, dass Tumoren als Folge von Toxizität im Zielorgan auftreten, mit einer Dosis-Wirkungskurve, die für einen Schwellenwert spricht

□          Welches Zielorgan ist gemeint?

□          Welche Vorgehensweise würden Sie als Sicherheitsbewerter/Risikomanager wählen?

            ○          Ableitung eines TDI/ADI

            ○          Ableitung eines MOE

            ○          Ableitung eines BMDL 10-Wertes

□          Wie unterscheiden sich die Bewertungen von EFSA und BfR?

 

3.         Nitrosamine

□          gehören zu den stärksten bekannten Kanzerogenen

□          sind ausnahmslos kanzerogen

□          man findet sie ausschließlich im Bier

□          es gibt praktisch keine Möglichkeit der Prävention („Gottgegebenes Kanzerogen“)

 

4.         Kreuzen Sie Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf Basis von Allergiegeschehen (IgE Beteiligung) an Unverträglichkeit gegen

□          Laktose

□          Erdnuss

□          Fisch

□          Histamin

 

5.         Bitte geben Sie die Definition der oralen Bioverfügbarkeit (Freetext)

 

6.         Welche potentiell toxischen Metallverbindungen führen zu relevanten Expositionen durch Lebensmittel?

□          Arsen

□          Chrom

□          Nickel

□          Quecksilber

□          Blei

□          Cadmium

 

7.         Welche essentiellen Metallionen sind an der Aufrechterhaltung der genetischen Stabilität beteiligt?

□          Chrom

□          Nickel

□          Cobalt

□          Magnesium

□          Zink

□          Calcium

 

8.         Welche Arsenverbindungen haben eine potentielle Relevanz für die menschliche Gesundheit nach Exposition über Lebensmittel/Trinkwasser?

□          Arsenit

□          Arsenat

□          Monomethylierte Arsenverbindungen

□          Dimethylierte Arsenverbindungen

□          Arsenozucker

 

9.         Kreuzen Sie die richtigen Aussagen an

□          Microcystine zählen zu den Fusarientoxinen.

□          Microcystine werden von Cyanobakterien gebildet.

□          Saxitoxin hat lähmende Eigenschaften (PSP: Paralytic Shellfish Poison).

□          Okadasäure führt zu Verwirrtheit und Gedächtnisverlusten (ASP: Amnestic Shellfish Poison.)

□          Okadasäure zeigt im Tierversuch tumorpromovierende Eigenschaften.

 

10.       Kreuzen Sie die richtigen Aussagen an

□          Das Auftreten von Aflatoxin M1 ist charakteristisch für Milchprodukte.

□          Aflatoxine werden von Aspergillus-Arten nur bei Temperaturen über 25°C gebildet.

□          Aflatoxine sind alle gleichermaßen kanzerogen.

□          Für die Höchstgehalte an Aflatoxinen existieren bisher keine EU-rechtlichen Regelungen.

□          Die "Giftung" des Aflatoxins B1 erfolgt über eine Epoxidierung durch CYP-Isoenzyme.

 

11.       Kreuzen Sie die richtigen Aussagen an

□          Mutterkorn-Alkaloide zeigen eine strukturelle Ähnlichkeit mit Catecholamin-Neurotransmittern (Noradrenalin etc.).

□          Mutterkorn-Alkaloide werden von Fusarien gebildet.

□          Der Symptomkomplex bei Vergiftung mit Mutterkorn-Alkaloiden wird als "Ergotismus" bezeichnet.

□          Das Mutterkorn-Mycel befällt bevorzugt die Gerste.

□          Der Anteil an Mutterkorn in Getreide ist EU-rechtlich reguliert.

 

12.       Bitte geben Sie an, ob ein „gesundheitsschädliches Lebensmittel“ im Sinne des Lebensmittelrechts vorliegt

a)         Marzipan mit einer Spur Blausäure aus Bittermandelöl   □ ja      □ nein

b)         Gammelfleisch. Das Mindesthaltbarkeitsdatum von Gefrierfleisch war um 1 Jahr abgelaufen, das Fleisch roch stark ranzig, die Keimzahl war nicht erhöht.

                        □ ja      □ nein

c)         Mettwurst mit Salmonellen        □ ja      □ nein

d)         Paprika, bei die Höchstmenge für ein Pestizid 2-fach überschritten ist     □ ja      □ nein

 

13.       Was unterscheidet eine EG Richtlinie von einer EG Verordnung?

a)         EG-Richtlinie ist unverbindlich für die Mitgliedsaaten      □ ja      □ nein

b)         EG-Verordnung gilt unmittelbar eine Richtlinie muss erst in nationales Recht umgesetzt werden   □ ja      □ nein

c)         EG-Verordnung muss vom deutschen Bundestag ratifiziert werden         □ ja      □ nein

d)         EG-Richtlinien gelten nur für die Behörden nicht für die Wirtschaft          □ ja      □ nein

 

14.       Was sind die wesentlichen Ziele des Lebensmittelrechts?

a)         Schutz des freien Warenverkehrs im Binnenmarkt                                              □ ja      □ nein

b)         Förderung des Absatzes und Unterstützung des Lebensmittelmarktes     □ ja      □ nein

c)         Schutz des Verbrauchers vor Gesundheitsgefahren und vor Täuschung   □ ja      □ nein

d)         Schutz der einheimischen Landwirtschaft bzw. Lebensmittelwirtschaft     □ ja      □ nein

 

15.       Heterocyclische aromatische Amine (HAA)

□          Die Aminogruppe wird durch CYP1A2 oxidiert

□          Heterocyclische aromatische Amine (HAA) sind ohne metabolische Aktivierung genotoxisch

□          HAA werden v.a. gebildet aus

            ○          Kohlenhydraten

            ○          Fetten

            ○          Aminosäuren

□          HAAs sind potente Mutagene

□          HAAs sind besonders potente Kanzerogene

 

16.       Acrylamid

□          Als genotoxisches Agens ist Acrylamid bereits in niedrigsten Dosen kanzerogen

□          Das Acrylamid-Addukt mit dem endständigen Valin im Hämoglobin wird als Biomarker für Kurzzeit-Expositionen benutzt

□          Acrylamid wird metabolisch zu Acrylnitril aktiviert

□          Acrylamid wird metabolisch zu Glycidamid aktiviert

□          Die Aktivierung erfolgt durch CYP3A4

□          Mercaptursäuren von Acrylamid und Glycidamid werden als Biomarker für Langzeitexposition genutzt

 

17.       Der polycyclische aromatische Kohlenwasserstoff (PAK) Benzo[c]phenanthren

a)         kommt in ähnlicher Konzentration wie die Leitsubstanz Benzo[a]pyren in Lebensmitteln vor        □ ja      □ nein

b)         ist aufgrund des unterschiedlichen Aktivierungsweges in der Ratte (1) bzw. beim Menschen (2) als genotoxisches Kanzerogen zu bewerten

                                    1)         □ ja      □ nein

                                    2)         □ ja      □ nein

 

18.       Der Handel mit verkehrsfähigen neuartigen Lebensmitteln kann gemäß Verordnung (EG) Nr. 258/97 in Deutschland vorübergehend untersagt werden,

          wenn sie von Verbrauchern mehrheitlich abgelehnt werden (z.B. genetisch veränderte Soja-Produkte).

          wenn den zuständigen deutschen Behörden stichhaltige Gründe zu der Annahme bestehen, dass sie gesundheitsgefährdend sind.

          wenn die Europäische Kommission eine entsprechende Entscheidung getroffen hat.

 

19.       Fleisch, Eier oder Milch von Tieren, die genetisch veränderte Futtermittel erhalten haben,

□          sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 zulassungs- und kennzeichnungspflichtig.

□          sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 zwar zulassungs- aber nicht kennzeichnungspflichtig.

□          sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1829 weder zulassungs- noch kennzeichnungspflichtig.

□          sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 nur kennzeichnungspflichtig, wenn der Anteil genetisch veränderten Materials in den Futtermitteln mehr als 0,9 % beträgt.

 

20.       Gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel müssen

□          auf subchronische Toxizität (90-Tage-Studie) an Nagern untersucht werden.

□          auf subchronische Toxizität untersucht werden, wenn wesentliche Veränderungen der Inhaltsstoffzusammensetzung erfolgt sind.

 

21.       In Deutschland ist die zuständige Lebensmittelprüfstelle zur Durchführung der Erstprüfungen von Genehmigungsanträgen für neuartige Lebensmittel das/ folgende Behörde:

□          Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

□          Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

□          Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

□          Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL)

            Biologische Bundesanstalt (BBA)

 

22.       Welche allgemeinen Voraussetzungen für das Inverkehrbringen von Lebensmitteln sind richtig:

□          Lebensmittel müssen sicher sein

□          Lebensmittel müssen den produktspezifischen Rechtsvorschriften entsprechen

□          alle verwendeten Stoffe müssen zulässig bzw. zugelassen sein

□          Lebensmittel dürfen nicht mit irreführenden Angaben beworben werden

 

23.       Funktionelle Lebensmittel:

□          sind gesetzlich geregelt

□          sind Lebensmittel mit Zusatznutzen

□          haben die Erscheinungsform von Pillen und Kapseln

□          werden auch als Nahrungsergänzungsmittel bezeichnet

 

24.       Die Ableitung von Höchstmengen für Vitamine und Mineralölstoffen in Einzelprodukten erfolgt:

□          nach dem Minimierungsprinzip

□          aus toxikologischen Erwägungen

□          nach ernährungsphysiologischen Aspekten

□          aufgrund der 3fach Regel (3 x RDA)

 

25.       Nahrungsergänzungsmittel sind:

□          Konzentrate von Nährstoffen und sonstigen Stoffen

□          Arzneimittel

□          Lebensmittel

□          Verzehrprodukte

 

26.       Welche Besonderheiten treffen für die Risikobewertung von Nährstoffen (1) bzw. Kontaminanten (2) zu?

Schreiben Sie zu (1) bzw. (2) die zutreffenden Besonderheiten (a, b, c, d, e)

□          Gute landwirtschaftliche Praxis

□          Referenzwert < UL

□          gesundheitsschädliche Wirkung durch Mangel

□          ADI-Wert

□          toxische Wirkung bei Überschuss

 

27.       An welchen toxikologischen Wirkungen hat sich die TDI-Festsetzung durch die WHO für „Dioxine“ orientiert

            (Freetext)

 

28.       Nennen Sie einige bromierte Flammschutzmittel! Warum sind sie toxikologisch bedenklich?

            (Freetext)

 

29.       Eine hohe Aufnahme von Glycyrrhizin über Lakritz und Süßholzzubereitungen

□          kann hypermineralokortikoide Wirkungen auslösen

□          kann hypomineralokortikoide Wirkungen auslösen

□          kann den Blutdruck senken und ist daher besonders für Personen mit Herz-Kreislauferkrankungen und Bluthochdruck zu empfehlen

□          kann zu einer Erhöhung des Blutdrucks führen und ist daher für Diabetiker und Schwangere zu vermeiden.

□          löst bei einzelnen Individuen aufgrund einer genetisch bedingten Variabilität eines Enzyms des Mineralstoffwechsels unterschiedliche Empfindlichkeiten aus

 

30.       Furocoumarine wie 5-MOP und 8-MOP

□          werden in Pastinaken und Sellerie in Abhängigkeit von den Lager- und Kultivierungsbedingungen gebildet

□          finden sich in gleich bleibend hohen Konzentrationen in Pastinaken und Sellerie

□          sind phototoxisch

□          binden unter UVA Bestrahlung an DNA, Proteine und Lipide

□          können hormonelle Wirkungen auslösen

 

31.       Welchen Aussagen zum Mechanismus der toxischen Wirkung der genannten Pflanzeninhaltsstoffe treffen zu

□          Ísoflavone beeinflussen den Cortisol-Stoffwechsel und lösen dadurch mineralkortikoide Wirkungen aus

□          Pyrrolizidinalkaloide hemmen die Zellatmung

□          Johanniskraut ist in der Lage, die Metabolisierung von Fremdstoffen zu beeinflussen

□          α-Thujon ist ein GABA Antagonist und wirkt neurotoxisch

□          Aristolochiasäure wirkt genotoxisch und kanzerogen

 

32.       Kreuzen Sie die zutreffenden Aussagen an:

□          Lebensmittelbedingte bakterielle Erkrankungen gehen stets mit gastrointestinalen Symptomen einher.

□          Eine bakterielle Lebensmittelintoxikation setzt zumeist die Vermehrung der betreffenden Bakterien im Lebensmittel voraus.

□          E. coli sind obligat pathogene Keime.

□          E. coli sind in Lebensmitteln grundsätzlich unerwünscht.

□          Für alle wesentlichen bakteriellen Toxine existieren im Lebensmittelrecht Grenzwerte.

 

33.       Kreuzen Sie an, welche der nachfolgend genannten Keime sich bei üblichen Kühlschranktemperaturen vermehren können:

□          Vibrio cholerae

□          Yersinia enterocolitica

□          Listeria monocytogenes

□          Shigella dysenteriae

□          E. coli (EHEC)

 

34.       Welche der nachfolgend genannten Spezies können andere als gastrointestinale Noxen hervorrufen?

□          Staphylococcus aureus

□          Clostridium botulinum

□          E. coli (EHEC)

□          Salmonella enteriditis

□          Salmonella typhimurium

 

35.       Die infektiöse Form des Prionproteins PRPsc...

□          ...lässt sich durch Autoklavieren bei 121 °C inaktivieren.

□          ...weist gegenüber der zellulären Form PRPc als 129. Aminosäure Methionin auf.

□          ...ist nicht wasserlöslich und neigt zur Aggregatbildung.

□          ...findet sich bei erkrankten Rindern vorwiegend im Großhirn.

□          ...ist bei oraler gegenüber intravenöser Gabe ca. 10.000-fach weniger infektiös.

 

Lebensmitteltoxikologie 2008 Hannover

 

1)      Was versteht man unter DTA- und ADI-Wert?

2)      Wie wird der DTA-Wert berechnet?

3)      Welche 3 wichtigen Grundsätze regelt die Basisverordnung 178/2002?

4)      Welche Überwachungsprogramme zum vorbeugenden Verbraucherschutz gibt es in Deutschland?

5)      Was versteht man unter „qualitativer Analyse2 und quantitativer Analyse“?

6)      Nennen Sie 3 wichtige Schritte in der Probenvorbereitung in der Lebensmittelanalytik.

7)      Wie entstehen heterozyklische aromatische Amine und in welchen Organen können diese Substanzen Tumore hervorrufen?

8)      Wie werden N-Nitrosoamine zu einem mutagenen Metaboliten umgesetzt?

9)      Warum sind Sulfite als Zusatzstoffe nicht für alle Lebensmittel zugelassen?

10)  Warum muss bei Zusatz von Aspartam auf der Verpackung von Lebensmitteln ein gesonderter Hinweis angebracht werden?

11)  Welche biochemischen Eigenschaften des pathologischen Prion-Proteins wird in den meisten diagnostischen Verfahren genutzt?

12)  Worauf beruht die imunoligische Unterscheidung zwischen BSE und einer Scrapie-Infektion?

13)  Was versteht man unter einem Enterotoxin?

14)  Welche molekularen Wirkmechanismen besitzt das Cholera-Toxin?

15)  Weshalb wurde die Anwendung von Chloramphenicol bei Lebensmittel liefernden Tieren verboten?

16)  Warum sind bei Aminoglykosid Antibiotika lange Wartezeiten notwendig?

17)  Weshalb ist die Anwendung von Nitrofuranen und Nitroimidazolen bei Nutztieren verboten?

18)  Welche Imunglobulinklasse und welche Zelltypen spielen beim Pathomechanismus der Typ 1-Allergie eine zentrale Rolle?

19)  Nennen Sie 5 Allergenquellen, die hauptsächlich Klasse 1 Lebensmittelallergene enthalten.

20)  Was versteht man unter akuter Referenzdosis?

21)  Wie wirken Organophosphate toxisch im Säugetier?

22)  In welchen Lebensmittelgruppen sind Dioxine und PCB überwiegend zu finden?

23)  Auf welchem Konzept beruht die Abschätzung des toxischen Gesamtpotentials eines Dioxin/PCB-Gemisches?

24)  Wie kommt es zur genotoxischen Wirkung von Aflatoxin B1?

25)  Wie ist die toxische Wirkung von Fumonisin B1 im Organismus?

26)  Welche Symptome treten bei einer chronischen Bleiintoxikation auf?

27)  Wie wirkt sich eine chronische Cadmiumintoxikation auf den Calcium Haushalt des Menschen aus?

28)  Wie entsteht Methylquecksilber und welche Symptome sind bei einer chronischen Intoxikation zu beobachten?

29)  Was ist die Bedeutung der PSP-Algentoxine und wie werden sie nachgewiesen?

30)  Wann darf eine Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ verwendet werden?

 

Lebensmitteltoxikologie 2010 Hannover

1) Was versteht man unter DTA- und ADI-Wert?

2) Wie wird der DTA-Wert berechnet?

3) Was ist das Grundprinzip des neuen Ansatzes zum Verbraucherschutz? (NEU)

4) Welche 3 wichtigen Grundsätze regelt die Basisverordnung 178/2002?

5) Was können „Screening Verfahren“ und „Bestätigungsverfahren“ leisten? (NEU)

6) Nennen Sie 3 wichtige „biologische“ Nachweisverfahren in der Lebensmittelanalytik. (NEU)

7) Wie entstehen heterozyklische aromatische Amine und in welchen Organen können diese Substanzen Tumore hervorrufen?

8) Wie werden N-Nitrosoamine zu einem mutagenen Metaboliten umgesetzt?

9) Warum sind Sulfite als Zusatzstoffe nicht für alle Lebensmittel zugelassen?

10) Was versteht man unter einem Enterotoxin?

11) Welche molekularen Wirkmechanismen besitzt das Cholera-Toxin?

12) Weshalb wurde die Anwendung von Chloramphenicol bei Lebensmittel liefernden Tieren verboten?

13) Warum sind bei Aminoglykosid Antibiotika lange Wartezeiten notwendig?

14) Weshalb ist die Anwendung von Nitrofuranen und Nitroimidazolen bei Nutztieren verboten?

15) Welche Imunglobulinklasse und welche Zelltypen spielen beim Pathomechanismus der Typ 1-Allergie eine zentrale Rolle?

16) Nennen Sie 5 Allergenquellen, die hauptsächlich Klasse 1 Lebensmittelallergene enthalten.

17) Was versteht man unter akuter Referenzdosis?

18) Wie wirken Organophosphate toxisch im Säugetier?

19) In welchen Lebensmittelgruppen sind Dioxine und PCB überwiegend zu finden?

20) Auf welchem Konzept beruht die Abschätzung des toxischen Gesamtpotentials eines Dioxin/PCB-Gemisches?

21) Wie kommt es zur genotoxischen Wirkung von Aflatoxin B1?

22) Wie ist die toxische Wirkung von Fumonisin B1 im Organismus?

23) Welche Symptome treten bei einer chronischen Bleiintoxikation auf?

24) Wie wirkt sich eine chronische Cadmiumintoxikation auf den Calcium Haushalt des Menschen aus?

25) Wie entsteht Methylquecksilber und welche Symptome sind bei einer massiven Intoxikation zu beobachten?

26) Fleisch, Eier oder Milch von Tieren, die genetisch veränderte Futtermittel erhalten haben,

□    sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 zulassungs- und kennzeichnungspflichtig.

□    sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 zwar zulassungs- aber nicht kennzeichnungspflichtig.

□   sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1829 weder zulassungs- noch kennzeichnungspflichtig.

□   sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 nur kennzeichnungspflichtig, wenn der Anteil genetisch veränderten Materials in den Futtermitteln mehr als 0,9 % beträgt.

27) Gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel müssen

□    auf subchronische Toxizität (90-Tage-Studie) an Nagern untersucht werden.

□    auf subchronische Toxizität untersucht werden, wenn wesentliche Veränderungen der Inhaltsstoffzusammensetzung erfolgt sind.

28) Was ist die Bedeutung der PSP-Algentoxine und wie werden sie nachgewiesen?

29) Nennen Sie wichtige in Soja vorkommende Isoflavone!

30) Wie wirken Isoflavone auf die Schilddrüse? (NEU)

31) Welche Anforderungen müssen Zusatzstoffe im Rahmen der Zulassung erfüllen?

 

Lebensmitteltoxikologie 2011 Kaiserslautern

1.) Welche Aussagen zum TDI-Konzept treffen nicht zu?

O es ist für gentoxische Kanzerogene ungeeignet

O es wird vor allem angewandt, wenn die Datenlage außerordentlich begrenzt ist

O es wird auf den sog. ,kritischen Endpunkt angewandt

O es lässt sich auch auf eine sog. ,benchmark dose' anwenden

O es wird auf den ,Margin of exposure' angewandt

 

2.) Das TTC-Verfahren

0 ist für Gemische unbekannter Zusammensetzung besonders geeignet

0 wird nur auf nicht gentoxische Verbindungen angewandt

0 ist auf einige Strukturelemente nicht anwendbar

0 benötigt keinerlei toxikologische Daten über die fragliche Substanz

0 schließt Metaboliten grundsätzlich ein

 

3.) Beispiele für Lebensmittel und Bedarfsgegenstände sind

O Jungschwein (`Überläufer')

O Wimperntusche

O Calciumtablette zur Nahrungsergänzung

O Ehering

O Amflora®-Kartoffel

 

4.) Höchstwerte für Vitamine und Mineralstoffe sollten festgelegt werden unter der Berücksichtigung von

O dem sog. Tolerable Upper Intake Level (UL) und

O der Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen aus Arzneimitteln

O der Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen aus anderen Quellen der Ernährung

O Bevölkerungsreferenzwerten (PRI)

 

5.) Die Anreicherung von Lebensmitteln mit Nährstoffen dient dazu, um

O Mangel in der Bevölkerung (klinisch, subklinisch oder Zufuhrdaten) zu beheben

O gezielt Krankheiten (z.B. Osteoporose) zu behandeln

O den Ernährungsstatus der Bevölkerung zu verbessern

 

6.) Unter tolerierbarer täglicher Zufuhrmenge (UL) versteht man

O die höchste chronische tägliche Gesamtzufuhr eines Nährstoffs (aus Trinkwasser und normaler Ernährung ohne Supplemente)

O die höchste chronische tägliche Gesamtzufuhr eines Nährstoffs..., die als unwahrscheinlich beurteilt wird, ein Risiko für schädliche Wirkungen auf die Gesundheit darzustellen.

O die festzulegende Höchstmenge eines Nährstoffs in Nahrungsergänzungsmitteln

 

7.) Die in Deutschland zuständige Lebensmittelprüfstelle zur Durchführung der Erstprüfungen von Genehmigungsanträgen für neuartige Lebensmittel ist folgende Behörde:

a. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

b. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

c. Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

d. Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, (BMELV)

e. Biologische Bundesanstalt (BBA)

 

8.) Welche allgemeinen Voraussetzungen für das Inverkehrbringen von Lebensmitteln sind richtig:

f. Lebensmittel müssen sicher sein

g. Lebensmittel müssen den produktspezifischen Rechtsvorschriften entsprechen

h. alle verwendeten Stoffe müssen zulässig bzw. zugelassen sein

i. Lebensmittel dürfen nicht mit irreführenden Angaben beworben werden

 

9.) Welche Aussagen über neuartige Lebensmittel oder Lebensmittelzutaten treffen nicht zu:

j. Es sind Lebensmittel, die vor dem 15.05.97 nicht in nennenswertem Umfang in der EG zum menschlichen Verzehr verwendet wurden

k. Es sind Produkte mit neuer oder gezielt modifizierter primärer Molekularstruktur

l. Es sind Pflanzen- und Tierprodukte, die mit herkömmlichen Zuchtmethoden gewonnen wurden, aber erst nach dem Stichtag der Novel-FoodVO auf den europäischen Markt kamen

m. Nach einer Zulassung können sie nicht mehr vom Markt genommen werden

 

10.) Welche der folgenden Aussagen über Zink treffen zu?

o Die Zinkaufnahme ist so gut reguliert, dass eine Überversorgung ausgeschlossen ist.

o Eine Überversorgung mit Zink macht sich in einem Kupfermangel bemerkbar.

o Metallothionein bindet Zink so fest, dass es nicht mehr freigesetzt werden kann.

o Metallothionein wirkt als Zinkspeicher und sorgt so für eine Aktivierung zinkabhängiger Proteine.

o Zink-bindende Strukturen sind ein seltenes Motiv in Proteindomänen.

 

11.) Welche der folgenden Aussagen über Cadmium treffen zu?

o Cadmium ist ein essentielles Spurenelelement.

o Höchste Cadmiumkonzentrationen finden sich in Blut und Urin.

o Die Bindung an Metallothionein sorgt für eine lange Halbwertszeit von Cadmium in der Niere.

o Ausschlaggebend für die Absenkung des TDI-Wertes durch die EFSA war die Kanzerogenität von Cadmium.

o Die Nierentoxizität kann auch unter Umweltbelastungen schon relevant sein.

 

12.) Welche der folgenden Aussagen über Selenverbindungen treffen zu?

o Selen ist ein essentielles Spurenelement

o Selenverbindungen haben sich in epidemiologischen Studien als eindeutig antikanzerogen erwiesen.

o Selenverbindungen wirken antioxidativ

o Selenverbindungen wirken prooxidativ

o Die Wirkung von Selenverbindungen hängt vom Oxidationszustand ab.

 

13.) Die Toxizität von Tetrodotoxinen (TTXs) und Paralytic Shellfish Poisoning (PSP) - Toxinen beruht auf der Bindung an:

a) unterschiedliche Ionenkanäle

b) den gleichen Ionenkanal aber an unterschiedlichen Positionen innerhalb des Ionenkanals

c) den gleichen Ionenkanal und die gleiche Position innerhalb des Ionenkanals

 

14.) Die toxische Wirkung einer mit Paralytic Shellfish Poisoning (PSP) –Toxinen kontaminierten Probe ist besonders stark, wenn die Konzentrationen an folgenden PSP - Toxinen besonders hoch sind:

a) N-Sulfocarbamoyltoxinen

b) Carbamattoxinen

c) Decarbamoyltoxinen

 

15.)Die toxische Wirkung des ASP-Toxins Domoinsäure beruht auf einer:

a) Blockade von Natrium-Kanälen

b) Bindung an Ca2+-Kanäle

c) Bindung an Glutamat-Rezeptoren

 

16.) Die resorbierte Menge nach oraler Applikation ist

o definiert als ,orale Bioverfügbarkeit'

o die verzehrte / aufgenommene Menge

o die Summe der i.v. und oral applizierten Dosis

o die Plasmakonzentration (orale Gabe) im Verhältnis zur Plasmakonzentration (i.v. Gabe)

 

17.) Unter den Flavonoiden (einschließlich ihrer Glycoside) in Lebensmitteln

o kommt Quercetin überwiegend in freier Form vor (nicht mit Zuckerresten konjugiert)

o sind einige bis zu 50% oral verfügbar und die Konjugatbildung ist relativ unbedeutend

o werden die meisten Verbindungen metabolisch (Darm, Leber, etc.) umgesetzt

o befinden sich Verbindungen, die bestimmte Glucose-Transporter im Dünndarm hemmen

 

18.) Im Darm werden Nahrungsbestandteile und Fremdstoffe in den Körper aufgenommen. Es gilt:

o im Dünndarm befinden sich Transporter, die gegen einen Konzentrationsgradienten Stoffe in die Enterozyten aufnehmen

o befinden sich Effluxtransporter, die Wirkstoffe ins Darmlumen zurücktransportieren können

o die Resorption von Nahrungsbestandteilen erfolgt ausschließlich im Dickdarm

o kann die Resorption großer Mengen erfolgen, da die Oberfläche stark vergrößert ist.

 

Aflatoxine

19.) Welche Tumoren werden im Tierversuch nach chronischer Aufnahme von

Aflatoxin B1 hauptsächlich diagnostiziert?

A ( ) Lebertumoren

B ( ) Lungentumoren

C ( ) Melanome

D ( ) Magenkarzinome

 

Ochratoxin A (OTA)

20.) Welche Aussagen sind zutreffend?

A ( ) OTA verursacht chronisch in Versuchstieren hauptsächlich Nierentumoren

B ( ) Mechanistisch wirkt OTA über eine Adduktbildung mit DNA-Basen

C ( ) Die Belastung tierischer Lebensmittel beruht hauptsächlich auf einem Carry-over aus belasteten Futtermitteln

D ( ) Die optimale Bildungstemperatur für OTA liegt bei 30 — 40°C.

 

Endemische Balkan-Nephropathie (BEN)

21.) Welcher Zusammenhang besteht mit Ochratoxin A?

A ( ) Es besteht kein Zusammenhang

B ( ) Eigentliche Ursache ist die Belastung mit Aristolochiasäuren

C ( ) Ochratoxin A ist ursächlich verantwortlich für BEN

D ( ) BEN wird durch Aflatoxine verursacht

 

22.) Welche der folgenden Aussagen sind richtig?

(1) Bakterielle AB-Toxine wirken im Zytosol eukaryonter Zielzellen

(2) AB-Toxine sind von ihrer chemischen Struktur her Lipopolysaccharide.

(3) Das Cholera-Toxin wirkt als Enzym im Inneren von Enterozyten.

(4) Alle bekannten AB-Toxine bilden Poren in der Zytoplasmamembran von Säugetierzellen, was zu einer Lyse der betroffenen Zellen führt.

(5) Bakterielle AB-Toxine können ihre eukaryonten Zielzellen auch in Abwesenheit der Toxin-produzierneden Bakterien schädigen.

(A) 1 und 5 sind richtig

(B) 2 und 4 sind richtig

(C) 1, 3 und 5 sind richtig

(D) 2, 3 und 4 sind richtig

(E) 1-5 = alle sind richtig

 

23.) Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

(1) Botulinum Neurotoxine (BoNTs) sind ADP-Ribosyltransferasen.

(2) Botulinum Neurotoxine (BoNTs) sind Proteasen.

(3) Bei Säuglingen kann Botulismus durch eine Aufnahme von Sporen von Clostridium botulinum in den Darm ausgelöst werden.

(4) Botulinum Neurotoxine (BoNTs) hemmen die Freisetzung von Acetylcholin aus motorischen Neuronen

(5) Beim Botulismus handelt es sich um eine spastische Muskellähmung.

(A) 1 und 5 sind richtig

(B) 2 und 4 sind richtig

(C) 1, 3 und 5 sind richtig

(D) 2, 3 und 4 sind richtig

(E) 1-5 = alle sind richtig

 

24.) Welche der folgenden Bakterientoxine lösen eine sekretorische Diarrhö aus?

(1) Enterotoxin B von Staphylococcus aureus

(2) Cholera-Toxin

(3) Hitzestabiles Enterotoxin von E. coli

(4) Hitzelabiles Enterotoxin von E. coli

(5) Enterotoxin von E. coli (ETEC)

(A) 1 und 5 sind richtig

(B) 2 und 4 sind richtig

(C) 1, 3 und 5 sind richtig

(D) 2, 3 und 4 sind richtig

(E) 1-5 = alle sind richtig

 

25.) Artikel 14 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 (Basis-VO) verbietet nicht sichere Lebensmittel in der Verkehr zu bringen. Nicht sichere Lebensmittel im Sinne des Art. 14 sind:

a) gesundheitsschädliche Lebensmittel

b) für den Verzehr durch den Menschen ungeeignete Lebensmittel

c) beides

 

Was verbietet § 5 LFGB davon abweichend hinsichtlich welcher Lebensmitteln?

d) das Inverkehrbringen

e) das Herstellen und Behandeln

f) beides

g) von Lebensmitteln mit der Folge, dass ihr Verzehr gesundheitsschädlich ist

h) von für den Verzehr durch den Menschen ungeeigneten Lebensmitteln

i) für beide Arten von Lebensmitteln

 

26.) Die Lebensmittel-Hygiene Verordnung VO (EG) Nr. 852/2004 definiert in Artikel 2 Lebensmittelhygiene als Maßnahmen und Vorkehrungen, die notwendig sind, um Gefahren unter Kontrolle zu bringen. Gefahr wird in Art. 3 Nr. 14 der VO (EG) Nr. 178/2002 definiert als:

a) Risiko

b) Bedrohung

c) ein biologisches, chemisches oder physikalisches Agens in einem Lebensmittel oder Futtermittel oder einen Zustand eines Lebensmittels oder Futtermittels, der eine Gesundheitsbeeinträchtigung verursachen kann.

 

Überwachungsmaßnahmen für Erzeugnisse im Sinne des Gesetzes werden in welchen Paragraphen des LFGB und welcher EG-Verordnung geregelt?

a) §§ 1- 12

b) §§ 38 — 49

c) §§ 53- 57

d) VO (EG) Nr. 178/2002

e) VO (EG) Nr.882/2004

f) VO (EG) Nr. 396/2005

 

27.) Anders als § 40 LFGB sieht Artikel 10 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 (Basis-VO) eine Information der Öffentlichkeit bei hinreichendem Verdacht auf welche Tatbestände vor?

a) Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier durch Lebens- oder Futtermittel

b) Risiken für die menschliche Gesundheit durch ein kosmetisches Mittel oder einen Bedarfsgegenstand

c) Verstöße gegen den Täuschungsschutz

d) Zum Verzehr ungeeignete Lebensmittel

e) alle

 

28.) Welche toxikologisch bedenklichen Stoffe werden bei der thermischen Behandlung von Lebensmitteln gebildet?

o Acrylamid.

o Aflatoxin Bl.

o Nitrosamine.

o Dioxine.

 

29.) Kreuzen Sie die richtige(n) Aussage(n) zu Acrylamid an.

o Acrylamid wirkt direkt genotoxisch, indem es selbst DNA-Addukte ausbildet.

o Acrylamid wird als genotoxisch eingestuft, da sein Metabolit Glycidamid DNA-Addukte bildet.

o Die Bildung von Mercaptursäuren (AAMA, GAMA) sind wesentliche Entgiftungsreaktionen.

o Acrylamid-Hämoglobinaddukte sind Biomarker der Wirkung.

 

30.) Kreuzen Sie die falsche(n) Aussage(n) zu Nitrosaminen an.

o N-Nitrosamine verursachen nur Lebertumoren.

o N-Nitrosamine zeigen abhängig ihrer Struktur eine ausgeprägte Organotropie.

o Über 90% der getesteten N-Nitrosamine sind nicht kanzerogen.

o Die metabolische Aktivierung von N-Nitrosaminen erfolgt über CYP450 Enzyme.

 

31.) Weiche Aussagen zu Safrol, Methyleugenol und Estragol treffen zu?

o Für Safrol, Methyleugenol und Estragol muss ein ADI-Wert abgeleitet werden, um die Verbraucher zu schützen.

o Während des Stoffwechsels werden proximale Kanzerogene gebildet, die mit Makromolekülen reagieren können

o Safrol, Methyleugenol und Estragol verursachen im Tierversuch Lebertumore.

o Safrol, Methyleugenol und Estragol werden durch 0-Demethylierung zum ultimalen Kanzerogen metabolisiert.

o Safrol, Methyleugenol und Estragol sind genotoxische Kanzerogene.

 

32.) Furocumarine wie 5-MOP und 8-MOP

o werden in Pastinaken und Sellerie in Abhängigkeit von den Lager- und Kultivierungsbedingungen gebildet.

o finden sich in gleich bleibend hohen Konzentrationen in Pastinaken und Sellerie.

o sind phototoxisch.

o binden unter UVA Bestrahlung an DNA, Proteine und Lipide.

o können hormonelle Wirkungen auslösen.

 

33.) Welche Aussagen zu Cumarin treffen zu?

o Tumorinduktion tritt in Folge von Toxizität im Zielorgan auf.

o Cumarin wird beim Menschen bevorzugt 3-hydroxyliert.

o Cumarin wird beim Menschen bevorzugt 7-hydroxyliert.

o Cumarin ist ein genotoxisches Kanzerogen.

o Der Einfluss der Lebensmittelmatrix von Zimt auf die Bioverfügbarkeit von Cumarin ist gering.

 

34.) Welche Eigenschaften müssen TEQ-Verbindungen besitzen (notwendig und hinreichend)? Sie...

O besitzen strukturelle Ähnlichkeit mit 2,3,7,8-TCDD

O binden an den Ah-Rezeptor

O sind in der Umwelt und im Organismus ,persistent'

O verursachen beim Menschen Chlorakne

O weisen eine ähnliche Toxizität auf wie 2,3,7,8-TCDD

O werden in Lebensmitteln häufig nachgewiesen

 

35.) Über welche Rezeptoren wirken NDL-PCBs hauptsächlich?

O LDL-Rezeptor

O CAR

O AhR

O PXR

O PPARs

O ER

O AR

 

36.) Zu den Genen der sog. AhR-Genbatterie zählen

O CYP2C19

O CYP1A2

O GST pi

O NQO1

O UGT 1A6

O CYP2B1

 

37.) Die Prävalenz von NM-Allergien hängt auch vom Lebensalter ab:

a) 25% aller Erwachsenen sind von NM-Allergien betroffen

b) Sie treten häufiger in den ersten Lebensjahren auf

c) Sie betreffen 2-3% der Erwachsenen

d) Sie nehmen mit zunehmendem Alter zu

 

38.) Welche Aussagen treffen zu:

a) NM-Intoleranzen werden definiert als nicht immunologisch bedingte NM-Unverträglichkeiten.

b) Zöliakie ist keine immunmediierte Enteropathie.

c) Histaminintoleranz wird durch Überproduktion des Enzyms Diaminooxidase verursacht.

d) die Laktoseintoleranz ist bei Erwachsenen die häufigste Form von NM-Unverträglichkeiten in westlichen Ländern

 

39.) Welche Aussage ist falsch:

a) NM-Allergien sind immunologische Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Bestandteilen der Nahrung

b) NM-Allergene können Proteine oder Lipide sein.

c) Die genetische Disposition erhöht das Allergierisiko.

d) Pollenassoziierte NM-Allergien werden durch Kreuzreaktionen mit NM-Allergenen ausgelöst.

 

40.) Welche Aussagen zu Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind richtig?

o NEM werden in dosierter Form in lebensmitteluntypischen Daneichungsformen wie z.B. als Kapseln aufgenommen.

o NEM fallen unter die Novel-Food Verordnung.

o NEM sind keine Nährstoffkonzentrate.

o NEM sind als Arzneimittel klassifiziert.

o NEM enthalten Angaben zu den empfohlenen täglichen Verzehrmengen.

o Für NEM besteht Registrierungspflicht beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

 

41.) Nahrungsergänzungsmittel mit isolierten Isoflavonen werden als Alternative zur Hormontherapie gegen Wechseljahrsbeschwerden angeboten. Welche Wirkungen könnten deren Anwendung limitieren.

o Genistein wirkt als Topoisomrasegift in vitro.

o Genistein-angereichertes Futter führt zu einem verstärkten Wachstum der N-Methylnitrosoharnstoff-induzierten Brusttumore in ovarektomierten Ratten.

o Es besteht ein Zusammenhang zwischen erhöhtem Risiko zur Kropfbildung und dem Verzehr von Soja-reichen Lebensmitteln bei gleichzeitigem Jodmangel.

o Genistein induziert Mikrokerne in V79-Zellen in vitro.

o Genistein erwies sich als potentes Mutagen im Ames Test an verschiedenen Salmonella Stämmen mit und ohne metabolischer Aktivierung (S9-Mix).

 

42.) Welche toxikologisch relevanten Inhaltsstoffe kommen in Nahrungsergänzungsmitteln basierend auf Rotschimmelreis vor?

o Aflatoxine

o Ochratoxin A

o Citrinin

o Patulin

o Monacoline

o Fumonisine

 

Lebensmitteltoxikologie 2014

1.      Symptome Tetrodotoxin und Toxizitätsmechanismus

2.      Symptome DSP-Intoxikation und welches Toxin

3.      Wirkung der Trichothene im Organismus

4.      Unterschiede im Pathomechanismus von Lebensmittelallergien im Vergleich zu Lebensmittelintoxikationen

5.      Drei Lebensmittel, die bei Kindern schwere allergische Reaktionen auslösen

6.      Toxizität von Carbamaten

7.      Toxizität von Pyrethroiden

8.      Zwei Ziele des Rückstandskontrollplans

9.      Zwei pharmakologisch wirksame Stoffgruppen, die als Rückstände in tierischen Lebensmitteln nicht vorkommen dürfen

10.  Welche Art Lebensmittelvergiftung lösen Botulinumtoxine aus

11.  Gesundheitliche Störungen von beta-Lactam-Antibiotika-Rückständen

12.  Toxische Wirkungen perfluorierter Tenside

13.  Symptome einer Dioxinintoxikation

14.  Toxizitätsmechanismus Dioxine/Furane

15.  Warum haben Isoflavone östrogene und antiöstrogene Wirkung

16.  Bedeutung der Biotransformation der Phytoöstrogene für die biologische Aktivierung  und wichtige Metabolismuswege der Isoflavone und Lignane

17.  Was versteht man unter dem Begriff „Nanopartikel“

18.  Müssen Nanopartikel in Lebensmitteln gekennzeichnet werden und wenn ja, wie.

 

Lebensmitteltoxikologie 2015

Die Klausur dauert 60 Minuten. Bitte kreuzen Sie die richtige/n Antwort/en an:

 

1.)        Welches von den aufgeführten PSP-Toxinen hat den Toxizitätsfaktor 1,0 und damit eine besonders hohe Toxizität ?

ƒ       das N-Sulfocarbamoyltoxin C 2

ƒ       das Carbamattoxin Saxitoxin (STX)                                               

ƒ       das Decarbamoyltoxin Decarbamoylsaxitoxin (dc-STX)

ƒ       das Carbamattoxin Gonyautoxin 3 (GTX 3)

ƒ       das N-Sulfocarbamoyltoxin B 1

2.)        Die Wirkung des ASP-Toxins Domoinsäure beruht auf:

ƒ       einer Blockade von Na +- Kanälen

ƒ       einer Bindung an Ca 2+- Kanäle

ƒ       einer Bindung an Glutamat-Rezeptoren                                         

ƒ       auf einer Hemmung der Proteinphosphatasen

ƒ       auf einer Hemmung der Cholinesterase

 3.)       Die aufgeführten Symptome treten bei einer Vergiftung mit Ciguatera-Toxinen auf, jedoch nur eines dieser Symptome ist charakteristisch für Ciguatera Fish Poisoning (CFP) –Toxine. Welches?

ƒ       Durchfall

ƒ       Muskelschwäche, Lähmungen

ƒ       Prickeln und Brennen auf der Haut 

ƒ       verändertes Temperaturempfinden                          

4.)        Metalle: Kreuzen Sie die richtige/n Antwort/en an.

       Die Hauptzielorgane der durch anorganisches Arsen-vermittelten Kanzerogenese sind die Haut, die Lunge und die Blase.

       Terrestrischen Lebensmittel enthalten in der Regel mehr Arsen als marine Lebensmittel.

       Methylquecksilber wirkt neurotoxisch und anorganische Quecksilberverbindungen wirken nephrotoxisch.

       Der Metabolismus von anorganischem Arsen beim Menschen umfasst die Reduktion von Arsenat zu Arsenit und seine anschließende Methylierung.

       Cadmium ist ein redoxaktives Metall und kann daher oxidativen Stress induzieren.

       Die Hauptzielorgane der Nickel-vermittelten Toxizität sind das Gehirn und die Leber.

5.)        Welches der aufgeführten Toxine besitzt eine Proteaseaktivität?

ƒ       Choleratoxin

ƒ       Botulinum-Neurotoxine

ƒ       Shigatoxin

ƒ       Hitzelabiles Enterotoxin

ƒ       Hitzestabiles Enterotoxin

6.)        Bei welcher der aufgeführten Substanzen handlet es sich um ein bakterielles Toxin vom AB-Typ?

ƒ       alpha-Toxin von Staphylococcus aureus

ƒ       LPS von Gram-negativen Bakterien

ƒ       Superantigene

ƒ       Hitzelabiles Enterotoxin

ƒ       Hitzestabiles Enterotoxin

           

7.)        Acrylamid: Kreuzen Sie die richtige/n Antwort/en an.

ƒ       Das Acrylamid-Addukt mit endständigem Valin im Hämoglobin wird als Biomarker für Kurzzeit-Expositionen benutzt

ƒ       Acrylamid wird metabolisch zu Acrylnitril aktiviert

ƒ       Acrylamid wird metabolisch zu Glycidamid aktiviert

ƒ       Die Aktivierung erfolgt durch CYP2E1

ƒ       Mercaptursäuren von Acrylamid und Glycidamid werden als Biomarker für Langzeitexposition genutzt

 

8.)        Acrolein: Kreuzen Sie die richtige/n Antwort/en an.

ƒ       Zählt zu den gesättigten Carbonylverbindungen

ƒ       Wird über die Aldehyddehydrogenase zu Acrylsäure metabolisiert

ƒ       Wird mit Glutathion konjugiert und als Merkaptursäuren ausgeschieden

ƒ       Merkaptursäuren können sehr gut im Plasma bestimmt werden

 

9.)        Das Signalwertkonzept: Kreuzen Sie die richtige/n Antwort/en an.

ƒ       wurde vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit entwickelt

ƒ       beruht auf gesetzlichen Grundlagen zur kontinuierlichen, schrittweisen Absenkung der Acrylamid-Gehalte in Lebensmitteln

ƒ       in den jeweiligen Warengruppen werden die am höchsten belasteten Produkte identifiziert

ƒ       der unterste Acrylamid-Wert von 20 Prozent der am höchsten belasteten Lebensmittel wird dann als Signalwert festgelegt

ƒ       der Signalwert ist für alle Warengruppen gleich hoch

 

10.)      Welche Aussagen über Nahrungsergänzungsmittel (NEM) auf Sojabasis sind richtig?

ƒ       Sie werden als Alternative zur Hormontherapie gegen Wechseljahrsbeschwerden angeboten.

ƒ       Die Gruppe der Isoflavone  ist für die phytoestrogene Wirkung  verantwortlich.

ƒ       Die Gruppe der Flavone  ist für die phytoestrogene Wirkung verantwortlich.

ƒ       Es wurde ein Zusammenhang zwischen erhöhtem Risiko zur Kropfbildung und Verzehr von Soja-haltigen Lebensmitteln bei gleichzeitigem Jodmangel gezeigt.

ƒ       NEM auf Sojabasis sind derzeit gut untersucht, weshalb ein Risiko für den Menschen ausgeschlossen werden kann.

 

11.)      Welche Aussagen über Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind richtig:

ƒ       NEM sind Lebensmittel, die dazu bestimmt sind die Ernährung zu ergänzen.

ƒ       NEM dienen zur Therapie von Krankheiten.

ƒ       NEM werden  dosiert in lebensmitteluntypischen Darreichungsformen vermarket.

ƒ       Funktionelle Lebensmittel werden den NEM zugeordnet.

ƒ       Für NEM besteht eine Registrierungspflicht beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

 

12.)      Welche toxikologisch relevanten Inhaltsstoffe kommen in Nahrungsergänzungsmitteln basierend auf Rotschimmelreis vor?

ƒ       Aflatoxine

ƒ       Fumonisine

ƒ       Ochratoxin A

ƒ       Citrinin

ƒ       Patulin

ƒ       Monacoline

 

13.)      Welche in pflanzlichen LM natürlich vorkommende Stoffe sind von toxikologischer Relevanz?

ƒ       Heterozyklische Amine

ƒ       Phenylpropanoide

ƒ       Cyanogene Glykoside

ƒ       Morphin

ƒ       Benzo[a]pyren

 

14.)      Wie werden Methyleugenol, Estragol und Safrol aktiviert?

ƒ       CYPs + Oxidation     

ƒ       Epoxidierung

ƒ       CYPs + SULTs

ƒ       O-Acetylierung

ƒ       CYPs + Glucuronidierung

 

15.)      Welches Konzept wird für das Risk Assessment von Methyleugenol angewendet?

ƒ       ADI

ƒ       TDI

ƒ       PMTWI

ƒ       MoE

ƒ       TTC

ƒ       MoS

 

16.)      Welche Aussagen treffen zu?

ƒ       NM-Intoleranzen werden definiert als nicht immunologisch bedingte NM-Unverträglichkeiten.

ƒ       Zöliakie ist keine immunmediierte Enteropathie.

ƒ       Histaminintoleranz wird durch Überproduktion des Enzyms Diaminooxidase verursacht.

ƒ       Die primäre Laktoseintoleranz ist genetisch determiniert. 

 

17.)      Welche Aussage ist falsch?

ƒ       NM-Allergien sind immunologische Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Bestandteilen der Nahrung.

ƒ       NM-Allergene können Proteine oder Glykoproteine sein.

ƒ       Für NM-Allergien gibt es nun eine zugelassene allergenspezifische             Immuntherapie.

ƒ       Pollenassoziierte NM-Allergien werden durch Kreuzreaktionen mit NM-Allergenen ausgelöst.

 

18.)      Die Prävalenz von NM-Allergien hängt auch vom Lebensalter ab:

a.       25% aller Kinder sind von NM-Allergien betroffen

b.      Sie treten häufiger in den ersten Lebensjahren auf

c.       Sie betreffen 2-3% der Erwachsenen

d.      Sie nehmen mit zunehmendem Alter zu

ƒ       Antwort a und c sind richtig

ƒ       Antwort a und d sind richtig

ƒ       Antwort b und c sind richtig

ƒ       Antwort b und d sind richtig

 

19.)      Zu welchen Endpunkten müssen für die toxikologische Bewertung von Stoffen, die in Lebensmittelkontaktmaterialien verwendet werden sollen, Untersuchungen durchgeführt werden?

ƒ       Gentoxizität

ƒ       Akkumulationspotential

ƒ       Toxizität bei wiederholter Verabreichung

ƒ       biologische Abbaubarkeit

ƒ       akute Algentoxizität

           

20.)      Bei welchen Schwellenwerten werden für einen Antrag auf Zulassung eines neuen Stoffes zur Verwendung in der Herstellung von Kunststoffen für den    Lebensmittelkontakt weitere toxikologische Daten wie Toxizität bei wiederholter Verabreichung (90-Tage / subchronische Studie) oder Kanzerogenitätsstudie nötig?

ƒ       Migration > 0,05 mg/kg Lebensmittel

ƒ       Migration > 0,5 mg/kg Lebensmittel

ƒ       Migration > 5 mg/kg Lebensmittel

ƒ       Migration > 10 mg/kg Lebensmittel

ƒ       Migration > 100 mg/kg Lebensmittel

 

21.)      Welche Parameter beeinflussen die Migration von Substanzen aus Kunststoff, der in Kontakt mit Lebensmitteln steht?

ƒ       Polymertyp

ƒ       Molekulargewicht der Substanz

ƒ       Lebensmittelart

ƒ       Konzentration der Substanz im Polymer

ƒ       Dauer des Kontaktes zwischen Kunststoff und Lebensmittel

ƒ       Temperatur des Kontaktes zwischen Kunststoff und Lebensmittel

ƒ       Lipophilie (log Pow) der Substanz

 

22.)      Aflatoxine: Welche Tumoren werden im Tierversuch nach chronischer Aufnahme von Aflatoxin B1 hauptsächlich diagnostiziert?

ƒ       Lebertumoren

ƒ       Lungentumoren

ƒ       Melanome

ƒ       Magenkarzinome

 

23.)      Ochratoxin A (OTA): Welche Aussagen sind zutreffend?

ƒ       OTA verursacht chronisch in Versuchstieren hauptsächlich Nierentumoren

ƒ       Mechanistisch wirkt OTA über eine Adduktbildung mit DNA-Basen

ƒ       Die Belastung tierischer Lebensmittel beruht hauptsächlich auf einem

ƒ       Carry-over aus belasteten Futtermitteln

ƒ       Die optimale Bildungstemperatur für OTA liegt bei 30 – 40°C.

 

24.)      Patulin: Welche Aussagen sind zutreffend?

ƒ       Die Patulin-Belastung von Apfelsäften lässt sich durch Pasteurisierung senken

ƒ       Patulin reagiert gut mit Thiolgruppen einiger Enzyme

ƒ       Für den sicheren Verzehr reicht es aus, Patulin-befallene Stellen in Äpfeln großzügig zu entfernen

ƒ       Die Vergärung von Apfelsäften beeinflusst den Patulin-Gehalt nicht

 

25.)      Welche Eigenschaften müssen für ein neues Arzneimittel als Voraussetzung für die Erteilung der Verkehrsfähigkeit nachgewiesen werden?

ƒ       (Pharmazeutische) Qualität

ƒ       guter Geschmack/Geruch

ƒ       Wirksamkeit

ƒ       Fehlen von Neben- und Wechselwirkungen

ƒ       Sicherheit

 

26.)      Nennen Sie die Zweckbestimmung von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) gemäß der NemV und nennen Sie die prinzipielle Zielgruppe!

FREITEXT

 

27.)      Durch welches Merkmal (laut NemV) sind NEM für den Verbraucher auf den ersten Blick schwierig von Arzneimitteln zu unterscheiden?

FREITEXT

 

28.)      Der UL (tolerable upper intake level) für einzelne Nährstoffe (Vitamine bzw. Mineralstoffe) ist anzusehen als…

ƒ       sichere Obergrenze für die chronische tägliche Aufnahme eines Vitamins bzw. Mineralstoffs aus allen Quellen

ƒ       Zufuhrempfehlung für die tägliche Aufnahme eines Vitamins bzw. Mineralstoffs aus allen Quellen

ƒ       Höchstmenge für die chronische tägliche Zufuhr eines Vitamins bzw. Mineralstoffs aus einem einzelnen Produkt (z. B. Nahrungsergänzungsmittel)

ƒ       sichere Obergrenze für die akute Aufnahme eines Vitamins bzw. Mineralstoffs aus allen Quellen pro Tag.

 

29.)      Welche Symptome können im Rahmen einer Selenose (Selenvergiftung über Verzehr von Lebensmitteln mit toxischen Selenkonzentrationen) auftreten?

ƒ       Nagelveränderungen, Ausfall der Nägel

ƒ       Ausatemluft mit Knoblauchgeruch

ƒ       Haarausfall

ƒ       Hautausschläge, Hautläsionen

 

30.)      Welche Aussagen treffen zu?

ƒ       Der UL (tolerable upper intake level) kann durch Anwendung entsprechender Unsicherheitsfaktoren (UFs) aus NOAEL-  bzw. LOAEL-Werten abgeleitet werden.

ƒ       Die Gesamtzufuhr eines Vitamins (über konventionelle Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und angereicherte Lebensmittel) sollte den UL für das Vitamin nicht übersteigen.

ƒ       Der UL kann nicht unterhalb der Zufuhrempfehlung für die tägliche Aufnahme eines Nährstoffs liegen.

ƒ       Der NOAEL entspricht der niedrigsten Aufnahme einer Substanz (oder experimentell verabreichten Dosis), bei der eine unerwünschte Wirkung beobachtet wurde.

                       

31.)      In welchem Verhältnis steht nationales (deutsches) Recht zu den Vorschriften der EU?

ƒ       Es gilt der Vorrang des nationalen Rechts. Dieses ist immer vorrangig anzuwenden.

ƒ       Für alle EU-Rechtsakte mit verbindlicher Wirkung gilt der Vorrang des EU-Rechts. Die Mitgliedstaaten dürfen keine nationale Rechtsvorschrift anwenden, die im Widerspruch zum EU-Recht steht.

ƒ       Nur das europäische Primärrecht (Verträge) ist vorrangig anzuwenden. Ansonsten sind EU-Rechtsakte und nationale Vorschriften nebeneinander anzuwenden.

 

32.)      Art. 18 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 zur Festlegung der allgemeinen Grundsätze und Anforderungen des Lebensmittelrechts (sog. Basis-Verordnung)

ƒ       regelt die Mindeststandards der Rückverfolgbarkeit

ƒ       enthält detaillierte Vorgaben zur Einrichtung von Systemen und Verfahren zur Rückverfolgbarkeit

ƒ       verlangt eine Rückverfolgbarkeit des Erzeugnisses bis zum Endverbraucher

ƒ       enthält (Detail-)Vorgaben zur Dokumentation des innerbetrieblichen Ablaufs

 

33.)      Art. 19 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 zur Festlegung der allgemeinen Grundsätze und Anforderungen des Lebensmittelrechts (sog. Basis-Verordnung) verlangt einen Rückruf

ƒ       zwingend nur bei Verstößen gegen die in der Verordnung  (EG) Nr. 2073/2005 festgelegten mikrobiologischen Kriterien für Lebensmittel (LM)

ƒ       wenn ein LM den Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit nach Art. 14 Basis-VO nicht entspricht und den Verbraucher bereits erreicht haben könnte

ƒ       grundsätzlich nur vom Einzelhandel, nicht aber vom Hersteller eines Lebensmittels.

 

34.)      Welche Reaktion(en) im Phase I und II Metabolismus tragen zur Aktivierung von heterozyklischen aromatischen Aminen (HAA) bei?

ƒ       Oxidation mit Hilfe von CYP1A2

ƒ       Reduktion mit Hilfe von CYP1A2

ƒ       Sulfonierung

ƒ       Glucuronidierung

ƒ       Acetylierung

 

35.)      Kreuzen Sie bitte die richtigen Aussage(n) an!

ƒ       N-Nitrosoverbindungen gehören zu den potentesten bekannten Karzinogenen

ƒ       Nitrosamide zeigen keine lokale Wirkung

ƒ       Nitrosamine haben ausgeprägte Organspezifität

ƒ       Nitrosamide haben ausgeprägte Organspezifität

ƒ       Wirkung von Nitrosoverbindungen ist unabhängig von der Struktur

 

36.)      Welche N-Nitrosoverbindungen sind flüchtig?

ƒ       N-Nitrosopiperidin (NPIP)

ƒ       N-Nitrosohydroxyprolin (NHPRO)

ƒ       N-Nitrosodimethylamin (NDMA)

ƒ       N-Nitrosoprolin (NPRO)

ƒ       N-Nitrososarkosin (NSAR)

 

37.)      TCDD:

ƒ       ist eine hauptsächlich industriell hergestellte Umweltkontaminante

ƒ       tritt seit der industriellen Revolution in Böden auf

ƒ       ist schon deshalb ein hochtoxisches Kongener, weil es Chlor enthält

ƒ       ist nur deshalb ein hochtoxisches Kongener, weil es an Position 2,3,7 und 8 chloriert ist

ƒ       war in Agent Orange enthalten

 

38.)      Die leberkanzerogene Wirkung von TCDD beruht auf:

ƒ       Mutagenität

ƒ       dauerhafter Aktivierung des Rezeptors CAR

ƒ       Freisetzung von atomarem Chlor (Cl.)

ƒ       Hemmung der Apoptose präneoplastischer Zellen

ƒ       Förderung der Proliferation präneoplastischer Zellen

 

39.)      Polychlorierte Biphenyle:

ƒ       werden in dioxinähnliche und nicht-dioxinähnliche eingeteilt

ƒ       sind immer ortho-substituiert

ƒ       kommen nur in Milchprodukten vor

ƒ       sind z.T. mit TEFs belegt

ƒ       wurden industriell in großem Umfang hergestellt

 

40.)      Der Margin of Exposure Ansatz:

ƒ       vergleicht eine Benchmark-Dose mit einer letalen Dosis

ƒ       vergleicht eine Benchmark-Dose mit einer mittleren Belastung des Menschen

ƒ       ist nur auf gentoxische Kanzerogene anwendbar

ƒ       berechnet ein Krebsrisiko in zusätzlichen Krebstoten/1 Million Exponierter

ƒ       dient auch der Risikokommunikation

 

41.)      Das TTC-Verfahren:

ƒ       basiert auf der Struktur einer chemischen Verbindung

ƒ       ist ein typisches ‚read-across‘ – Verfahren

ƒ       sollte auch angewandt werden, wenn relevante Tox-Daten vorliegen

ƒ       ist bei der Bewertung der Gentoxizität/Kanzerogenität nicht auf alle Stoffe anwendbar

ƒ       basiert eigentlich auf einem Zusatzrisiko von 1 in einer Million

 

42.)      Bedarfsgegenstände sind:

ƒ       Haarteile

ƒ       Augentropfen

ƒ       Halskette

ƒ       Kartoffelchips-Verpackung

ƒ       Zahnseide

 

 

Lebensmitteltoxikologie 2019

Welches Konzept für das Risk assessment von Ethylcarbamate?

- MoS

- TDI

- MoE

- TTC

- ...

 

Welches der aufgeführten Toxine hat den Toxizitätsfaktor 1,0 und damit eine besonders hohe Toxizität

- Carbamattoxin Gonyautoxin

- Carbamattoxin Saxitoxin

- ...

 

Toxische Wirkung des ASP-Toxins Domoinsäure beruht auf

- Blockade von Natrium-Kanälen

- Bindung an Ca2+-Kanäle

- Bindung an Glutamat-Rezeptoren

- ...

 

Charakteristisches Symptom bei der Vergiftung mit Ciguatera-Toxin

- Durchfall 

- Muskelschwäche, Lähmungen 

- Prickeln und Brennen auf der Haut

- verändertes Temperaturempfinden

 

Das Signalwertkonzept

- wurde vom BVL entwickelt

- beruht auf einer gesetzlichen Grundlage zur kontinuierlichen Absenkung von Acrylamid in Lebensmitteln

- in der jeweils höchsten Warengruppe werden die am höchsten belasteten Produkte identifiziert

- der unterste Acrylamidwert von 40 % der am höchsten belasteten Lebensmitteln wird als Signalwert festgelegt

 

Welche in Pflanzen natürlich vorkommenden Stoffe sind toxikologisch relevant?

- Cyanogene Glycoside

- Phenylpropanoide

- Heterocyclische Amine

- ...

 

Wie werden Methyleugenol, Estragol und Safrol aktiviert?

 

Welche Tumore werden nach chronischer Aufnahme von Aflatoxin B1 hauptsächlich diagnostiziert?

- Lungentumore

- Lebertumore

- Melanone

- ...

 

Welche Aussagen treffen zu Ochratoxin A zu?

- Ochratoxin A verursacht hauptsächlich Nierentumore

- die Belastung tierischer Lebensmittel beruht vor allem auf einem Carry-over aus belasteten Futtermitteln

- ...

 

Welche Eigenschaften müssen Arzneimittel als Voraussetzung für die Erteilung der Verkehrsfähigkeit nachgewiesen werden?

- Qualität

- keine Nebenwirkungen

- Sicherheit

- Wirksamkeit

 

Welche Symptome können bei einer Selenose auftreten?

- Nagelveränderungen und -ausfall

- Haarausfall

- Hautauschläge

- Atemluft mit Knoblauchgeruch

 

Glyphosat ist ein

- Insektizid

- Totalherbizid

- ...

 

Glyphosat hemmt

- Shikimisäureweg

- ...

 

Welche Stoffe können gleichzeitig Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel?

- Hyaluronsäure

- Penicillin

- Vitamin D

- Vitamin C

- Selen

 

Welche Mykotoxinmetabolite sind im menschlichen Urin nachweisbar?

 

Definition Funktionelle Lebensmittel und relevante Verordnungen?

 

Aussagen zu Nahrungsergänzungsmitteln

 

Aussagen zu Botulinumtoxin

 

Welche Enterotoxine lösen Durchfälle aus?

 

Definition UL (tolerable upper intake level)

 

Definition kosmetische Mittel

 

Aussagen zu kosmetischen Mitteln bzgl. Penetration der Haut für systemische Wirkung, Tierversuchen etc.

 

Metabolisierung von Acrolein

 

Definition NOAEL und LOAEL

 

Definition Bedarfsgegenstände

 

Aussagen zu Trennung von Risikobewertung und –management?

 

Aussagen zu Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten

 

Welche Aufgaben haben Bundesländer bei der Lebensmittelsicherheit?

 

Sind Rückstände von Tierarzneimitteln in Deutschland ein Problem?

 

Abgrenzung von Bioziden vs Pflanzenschutzmitteln

 

 

Offene Fragen:

 

Toxikologischer Unterschied zwischen anorganischen und organischen Arsenverbindungen? Warum ist die Expositionsabschätzung schwierig?

 

Beispiele für diffusen Eintrag von Arzneimitteln in Umwelt und Maßnahmen zur Reduzierung

 

Warum wurde der TDI für Cadmium von der EFSA abgesenkt?

 

Wirkmechanismus von Cadmium und Arsen?

 

Beispiel für Irreführung durch Kontaktmaterialien?

 

Definition NIAS und Beispiele

 

 

Lebensmitteltoxikologie 2020 (Karlsruhe; 26.-29. Mai 2020)

·         Wie wird der DTA-Wert errechnet?

·         Wie werden Grenzwerte für Mineralstoffe und Vitamine errechnet?

·         Lebensmittelüberwachung: Beschreiben Sie kurz die für das „Risiko“ relevante Aufgabentrennung auf Bundesebene.

·         Was versteht man unter endokrine Disruptoren?

·         Wie wird das Isoflavon Daidzein im menschlichen Körper metabolisiert und welche estrogene Aktivität besitzen die Metabolite im Vergleich zu Daidzein?

·         Beschreiben Sie die Eintragswege von MOSH und MOAH in Lebensmittel?

·         Was wird bei der Risikobewertung von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln unter dem Konzept der "substanziellen Äquivalenz" bzw. der "vergleichenden Bewertung" verstanden?

·         Was bedeutet der Begriff "history of safe use" im Kontext der vergleichenden Risikobewertung von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln?

·         Welche Organtoxizität ist besonders ausgeprägt beim Cadmium und warum?

·         Was unterscheidet anorganische von organischen Arsenverbindungen aus toxikologischer Sicht?

·         Beschreiben Sie die Aufgabe der Europäischen Behörde für Lebensmittel-sicherheit (EFSA) bei der Zulassung von Lebensmittelzusatzstoffen.

·         Aufgrund welcher physikalischen Eigenschaften von Nanopartikeln (im Vergleich zur ionischen Form) sollte die möglichen toxischen Wirkungen von Nanopartikeln in Lebensmitteln neu bewertet werden, was haben die physikalischen Eigenschaften zur Folge?

·         Müssen Nanopartikel in Lebensmitteln gekennzeichnet werden und wenn ja, wie?

·         Wie entstehen heterozyklische aromatische Amine und in welchen Organen können diese Substanzen Tumore hervorrufen?

·         Wie werden N-Nitrosamine zu einem mutagenen Metaboliten umgesetzt?

·         Welche toxischen Wirkungen können polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe hervorrufen?

·         Beschreiben Sie den Mechanismus der Toxizität von Pyrrolizidinalkaloiden.

·         Warum ist es schwieriger, die Bildung der 3-MCPD Ester zu vermeiden als dies bei Glycidylestern der Fall ist?

·         Welche Methoden werden für die analytische Bestimmung von Dioxinen und PCB eingesetzt?

·         Wie werden „lower bound-“ und „upper bound“-Gehalte bei polychlorierten Dibenzodioxinen und -furanen berechnet?

·         Nennen Sie drei Symptome einer Intoxikation mit polychlorierten Dibenzo-dioxinen und -furanen, die beim Menschen beobachtet worden sind.

·         Welche Vor- und Nachteile bietet die Flüssigchromatographie mit Tandem-Massenspektrometrie-Kopplung (LC-MS/MS) gegenüber dem Maus-Bioassay zur Bestimmung von marinen Biotoxinen in Schalentieren?

·         Weshalb wurde die Anwendung von Nitroimidazolen bei Lebensmittel-liefernden Tieren verboten?

·         Weshalb sind beim Einsatz von Aminoglykosid-Antibiotika bei Nutztieren lange Wartezeiten einzuhalten?

·         Wie unterscheidet sich die Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln im Fall von Verbrauchern und Arbeitern?

·         Beschreiben Sie den Wirkmechanismus von Organophosphaten und Carbamaten. Worin unterscheiden sich beide Substanzen bezüglich ihrer Wirkung?

·         Welches sind die Haupteintragspfade für Tier- bzw. Humanarzneimittel in die Umwelt und warum?

·         Warum findet man überhaupt Arzneimittelrückstände und ihre Metabolite in der Umwelt?

·         Nennen Sie jeweils zwei nützliche und zwei schädliche Eigenschaften filamentöser Pilze.

·         Erläutern sie mit jeweils einem Satz die 3 Kontaminationsarten, die üblicherweise zu einer Verunreinigung von Lebensmitteln mit Mykotoxinen führen können.

·         Warum kann Aflatoxin B1 genotoxisch und krebserregend wirken?

·         Erklären Sie die toxische Wirkung von Fumonisin B1 im Organismus.

·         Welche Unterschiede gibt es zwischen einer Lebensmittelinfektion und einer Lebensmittelintoxikation? Nennen Sie einen Erreger als Verursacher einer Lebensmittelinfektion und einen Erreger als Verursacher einer Lebensmittel-intoxikation.

·         Beschreiben Sie das Botulinumtoxin: Welche Funktionen üben die verschiedenen Komponenten dieses Toxins aus? Welches

 

Lebensmitteltoxikologie 2021 (Kaiserslautern)

Frage 1: Welche Charakteristika treffen auf Nahrungsergänzungsmittel zu?

·         Zulassung durch das BVL

·         lebensmitteluntypische Darreichungsformen

·         Linderung von Beschwerden

·         Verzehrempfehlung

·         Verfalldatum

Frage 2: Welche der genannten Stoffe sind prinzipiell sowohl als Arzneimittel als auch als Nahrungsergänzungsmittel verkehrsfähig??

·         Hyaluronsäure

·         Peniciliin

·         Selen

·         Vitamin C

·         Vitamin D

Frage3: Für welche der genannten Stoffe gibt es erlaubte Health Claims (gesundheitsbezogene Aussagen)?

·         Artischocke

·         Calcium

·         Cannabidiol

·         Chondroitin

·         Vitamin B12

 

Frage 4: Welche Antwortkombination trifft zu?

(1)   Die Botulinum-Neurotoxine sind Proteasen

(2)   Beim Kochen werden die Botulinum-Neurotoxine nicht zerstört

(3)   Bei den clostridialen Neurotoxinen wird eine Enzymdomäne in das Zytosol ihrer jeweiligen Zielzellen aufgenommen

(4)   Botulismus tritt ausschließlich dann auf, wenn das Bakterium Clostridium botulinum über verunreinigte Nahrung in den Körper gelangt

(5)   Botulinum-Neurotoxin hemmt die Freisetzung von Acetylcholin aus Neuronen an der motorischen Endplatte

Antwort:

·         1 und 5 sind richtig

·         2 und 4 sind richtig

·         1, 3 und 5 sind richtig

·         2, 3 und 4 sind richtig

·         1–5 = alle sind richtig

 

Frage 5: Welche Antwortkombination über bakterielle Toxine vom AB-Typ trifft zu?

(1)   Sie wirken im Inneren menschlicher oder tierischer Zellen

(2)   Chemisch betrachtete, handelt es sich dabei um Lipopolysaccharid (LPS).

(3)   Ihre zytotoxische Wirkung beruht darauf, dass sie Poren in der Zytoplasmamembran menschlicher oder tierischer Zellen bilden

(4)   Sie werden nur von Gram-negativen Bakterien produziert

(5)   Es sind Enzyme

Antwort:

·         1 und 5 sind richtig

·         2 und 4 sind richtig

·         1, 3 und 5 sind richtig

·         2, 3 und 4 sind richtig

·         1–5 = alle sind richtig

 

Frage 6: Bei welchen bakteriellen Kontaminanten handelt es sich um Proteine?

(1)   AB-Toxine

(2)   Endotoxine

(3)   Superantigene

(4)   Zellwandfragmente

(5)   Porenbildende Toxine

Antwort:

·         1 und 5 sind richtig

·         2 und 4 sind richtig

·         1, 3 und 5 sind richtig

·         2, 3 und 4 sind richtig

·         1–5 = alle sind richtig

 

Frage 7: Damit Pflanzenschutzmittelwirkstoffe in der EU in verwendet werden dürfen, muss…:

·         der Gebrauch vom Hersteller/Inverkehrbringer lediglich angezeigt werden

·         der Wirkstoff national oder zonal zugelassen werden

·         nichts weiteres vom Hersteller/Inverkehrbringer unternommen werden, solange der Wirkstoffnachweis erbracht wurde

·         der Wirkstoff von der EU-Kommission genehmigt sein (Positiv-Liste)

 

Frage 8: Glyphosat wirkt als…

·         Insektizid durch Acetylcholinesterasehemmung

·         Totalherbizid durch Hemmung der Gulonolactonoxidase

·         Totalherbizid durch Hemmung des Shikimisäurewegs

·         Bakterizid durch Hemmung der Zellwandsynthese

·         Fungizid durch Hemmung des Energiestoffwechsels in den Mitochondrien

 

Frage 9: Welche Aussagen treffen nicht zu?

·         Die Abgabe von glyphosathaltigen PSM an Privatleute ist seit 2016 verboten

·         Rückstandshöchstmengen (MRLs) sind toxikologische Grenzwerte

·         Glyphosat wird in Deutschland hauptsächlich für die Sikkation angewendet

·         Ist in einem Lebensmittel mehr als ein PSM-Rückständ nachweisbar, ist es per se in Deutschland nicht mehr verkehrsfähig

·         PSM und Biozidprodukte sind in der EU unterschiedlich reguliert

Frage 10: Welche in LM natürlich vorkommenden Stoffe sind von toxikologischer Relevanz?

·         Heterozyklische aromatische Amine

·         cyanogene Glykoside

·         Furocoumarine

·         cis-Platin

·         Benzo[a]pyren

 

Frage 11: Durch welche Enzyme werden Methyleugenol, Estragol und Safrol (allylische Phenylpropene) metabolisch aktiviert?

·         CYPs + Oxidation

·         Epoxidierung

·         CYPs + SULTs

·         O-Acetylierung

·         CYPs + Glucuronidierung

 

Frage 12: Wie werden Methyleugenol, Estragol und Safrol aktiviert?

·         CYPs + Oxidation

·         Epoxidierung

·         CYPs + SULTs

·         O-Acetylierung

·         CYPs + Glucuronidierung

 

Frage 13: Welches Konzept wird für das Risk Assessment von Ethylcarbamat angewendet?

·         ADI

·         TTC

·         MoS

·         TDI

·         MoE

 

Frage 14: Welche Tumoren werden im Tierversuch nach chronischer Aufnahme von Aflatoxin B1 hauptsächlich diagnostiziert?

·         Lebertumoren

·         Lungentumoren

·         Melanome

·         Magenkarzinome

 

Frage 15: Welche Aussagen zu Ochratoxin A (OTA) sind zutreffend?

·         Die meisten Meldungen für OTA im RASFF beziehen sich auf die Kategorie Obst und Gemüse.

·         Ochratoxin hat eine biologische Halbwertszeit von 24h

·         Die Belastung tierischer Lebensmittel beruht auf einem Carry-over aus belasteten Futtermitteln

·         OTA ist aufgrund seiner starken Bindung an Serumalbumin überwiegend in Blut nachweisbar

·         Für OTA gilt in der EU eine tolerierbare wöchentliche Aufnahme von 120 ng/kg bw*d

 

Frage 16: Welche Aussagen zu Fumonisinen sind zutreffend?

·         Fumonisin B1 wird vorwiegend als Fumonisin B1-3-glucuronid ausgeschieden

·         Eine hohe Fumonisinaufnahme führt zu einem geänderten Spinganin-Sphingosin-Verhältnis

·         Fumonisin B1 ist vorwiegend in Mais und Maisprodukten zu finden

·         Fumonisin B1 bindet bevorzugt an HSA

·         Fumonisin B1 verursacht in Pferden LEM (Leukoencephalomalacia)

 

Frage 17: Welche Aussagen über kosmetische Mittle sind richtig?

·         Kosmetische Mittel sind dazu bestimmt mit den äußerlichen Teilen des menschlichen Körpers in Berührung zu kommen.

·         Alle Produkte, die das Aussehen verändern, z. B. Perücken, künstliche Wimpern, sind kosmetische Mittel.

·         Kosmetische Mittel sind Stoffe oder Gemische, die Entzündungen heilen.

·         Die Verwendung von Farbstoffen, Konservierungsstoffe und UV-Filter ist durch Positivlisten in der EU Kosmetik-Verordnung geregelt.

 

Frage 18: Welche Aussagen zur toxikologische Prüfungen von Kosmetischen Mitteln sind richtig:

·         Für kosmetische Fertigprodukte und Bestandteile kosmetischer Mittel gilt das Tierversuchsverbot der EU.

·         Der Hen‘s Egg Test Chorio-Allantoic-Membrane (HET-CAM) ist ein OECD anerkanntes Prüfverfahren auf Augenreizung.

·         Das Testsystem der Keratinozytenaktivierung ist eine OECD-anerkannte Alternativmethode zur Bestimmung des allergenen Potentials von Kosmetischen Mittel bzw. von deren Inhaltsstoffen.

·         Toxikokinetische Studien inkl. dermaler Resorption sind Bestandteil des Prüfrahmens von kosmetischen Mitteln

 

Frage 19: Welche Aussagen zu der Thematik Bedarfsgegenstände mit Körperkontakt / Spielwaren sind richtig?

·         Bedarfsgegenstände sind Gegenstände, die dazu bestimmt sind, nur vorübergehend mit dem menschlichen Körper in Berührung zu kommen

·         Bedarfsgegenstände sind Gegenstände, die dazu bestimmt sind, nicht nur vorübergehend mit dem menschlichen Körper in Berührung zu kommen Nickel induziert eine allergische Reaktion des Typs I

·         Für Ledererzeugnisse, die mit der Haut in Berührung kommen gilt ein Verkehrsverbot, wenn ihr Gehalt an Chrom (VI) 3 mg/kg oder mehr beträgt.

·         In Spielzeugen für Kleinkinder (bis 36 Monate) darf eine Freisetzung von CMRStoffen nicht nachweisbar sein.

 

Frage 20: Welche der folgenden Behörden sind im Bereich der Lebensmittelsicherheit von Bedeutung?

·         EFSA

·         EDTA

·         BfR

·         BVB

·         BVL

 

Frage 21: Welche der folgenden Aussagen zu 3-Monochlorpropan-1,2-diol (3-MCPD) sind zutreffend?

·         3-MPCD ist eine hitzeinduzierte Kontaminante

·         3-MCPD und dessen Ester entstehen im Rahmen der Lebensmittelverarbeitung

·         Die Leber ist das primäre Zielorgan der MCPD-Toxizität

·         Die Konjugation mit Glucuronsäure ist der vorherrschende Metabolisierungsweg

·         3-MCPD besitzt eine potente genotoxische und kanzerogene Wirkung

 

Frage 22: Das „Margin of Exposure (MOE)”-Konzept…

·         berechnet das Risiko von 1 zusätzlichen Krebstoten pro 1 Million Menschen

·         wird für genotoxische und kanzerogene Lebensmittelkontaminanten angewendet

·         basiert auf BMDL-Werten aus Tierstudien und der (geschätzten) Exposition über die Nahrung

·         setzt die Existenz eines sicheren Schwellenwertes voraus

·         soll ein verbessertes Risikomanagement und Risikokommunikation ermöglichen

 

Frage 23: Welche Aussagen zum Vorkommen und zur Struktur von Pyrrolizidinalkaloiden (PAs) sind zutreffend?

·         PAs sind natürlich vorkommende sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe

·         PAs können als Verunreinigungen in Lebensmitteln und pflanzlichen Arzneimitteln auftreten

·         PAs besitzen als toxikologisch relevante Struktur eine 1,2-gesättigte Bindung der Necin-Base

·         PAs werden durch CYP450 Monooxygenasen metabolisch aktiviert

 

Frage 24: Welche Aussagen zur Toxizität und Risikobewertung von PAs sind zutreffend?

·         PAs wirken primär im Darmtrakt und fördern die Entstehung von Darmkrebs

·         PAs sind genotoxisch und bilden verschiedene DNA-Addukte

·         Der Verzehr von PA-kontaminierten Honig ist bei Kindern akut toxisch

·         Für die Berechnung des MOE wird der BMDL10-Wert für das Auftreten von Tumoren aus der chronischen Studie mit Lasiocarpin verwendet

 

Frage 25: Welche der folgenden Aussagen über Cadmium treffen zu?

·         Cadmium ist ein essentielles Spurenelelement.

·         Höchste Cadmiumkonzentrationen finden sich in Blut und Urin

·         Die Bindung an Metallothionein sorgt für eine lange Halbwertszeit von Cadmium in der Niere.

·         Ausschlaggebend für die Absenkung des TDI-Wertes durch die EFSA war die Kanzerogenität von Cadmium.

·         Die Nierentoxizität kann auch unter Umweltbelastungen schon relevant sein.

 

Frage 26: Welche der folgenden Aussagen zu den Wirkungsmechanismen der Kanzerogenität von Cadmium- und Arsenverbindungen sind zutreffend?

·         Sowohl Cadmium- als auch anorganische Arsenverbindungen binden an DANN und sind direkt genotoxisch.

·         Sowohl Cadmium- als auch anorganische Arsenverbindungen führen zu Wechselwirkungen mit der Prozessierung von DNA-Schäden, wie die Inhibierung von DNA-Reparaturprozessen und Tumorsuppressorfunktionen.

·         Besonders empfindliche Angriffspunkte sind Zink-bindende Strukturen in DNAReparaturproteinen.

·         Die jeweiligen Verbindungen müssen in beiden Fällen erst metabolisch aktiviert werden, um kanzerogen zu wirken.

 

Frage 27: Welche der folgenden Aussagen über Arsen treffen zu?

·         Aus toxikologischer Sicht sind insbesondere anorganische Arsenverbindungen kritisch, organische weniger.

·         Aus toxikologischer Sicht gibt es keinen Unterschied zwischen anorganischen und organischen Arsenverbindungen.

·         Bei der Expositionsermittlung muss zwischen anorganischem und organischem Arsen unterschieden werden; dies setzt eine aufwendige Spezies-Analytik voraus.

·         Die EFSA hat einen TDI-Wert abgeleitet, der nach derzeitigem Kenntnisstand die Allgemeinbevölkerung vor nachteiligen Wirkungen schützt.

·         Aktuelle Expositionen liegen auch in Europa bereits im Bereich des BMDL01-Wertes für Lungentumoren.

 

Frage 28: Die Belastung von tierischen Lebensmitteln mit Tierarzneimittelrückständen ist in der Regel…?

·         hochgradig

·         gering

·         gesundheitlich bedenklich

 

Frage 29: Welcher Eintragspfad ist für Tierarzneimittel in die Umwelt von mengenmäßig höchster Relevanz?

·         Gülle – Boden

·         Fütterung – Stallstaub

·         Boden – Grundwasser

 

Frage 30: Mit einem mikrobiologischen Hemmstofftest kann man …

·         exakt quantifizieren

·         viele Proben untersuchen

·         Proben direkt untersuchen

 

Frage 31: Welche Aussagen zum UL (tolerable upper intake level) treffen zu? Der UL ist eine…

·         Zufuhrempfehlung für die tägliche Aufnahme eines Vitamins bzw. Mineralstoffs aus allen Quellen.

·         Höchstmenge für die chronische tägliche Zufuhr eines Vitamins aus einem einzelnen Nahrungsergänzungsmittel.

·         sichere Obergrenze für die akute Aufnahme eines Vitamins bzw. Mineralstoffs aus allen Quellen pro Tag.

·         sichere Obergrenze für die chronische tägliche Aufnahme eines Vitamins bzw. Mineralstoffs aus allen Quellen.

·         Höchstmenge für die tägliche Zufuhr eines Mineralstoffs aus angereicherten Lebensmitteln.

 

Frage 32: Welche Symptome können im Rahmen einer Selenose (Selenvergiftung aufgrund übermäßiger Aufnahme von Selen) auftreten?

·         Nagelveränderungen, Ausfall der Nägel

·         Ausatemluft mit Knoblauchgeruch

·         Haarausfall

·         Hautausschläge, Hautläsionen

 

Frage 33: Welche Aussagen treffen zu?

·         Der UL (tolerable upper intake level) liegt in der Regel oberhalb der Zufuhrempfehlung für die tägliche Aufnahme eines Nährstoffs.

·         Der NOAEL entspricht der höchsten Aufnahme einer Substanz (oder experimentell verabreichten Dosis einer Substanz), bei der keine gesundheitlich unerwünschte Wirkung beobachtet wurde.

·         Die Gesamtzufuhr eines Vitamins (über angereicherte Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und konventionelle Lebensmittel) sollte den UL für das Vitamin nicht übersteigen.

·         Der LOAEL entspricht der niedrigsten Aufnahme einer Substanz (oder experimentell verabreichten Dosis einer Substanz), bei der eine unerwünschte Wirkung beobachtet wurde.

 

Frage 34: Welche Aussagen zu Lebensmittelunverträglichkeiten treffen zu?

·         NM-Intoleranzen werden definiert als nicht immunologisch bedingte NM-Unverträglichkeiten.

·         bei Histaminintoleranz treten folgende Symptome treten auf: Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Atembeschwerden.

·         Bei Lactoseintoleranz ist zuviel Lactase vorhanden

·         Diagnose der Laktoseunverträglichkeit beruht auf IgE Antikörpernachweis

 

Frage 35: Welche Aussage zum Thema NM-Allergie ist falsch?

·         NM-Allergene können Proteine oder Glykoproteine sein

·         Es gibt eine genetische Disposition an einer IgE vermittelten NM-Allergie zu erkranken

·         Pollenassoziierte NM-Allergien werden durch Kreuzreaktionen mit NMAllergenen ausgelöst.

·         NM-Allergien werden von toxischen Proteinen verursacht.

·         Symptome einer NM-Allergie treten in der Regel in den ersten 30 Minuten auf

 

Frage 36: Zöliakie: Welche Antwort ist falsch?

·         Zöliakie ist eine immunbedingte Enteropathie

·         Therapie ist glutenfreie Ernährung

·         Es gibt eine genetische Disposition für diese Erkrankung

·         Die Reaktion richtet sich gegen Gluten, das im Hühnereiweiss vorkommt.

·         Die Diagnostik umfasst Dünndarmbiopsien und spezifischen IgA Antikörpernachweis

 

Frage 37: Welches von den unter A–E aufgeführten PSP-Toxinen hat den Toxizitätsfaktor 1,0 und damit eine besonders hohe Toxizität?

·         das N-Sulfocarbamoyltoxin C 2

·         das Carbamattoxin Saxitoxin (STX)

·         das Decarbamoyltoxin Decarbamoylsaxitoxin (dc-STX)

·         das Carbamattoxin Gonyautoxin 3 (GTX 3)

·         das N-Sulfocarbamoyltoxin B 1

 

Frage 38: Die Wirkung des ASP-Toxins Domoinsäure beruht auf:

·         einer Blockade von Na +- Kanälen

·         einer Bindung an Ca 2+- Kanäle

·         einer Bindung an Glutamat-Rezeptoren

·         auf einer Hemmung der Proteinphosphatase n

·         auf einer Hemmung der Cholinesterase

 

Frage 39: Es werden vier Aussagen zu den Symptomen gemacht, die bei einer Vergiftung mit Ciguatera-Toxinen auftreten, jedoch ist nur eine dieser Aussagen ein charakteristisches Symptom für eine Vergiftung mit Ciguatera Fish Poisoning (CFP)-Toxinen. Welches Symptom ist das?

·         Durchfall

·         Muskelschwäche

·         Prickeln und Brennen auf der Haut

·         verändertes Temperaturempfinden

 

Frage 40: Welche der folgenden Aussagen sind zutreffend?

·         Heterozyklische aromatische Amine entfalten ihre Mutagenität nach metabolischer Aktivierung

·         Heterozyklische aromatische Amine sind ohne metabolische Aktivierung hochmutagen

·         Pflanzliche Lebensmittel stellen bei hoher Luftverschmutzung (z.B. Heizungsperiode) eine relevante Quelle für heterozyklische aromatische Amine dar

·         Heterozyklische aromatische Amine entstehen als Pyrolyseprodukte von Aminosäuren

·         Heterozyklische aromatische Amine können beim Grillen und Braten von Fleisch und Fisch gebildet werden

 

Frage 41: Welche der folgenden Aussagen sind zutreffend?

·         N-Nitrosoverbindungen gehören zu den potentesten bekannten Karzinogenen

·         Nitrosamine bilden spontan DNA-Addukte ohne vorherige metabolische Aktivierung

·         Rucola, Spinat, Rote Rüben, Radieschen, Kohlgemüse und Kohlrabi können besonders viel Nitrat speichern.

·         Nitrosamine haben eine ausgeprägte Organspezifität.

 

Frage 42: Welche der folgenden Aussagen sind zutreffend?

·         Für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe gibt es derzeit nur festgelegte Höchstwerte für Benzo(a)pyren als Leitverbindung

·         Benzo(a)pyren bildet ohne metabolische Aktivierung DNA-Addukte

·         Benzo(a)pyren bildet nach metabolischer Aktivierung DNA-Addukte

·         Für die gesundheitliche Risikobewertung wird neben der Höchstmenge für Benzo(a)pyren auch die Summe von vier PAK-Einzelsubstanzen (Benzo(a)pyren, Benzo(a)anthracen, Benzo(b)fluoranthen, Chrysen), herangezogen.

·         Benzo(a)pyren wirkt als Ligand des Arylhydrocarbonrezeptors.

 

Frage 43: Welche Aussagen sind korrekt?

·         Acrylamid-Addukte am Hämoglobin werden als Biomarker für Langzeit-Expositionen benutzt

·         Acrylamid wird metabolisch zu Acrylnitril aktiviert

·         Acrylamid wird metabolisch zu Glycidamid aktiviert

·         Die Aktivierung von Furan und Acrylamid erfolgt durch CYP2E1

·         Mercaptursäuren von Acrylamid und Glycidamid werden als Biomarker für Kurzzeitexposition genutzt

 

Frage 44: Acrolein…

·         zählt zu den a,b-ungesättigten Carbonylverbindungen

·         wird über die Aldehyddehydrogenase zu Acrylamid metabolisiert

·         wird mit Glucuronsäure konjugiert und als Merkaptursäuren ausgeschieden

·         Merkaptursäuren können sehr gut im Urin bestimmt werden

 

Frage 45: Das Signalwertkonzept…

·         beruht auf einer gesetzlichen Grundlage zur kontinuierlichen, schrittweisen Absenkung der Acrylamid-Gehalte in Lebensmitteln

·         der Signalwert kann für die einzelnen Warengruppen unterschiedlich sein

·         wurde vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit entwickelt

·         in den jeweiligen Warengruppen werden die am geringsten belasteten Produkte identifiziert

·         der unterste Acrylamid-Wert von 40 Prozent der am höchsten belasteten Lebensmittel wird dann als Signalwert festgelegt

 

Frage 46: Der Antrag auf Zulassung neuer Substanzen für den Lebensmittelkontakt folgt… (kreuzen Sie die zutreffende Aussage an)

·         allein einem toxikologischen Ansatz

·         einem stufenweisen Ansatz (je höher die Migration desto mehr toxikologische Daten sind erforderlich)

·         einem expositionsorientierten Ansatz spezifisch für ein Produkt

 

Frage 47: Lebensmittelüberwachung: Aufgabentrennung „Risiko“ auf Bundesebene. Welche Antworten treffen zu?

·         Alle 3 Bundesoberbehörden haben die gleichen Aufgaben.

·         Das BfR ist für die Bewertung von Risiken zuständig.

·         Das MRI ist für das Management von Risiken zuständig.

·         Das BVL ist für das Management von Risiken zuständig.

 

Frage 48: Welche Aufgaben haben die Bundesländerländer (und ihrer Organe) bei der amtlichen Lebensmittelüberwachung?

·         Die Durchführung von vor-Ort-Kontrollen (Betriebskontrollen).

·         Die Probenahme von amtlichen Proben.

·         Der Vollzug des Lebensmittelrechts.

·         Die Koordination sämtlicher Tätigkeiten im Bereich der Lebensmitelüberwachung.

 

Frage 49: Welche relevanten Ziele hat das moderne europäische Lebensmitterecht?

·         Die Zusammenlegung von Risikobewertung, -kommunikation und – management.

·         Das Prinzip der Unternehmerverantwortung: An erster Stelle ist der Unternehmer für die Lebensmittelsicherheit verantwortlich.

·         Mit Hilfe des Lebensmittelmonitorings aussagekräftige Daten zur repräsentativen Beschreibung des Vorkommens von unerwünschten Stoffen in Lebensmitteln zu erhalten.

·         Mit Hilfe mehrjähriger Nationaler Kontrollpläne, die Kontrolle zur Einhaltung des Lebensmittel- und Futtermittelrechts, der Tiergesundheit und des Tierschutzes sowie der Pflanzengesundheit auf allen Ebenen sicherzustellen.

 

Lebensmitteltoxikologie 2022 (Karlsruhe)

(1)   Was versteht man unter einer Akuten Referenzdosis?

(2)   Wie werden Grenzwerte für Mineralstoffe und Vitamine errechnet?

(3)   Für die Risikobewertung sind Expositionsdaten notwendig. Welche Daten der Lebensmittelüberwachung können dafür verfügbar gemacht werden?

(4)   Wie wird Genistein im menschlichen Körper metabolisiert? Welches sind die Hauptmetaboliten? Welche Rolle spielt die Darmmikrobiota?

(5)   Epidemiologische Studien in asiatischen Ländern lassen auf eine eher schützende Wirkung von Soja und Soja-Isoflavonen bei hormonabhängigen Krebserkrankungen schließen, während in westlichen Ländern v.a. bei postmenopausalen Frauen eine Erhöhung des Risikos zumindest nicht ausgeschlossen werden kann. Wie ist das zu erklären?

(6)   Warum ist Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) als Insektizid in Deutschland nicht zugelassen

(7)   Beschreiben Sie die pharmakologischen Wirkungen der Hauptinhaltstoffe der Hanfpflanze.

(8)   Aus welchem Grund hat die EFSA die Novel Food-Zulassungsverfahren von Cannabidiol (CBD) derzeit ausgesetzt?

(9)   Warum reichert sich Cadmium besonders in der Niere an und was sind die Konsequenzen? Worauf basiert der TDI-Wert für Cd?

(10)                       Worauf muss bei der Expositionsbestimmung von Arsen besonders geachtet werden?

(11)                       Toxikologische Untersuchungen zu Zusatzstoffen werden stufenförmig abgearbeitet. Welche Daten und Ergebnisse sind in Stufe 1 (als Grundlage) notwendig?

(12)                       Welche Schwierigkeiten ergeben sich hinsichtlich der Abschätzung der Exposition mit oral aufgenommenen technisch hergestellten Nanomaterialien?

(13)                       Wo liegen die Hauptherausforderungen bei der Quantifizierung und Charakterisierung von technisch hergestellten Nanomaterialien in Lebensmitteln?

(14)                       Auf welchem Wege können Pflanzentoxine in tierische Lebensmittel gelangen und für welche Pflanzentoxine kann dies zutreffen?

(15)                       Nennen Sie drei Möglichkeiten für die Reduzierung von MCPD- und Glycidylestern während der Herstellung von Palmöl

(16)                       Wie entstehen heterozyklische aromatische Amine und in welchen Organen können diese Substanzen Tumore hervorrufen?

(17)                       Wie werden N-Nitrosamine zu einem mutagenen Metaboliten umgesetzt?

(18)                       Welche toxischen Wirkungen können polyzyklische aromatische Kohlen-wasserstoffe hervorrufen?

(19)                       Wie werden Toxizitätsäquivalente zur Angabe von Dioxingehalten berechnet?

(20)                       Wie werden „lower bound-“ und „upper bound“-Gehalte bei polychlorierten Dibenzodioxinen und -furanen berechnet?

(21)                       Nennen Sie drei Symptome einer Intoxikation mit polychlorierten Dibenzo-dioxinen und -furanen, die beim Menschen beobachtet worden sind.

(22)                       Was versteht man unter „diarrhetic shellfish poisoning“ und „paralytic shellfish poisoning”?

(23)                       Erläutern Sie bitte wie (in welchen Schritten) ein MRL in der EU festgelegt wird.

(24)                       Warum ist es verboten, einem lebensmittelliefernden Tier Chloramphenicol zu verabreichen?

(25)                       Nennen und definieren Sie zwei toxikologisch begründete Grenzwerte, die bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln berücksichtigt werden.

(26)                       Beschreiben Sie den Wirkmechanismus von Organophosphaten und Carbamaten. Worin unterscheiden sich beide Substanzen bezüglich ihrer Wirkung?

(27)                       Erläutern sie mit jeweils einem Satz die drei Kontaminationsarten, die üblicherweise zu einer Verunreinigung von Lebensmitteln mit Pilzen/Mykotoxinen führen können.

(28)                       Nennen Sie jeweils zwei nützliche und zwei schädliche Eigenschaften filamentöser Pilze.

(29)                       Erklären Sie den Mechanismus der Lebertoxizität von Aflatoxin B1.

(30)                       Erklären Sie die toxische Wirkung von Fumonisin B1 im Organismus.

(31)                       Nennen Sie zwei Gruppen von Veterinärantibiotika, die eine besondere Persistenz in der Umwelt zeigen.

(32)                       Welches sind die Haupteintragspfade für Tier- bzw. Humanarzneimittel in die Umwelt und warum?

(33)                       Erklären Sie den Wirkmechanismus des Shigatoxins.

(34)                       Beschreiben Sie das Botulinumtoxin: Welche Funktionen üben die verschiedenen Komponenten dieses Toxins aus?

 

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Last Update: 30. Dezember 2022