- Von den zum Ankreuzen vorgegebenen
Antworten ist mindestens eine Antwort richtig, es können jedoch auch mehrere
Antworten richtig sein -
1.
Nach welchem Verfahren wird der ADI abgeleitet?
□
aus einer Studie zur akuten Toxizität
□
aus einem NOAEL unter Berücksichtigung des Geschlechtes
□
aus einem NOAEL an der empfindlichsten Spezies im Langzeitversuch unter
Berücksichtigung eines Sicherheitsfaktors
□
aus einem ALARA-Wert
2.
Im Falle von Cumarin wird angenommen, dass Tumoren als Folge von Toxizität im
Zielorgan auftreten, mit einer Dosis-Wirkungskurve, die für einen Schwellenwert
spricht
□
Welches Zielorgan ist gemeint?
□
Welche Vorgehensweise würden Sie als Sicherheitsbewerter/Risikomanager wählen?
○ Ableitung eines
TDI/ADI
○ Ableitung eines
MOE
○ Ableitung eines
BMDL 10-Wertes
□
Wie unterscheiden sich die Bewertungen von EFSA und BfR?
3.
Nitrosamine
□
gehören zu den stärksten bekannten Kanzerogenen
□
sind ausnahmslos kanzerogen
□
man findet sie ausschließlich im Bier
□
es gibt praktisch keine Möglichkeit der Prävention („Gottgegebenes Kanzerogen“)
4.
Kreuzen Sie Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf Basis von Allergiegeschehen
(IgE Beteiligung) an Unverträglichkeit gegen
□
Laktose
□
Erdnuss
□
Fisch
□
Histamin
5.
Bitte geben Sie die Definition der oralen Bioverfügbarkeit (Freetext)
6.
Welche potentiell toxischen Metallverbindungen führen
zu relevanten Expositionen durch Lebensmittel?
□
Arsen
□
Chrom
□
Nickel
□
Quecksilber
□
Blei
□
Cadmium
7.
Welche essentiellen Metallionen sind an der
Aufrechterhaltung der genetischen Stabilität beteiligt?
□
Chrom
□
Nickel
□
Cobalt
□
Magnesium
□
Zink
□
Calcium
8.
Welche Arsenverbindungen haben eine potentielle
Relevanz für die menschliche Gesundheit nach Exposition über
Lebensmittel/Trinkwasser?
□
Arsenit
□
Arsenat
□
Monomethylierte Arsenverbindungen
□
Dimethylierte Arsenverbindungen
□
Arsenozucker
9.
Kreuzen Sie die richtigen Aussagen an
□
Microcystine zählen zu den Fusarientoxinen.
□
Microcystine werden von Cyanobakterien
gebildet.
□
Saxitoxin hat lähmende Eigenschaften (PSP: Paralytic Shellfish Poison).
□
Okadasäure führt zu Verwirrtheit und
Gedächtnisverlusten (ASP: Amnestic Shellfish Poison.)
□
Okadasäure zeigt im Tierversuch tumorpromovierende
Eigenschaften.
10.
Kreuzen Sie die richtigen Aussagen an
□
Das Auftreten von Aflatoxin M1 ist charakteristisch für Milchprodukte.
□
Aflatoxine werden von Aspergillus-Arten nur bei Temperaturen über 25°C
gebildet.
□
Aflatoxine sind alle gleichermaßen kanzerogen.
□
Für die Höchstgehalte an Aflatoxinen existieren bisher keine EU-rechtlichen
Regelungen.
□
Die "Giftung" des Aflatoxins B1 erfolgt
über eine Epoxidierung durch CYP-Isoenzyme.
11.
Kreuzen Sie die richtigen Aussagen an
□
Mutterkorn-Alkaloide zeigen eine strukturelle Ähnlichkeit mit Catecholamin-Neurotransmittern (Noradrenalin etc.).
□
Mutterkorn-Alkaloide werden von Fusarien gebildet.
□
Der Symptomkomplex bei Vergiftung mit Mutterkorn-Alkaloiden wird als
"Ergotismus" bezeichnet.
□
Das Mutterkorn-Mycel befällt bevorzugt die Gerste.
□
Der Anteil an Mutterkorn in Getreide ist EU-rechtlich reguliert.
12.
Bitte geben Sie an, ob ein „gesundheitsschädliches Lebensmittel“ im Sinne des
Lebensmittelrechts vorliegt
a)
Marzipan mit einer Spur Blausäure aus Bittermandelöl □
ja □ nein
b)
Gammelfleisch. Das
Mindesthaltbarkeitsdatum von Gefrierfleisch war um 1 Jahr abgelaufen, das
Fleisch roch stark ranzig, die Keimzahl war nicht
erhöht.
□ ja □ nein
c)
Mettwurst mit
Salmonellen □
ja □ nein
d)
Paprika, bei die Höchstmenge für ein
Pestizid 2-fach überschritten ist □
ja □ nein
13.
Was unterscheidet eine EG Richtlinie von einer EG
Verordnung?
a)
EG-Richtlinie ist unverbindlich für
die Mitgliedsaaten □ ja
□ nein
b)
EG-Verordnung gilt unmittelbar eine
Richtlinie muss erst in nationales Recht umgesetzt werden □
ja □ nein
c)
EG-Verordnung muss vom deutschen
Bundestag ratifiziert werden □
ja □ nein
d)
EG-Richtlinien gelten nur für die
Behörden nicht für die
Wirtschaft □ ja
□ nein
14.
Was sind die wesentlichen Ziele des Lebensmittelrechts?
a)
Schutz des freien Warenverkehrs im
Binnenmarkt
□ ja □ nein
b)
Förderung des Absatzes und
Unterstützung des Lebensmittelmarktes □
ja □ nein
c)
Schutz des Verbrauchers vor
Gesundheitsgefahren und vor Täuschung □
ja □ nein
d)
Schutz der einheimischen
Landwirtschaft bzw. Lebensmittelwirtschaft □
ja □ nein
15.
Heterocyclische aromatische Amine (HAA)
□
Die Aminogruppe wird durch CYP1A2 oxidiert
□
Heterocyclische aromatische Amine (HAA) sind ohne metabolische Aktivierung
genotoxisch
□
HAA werden v.a. gebildet aus
○ Kohlenhydraten
○ Fetten
○ Aminosäuren
□
HAAs sind potente Mutagene
□
HAAs sind besonders potente Kanzerogene
16.
Acrylamid
□
Als genotoxisches Agens ist Acrylamid bereits in niedrigsten Dosen kanzerogen
□
Das Acrylamid-Addukt mit dem endständigen Valin im Hämoglobin wird als
Biomarker für Kurzzeit-Expositionen benutzt
□
Acrylamid wird metabolisch zu Acrylnitril aktiviert
□
Acrylamid wird metabolisch zu Glycidamid aktiviert
□
Die Aktivierung erfolgt durch CYP3A4
□
Mercaptursäuren von Acrylamid und Glycidamid
werden als Biomarker für Langzeitexposition genutzt
17.
Der polycyclische aromatische Kohlenwasserstoff (PAK) Benzo[c]phenanthren
a)
kommt in ähnlicher Konzentration wie
die Leitsubstanz Benzo[a]pyren in Lebensmitteln
vor □
ja □ nein
b)
ist aufgrund des unterschiedlichen
Aktivierungsweges in der Ratte (1) bzw. beim Menschen (2) als genotoxisches Kanzerogen zu bewerten
1) □
ja □ nein
2) □
ja □ nein
18.
Der Handel mit verkehrsfähigen neuartigen Lebensmitteln kann gemäß Verordnung (EG)
Nr. 258/97 in Deutschland vorübergehend untersagt werden,
□
wenn sie von Verbrauchern mehrheitlich abgelehnt werden (z.B. genetisch
veränderte Soja-Produkte).
□
wenn den zuständigen deutschen Behörden stichhaltige Gründe zu der Annahme
bestehen, dass sie gesundheitsgefährdend sind.
□
wenn die Europäische Kommission eine entsprechende Entscheidung getroffen hat.
19.
Fleisch, Eier oder Milch von Tieren, die genetisch veränderte Futtermittel
erhalten haben,
□
sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 zulassungs- und
kennzeichnungspflichtig.
□
sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 zwar zulassungs- aber nicht
kennzeichnungspflichtig.
□
sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1829 weder zulassungs- noch
kennzeichnungspflichtig.
□
sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 nur kennzeichnungspflichtig, wenn der
Anteil genetisch veränderten Materials in den Futtermitteln mehr als 0,9 %
beträgt.
20.
Gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel
müssen
□
auf subchronische Toxizität (90-Tage-Studie) an Nagern untersucht werden.
□
auf subchronische Toxizität untersucht werden, wenn wesentliche Veränderungen
der Inhaltsstoffzusammensetzung erfolgt sind.
21.
In Deutschland ist die zuständige Lebensmittelprüfstelle zur Durchführung der
Erstprüfungen von Genehmigungsanträgen für neuartige Lebensmittel das/ folgende
Behörde:
□
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
□
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
□
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
□
Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL)
Biologische Bundesanstalt (BBA)
22.
Welche allgemeinen Voraussetzungen für das Inverkehrbringen von Lebensmitteln sind richtig:
□
Lebensmittel müssen sicher sein
□
Lebensmittel müssen den produktspezifischen Rechtsvorschriften entsprechen
□
alle verwendeten Stoffe müssen zulässig bzw. zugelassen sein
□
Lebensmittel dürfen nicht mit irreführenden Angaben beworben werden
23.
Funktionelle Lebensmittel:
□
sind gesetzlich geregelt
□
sind Lebensmittel mit Zusatznutzen
□
haben die Erscheinungsform von Pillen und Kapseln
□
werden auch als Nahrungsergänzungsmittel bezeichnet
24.
Die Ableitung von Höchstmengen für Vitamine und Mineralölstoffen in
Einzelprodukten erfolgt:
□
nach dem Minimierungsprinzip
□
aus toxikologischen Erwägungen
□
nach ernährungsphysiologischen Aspekten
□
aufgrund der 3fach Regel (3 x RDA)
25.
Nahrungsergänzungsmittel sind:
□
Konzentrate von Nährstoffen und sonstigen Stoffen
□
Arzneimittel
□
Lebensmittel
□
Verzehrprodukte
26.
Welche Besonderheiten treffen für die Risikobewertung von Nährstoffen (1) bzw.
Kontaminanten (2) zu?
Schreiben
Sie zu (1) bzw. (2) die zutreffenden Besonderheiten (a, b, c, d, e)
□
Gute landwirtschaftliche Praxis
□
Referenzwert < UL
□
gesundheitsschädliche Wirkung durch Mangel
□
ADI-Wert
□
toxische Wirkung bei Überschuss
27.
An welchen toxikologischen Wirkungen hat sich die TDI-Festsetzung durch die WHO
für „Dioxine“ orientiert
(Freetext)
28.
Nennen Sie einige bromierte Flammschutzmittel! Warum sind sie toxikologisch
bedenklich?
(Freetext)
29.
Eine hohe Aufnahme von Glycyrrhizin über Lakritz und
Süßholzzubereitungen
□
kann hypermineralokortikoide Wirkungen auslösen
□
kann hypomineralokortikoide Wirkungen auslösen
□
kann den Blutdruck senken und ist daher besonders für Personen mit
Herz-Kreislauferkrankungen und Bluthochdruck zu empfehlen
□
kann zu einer Erhöhung des Blutdrucks führen und ist daher für Diabetiker und
Schwangere zu vermeiden.
□
löst bei einzelnen Individuen aufgrund einer genetisch bedingten Variabilität
eines Enzyms des Mineralstoffwechsels unterschiedliche Empfindlichkeiten aus
30.
Furocoumarine wie 5-MOP und 8-MOP
□
werden in Pastinaken und Sellerie in Abhängigkeit von den Lager- und
Kultivierungsbedingungen gebildet
□
finden sich in gleich bleibend hohen Konzentrationen
in Pastinaken und Sellerie
□
sind phototoxisch
□
binden unter UVA Bestrahlung an DNA, Proteine und
Lipide
□
können hormonelle Wirkungen auslösen
31.
Welchen Aussagen zum Mechanismus der toxischen Wirkung der genannten
Pflanzeninhaltsstoffe treffen zu
□
Ísoflavone beeinflussen den Cortisol-Stoffwechsel und
lösen dadurch mineralkortikoide Wirkungen aus
□
Pyrrolizidinalkaloide hemmen die Zellatmung
□
Johanniskraut ist in der Lage, die Metabolisierung von Fremdstoffen zu
beeinflussen
□
α-Thujon ist ein GABA Antagonist und wirkt
neurotoxisch
□
Aristolochiasäure wirkt genotoxisch und kanzerogen
32.
Kreuzen Sie die zutreffenden Aussagen an:
□
Lebensmittelbedingte bakterielle Erkrankungen gehen stets mit
gastrointestinalen Symptomen einher.
□
Eine bakterielle Lebensmittelintoxikation setzt zumeist die Vermehrung der
betreffenden Bakterien im Lebensmittel voraus.
□
E. coli sind obligat pathogene Keime.
□
E. coli sind in Lebensmitteln grundsätzlich unerwünscht.
□
Für alle wesentlichen bakteriellen Toxine existieren im Lebensmittelrecht
Grenzwerte.
33.
Kreuzen Sie an, welche der nachfolgend genannten Keime sich bei üblichen
Kühlschranktemperaturen vermehren können:
□
Vibrio cholerae
□
Yersinia enterocolitica
□
Listeria monocytogenes
□
Shigella dysenteriae
□
E. coli (EHEC)
34.
Welche der nachfolgend genannten Spezies können andere als gastrointestinale
Noxen hervorrufen?
□
Staphylococcus aureus
□
Clostridium botulinum
□
E. coli (EHEC)
□
Salmonella enteriditis
□
Salmonella typhimurium
35.
Die infektiöse Form des Prionproteins PRPsc...
□
...lässt sich durch Autoklavieren bei 121 °C inaktivieren.
□
...weist gegenüber der zellulären Form PRPc als 129.
Aminosäure Methionin auf.
□
...ist nicht wasserlöslich und neigt zur Aggregatbildung.
□
...findet sich bei erkrankten Rindern vorwiegend im Großhirn.
□
...ist bei oraler gegenüber intravenöser Gabe ca. 10.000-fach weniger
infektiös.
1)
Was
versteht man unter DTA- und ADI-Wert?
2)
Wie
wird der DTA-Wert berechnet?
3)
Welche
3 wichtigen Grundsätze regelt die Basisverordnung 178/2002?
4)
Welche
Überwachungsprogramme zum vorbeugenden Verbraucherschutz gibt es in
Deutschland?
5)
Was
versteht man unter „qualitativer Analyse2 und quantitativer Analyse“?
6)
Nennen
Sie 3 wichtige Schritte in der Probenvorbereitung in der Lebensmittelanalytik.
7)
Wie
entstehen heterozyklische aromatische Amine und in welchen Organen können diese
Substanzen Tumore hervorrufen?
8)
Wie
werden N-Nitrosoamine zu einem mutagenen Metaboliten
umgesetzt?
9)
Warum
sind Sulfite als Zusatzstoffe nicht für alle Lebensmittel zugelassen?
10)
Warum
muss bei Zusatz von Aspartam auf der Verpackung von Lebensmitteln ein
gesonderter Hinweis angebracht werden?
11)
Welche
biochemischen Eigenschaften des pathologischen Prion-Proteins wird in den meisten diagnostischen Verfahren genutzt?
12)
Worauf
beruht die imunoligische Unterscheidung zwischen BSE
und einer Scrapie-Infektion?
13)
Was
versteht man unter einem Enterotoxin?
14)
Welche
molekularen Wirkmechanismen besitzt das Cholera-Toxin?
15)
Weshalb
wurde die Anwendung von Chloramphenicol bei Lebensmittel liefernden Tieren
verboten?
16)
Warum
sind bei Aminoglykosid Antibiotika lange Wartezeiten notwendig?
17)
Weshalb
ist die Anwendung von Nitrofuranen und Nitroimidazolen
bei Nutztieren verboten?
18)
Welche
Imunglobulinklasse und welche Zelltypen spielen beim
Pathomechanismus der Typ 1-Allergie eine zentrale Rolle?
19)
Nennen
Sie 5 Allergenquellen, die hauptsächlich Klasse 1 Lebensmittelallergene
enthalten.
20)
Was
versteht man unter akuter Referenzdosis?
21)
Wie
wirken Organophosphate toxisch im Säugetier?
22)
In
welchen Lebensmittelgruppen sind Dioxine und PCB überwiegend zu finden?
23)
Auf
welchem Konzept beruht die Abschätzung des toxischen Gesamtpotentials eines Dioxin/PCB-Gemisches?
24)
Wie
kommt es zur genotoxischen Wirkung von Aflatoxin B1?
25)
Wie
ist die toxische Wirkung von Fumonisin B1 im
Organismus?
26)
Welche
Symptome treten bei einer chronischen Bleiintoxikation auf?
27)
Wie
wirkt sich eine chronische Cadmiumintoxikation auf den Calcium Haushalt des
Menschen aus?
28)
Wie entsteht
Methylquecksilber und welche Symptome sind bei einer chronischen Intoxikation
zu beobachten?
29)
Was
ist die Bedeutung der PSP-Algentoxine und wie werden sie nachgewiesen?
30)
Wann
darf eine Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ verwendet werden?
1) Was versteht man unter DTA- und ADI-Wert?
2) Wie wird der DTA-Wert berechnet?
3) Was ist das Grundprinzip des neuen Ansatzes zum Verbraucherschutz? (NEU)
4) Welche 3 wichtigen Grundsätze regelt die Basisverordnung 178/2002?
5) Was können „Screening Verfahren“ und „Bestätigungsverfahren“ leisten?
(NEU)
6) Nennen Sie 3 wichtige „biologische“ Nachweisverfahren in der
Lebensmittelanalytik. (NEU)
7) Wie entstehen heterozyklische aromatische Amine und in welchen Organen
können diese Substanzen Tumore hervorrufen?
8) Wie werden N-Nitrosoamine zu einem mutagenen
Metaboliten umgesetzt?
9) Warum sind Sulfite als Zusatzstoffe nicht für alle Lebensmittel
zugelassen?
10) Was versteht man unter einem Enterotoxin?
11) Welche molekularen Wirkmechanismen besitzt das Cholera-Toxin?
12) Weshalb wurde die Anwendung von Chloramphenicol bei Lebensmittel
liefernden Tieren verboten?
13) Warum sind bei Aminoglykosid Antibiotika lange Wartezeiten notwendig?
14) Weshalb ist die Anwendung von Nitrofuranen und Nitroimidazolen
bei Nutztieren verboten?
15) Welche Imunglobulinklasse und welche
Zelltypen spielen beim Pathomechanismus der Typ 1-Allergie eine zentrale Rolle?
16) Nennen Sie 5 Allergenquellen, die hauptsächlich Klasse 1
Lebensmittelallergene enthalten.
17) Was versteht man unter akuter Referenzdosis?
18) Wie wirken Organophosphate toxisch im Säugetier?
19) In welchen Lebensmittelgruppen sind Dioxine und PCB überwiegend zu
finden?
20) Auf welchem Konzept beruht die Abschätzung des toxischen Gesamtpotentials
eines Dioxin/PCB-Gemisches?
21) Wie kommt es zur genotoxischen Wirkung von Aflatoxin B1?
22) Wie ist die toxische Wirkung von Fumonisin B1
im Organismus?
23) Welche Symptome treten bei einer chronischen Bleiintoxikation auf?
24) Wie wirkt sich eine chronische Cadmiumintoxikation auf den Calcium
Haushalt des Menschen aus?
25) Wie entsteht Methylquecksilber und welche Symptome sind bei einer
massiven Intoxikation zu beobachten?
26) Fleisch, Eier oder Milch von Tieren, die genetisch veränderte
Futtermittel erhalten haben,
□ sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1829/2003
zulassungs- und kennzeichnungspflichtig.
□ sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1829/2003
zwar zulassungs- aber nicht kennzeichnungspflichtig.
□ sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1829 weder
zulassungs- noch kennzeichnungspflichtig.
□ sind gemäß Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 nur
kennzeichnungspflichtig, wenn der Anteil genetisch veränderten Materials in den
Futtermitteln mehr als 0,9 % beträgt.
27) Gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel müssen
□ auf subchronische Toxizität (90-Tage-Studie)
an Nagern untersucht werden.
□ auf subchronische Toxizität untersucht
werden, wenn wesentliche Veränderungen der Inhaltsstoffzusammensetzung erfolgt
sind.
28) Was ist die Bedeutung der PSP-Algentoxine und wie werden sie
nachgewiesen?
29) Nennen Sie wichtige in Soja vorkommende Isoflavone!
30) Wie wirken Isoflavone auf die Schilddrüse? (NEU)
31) Welche Anforderungen müssen Zusatzstoffe im Rahmen der Zulassung
erfüllen?
1.) Welche Aussagen zum TDI-Konzept treffen nicht zu?
O es ist für gentoxische Kanzerogene ungeeignet
O es wird vor allem angewandt,
wenn die Datenlage außerordentlich begrenzt ist
O es wird auf den sog. ,kritischen Endpunkt angewandt
O es lässt sich auch auf eine
sog. ,benchmark dose' anwenden
O es wird auf den ,Margin
of exposure' angewandt
2.) Das TTC-Verfahren
0 ist für Gemische unbekannter Zusammensetzung besonders geeignet
0 wird nur
auf nicht gentoxische Verbindungen angewandt
0 ist auf einige Strukturelemente nicht anwendbar
0 benötigt keinerlei toxikologische Daten über die fragliche Substanz
0 schließt Metaboliten grundsätzlich ein
3.) Beispiele für Lebensmittel und Bedarfsgegenstände
sind
O Jungschwein (`Überläufer')
O Wimperntusche
O Calciumtablette zur Nahrungsergänzung
O Ehering
O Amflora®-Kartoffel
4.) Höchstwerte für Vitamine und Mineralstoffe sollten festgelegt werden unter der Berücksichtigung von
O dem sog.
Tolerable Upper Intake Level (UL) und
O der Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen aus Arzneimitteln
O der Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen aus anderen Quellen der Ernährung
O Bevölkerungsreferenzwerten (PRI)
5.) Die Anreicherung von Lebensmitteln mit Nährstoffen dient dazu, um
O Mangel
in der Bevölkerung (klinisch,
subklinisch oder Zufuhrdaten) zu beheben
O gezielt Krankheiten (z.B. Osteoporose) zu behandeln
O den Ernährungsstatus der Bevölkerung zu verbessern
6.) Unter
tolerierbarer täglicher Zufuhrmenge (UL) versteht man
O die höchste chronische tägliche Gesamtzufuhr eines Nährstoffs (aus Trinkwasser und normaler Ernährung ohne Supplemente)
O die höchste chronische tägliche Gesamtzufuhr eines Nährstoffs..., die als unwahrscheinlich beurteilt wird, ein Risiko für schädliche Wirkungen auf die
Gesundheit darzustellen.
O die festzulegende Höchstmenge eines Nährstoffs in Nahrungsergänzungsmitteln
7.) Die in Deutschland zuständige Lebensmittelprüfstelle
zur Durchführung der Erstprüfungen von Genehmigungsanträgen
für neuartige Lebensmittel ist
folgende Behörde:
a. Bundesinstitut für Risikobewertung
(BfR)
b. Bundesinstitut für Arzneimittel
und Medizinprodukte (BfArM)
c. Bundesamt für Verbraucherschutz
und Lebensmittelsicherheit (BVL)
d. Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz,
(BMELV)
e. Biologische Bundesanstalt (BBA)
8.) Welche allgemeinen Voraussetzungen für das
Inverkehrbringen von Lebensmitteln
sind richtig:
f.
Lebensmittel müssen sicher
sein
g.
Lebensmittel müssen den produktspezifischen
Rechtsvorschriften entsprechen
h. alle verwendeten Stoffe müssen zulässig bzw. zugelassen sein
i.
Lebensmittel dürfen nicht mit irreführenden Angaben beworben werden
9.) Welche Aussagen über neuartige
Lebensmittel oder Lebensmittelzutaten
treffen nicht zu:
j. Es sind Lebensmittel, die vor dem 15.05.97 nicht in nennenswertem Umfang in der EG zum menschlichen Verzehr verwendet wurden
k. Es sind Produkte mit
neuer oder gezielt modifizierter primärer Molekularstruktur
l. Es sind Pflanzen- und Tierprodukte, die mit herkömmlichen Zuchtmethoden gewonnen wurden, aber erst nach dem Stichtag der Novel-FoodVO auf den europäischen Markt
kamen
m. Nach einer Zulassung können sie nicht
mehr vom Markt genommen werden
10.) Welche der
folgenden Aussagen über Zink treffen zu?
o Die Zinkaufnahme ist so gut reguliert, dass eine Überversorgung ausgeschlossen ist.
o Eine Überversorgung mit Zink macht sich in einem
Kupfermangel bemerkbar.
o
Metallothionein bindet Zink so fest, dass es nicht mehr
freigesetzt werden kann.
o Metallothionein wirkt als Zinkspeicher und sorgt so für eine Aktivierung zinkabhängiger Proteine.
o Zink-bindende Strukturen sind ein seltenes
Motiv in Proteindomänen.
11.) Welche der
folgenden Aussagen über Cadmium treffen zu?
o
Cadmium ist ein essentielles Spurenelelement.
o Höchste Cadmiumkonzentrationen finden sich in Blut und Urin.
o Die Bindung an Metallothionein sorgt
für eine lange Halbwertszeit von Cadmium in der Niere.
o Ausschlaggebend für die Absenkung
des TDI-Wertes durch die
EFSA war die Kanzerogenität von Cadmium.
o Die Nierentoxizität kann auch unter Umweltbelastungen
schon relevant sein.
12.) Welche der
folgenden Aussagen über Selenverbindungen treffen zu?
o Selen ist ein essentielles
Spurenelement
o Selenverbindungen haben sich in epidemiologischen Studien als eindeutig
antikanzerogen erwiesen.
o Selenverbindungen wirken antioxidativ
o Selenverbindungen wirken prooxidativ
o Die Wirkung von Selenverbindungen hängt vom Oxidationszustand ab.
13.) Die Toxizität
von Tetrodotoxinen (TTXs) und Paralytic Shellfish
Poisoning (PSP) - Toxinen beruht
auf der Bindung an:
a) unterschiedliche Ionenkanäle
b) den gleichen Ionenkanal aber an unterschiedlichen Positionen innerhalb des Ionenkanals
c) den gleichen Ionenkanal und die gleiche Position innerhalb des Ionenkanals
14.) Die toxische Wirkung einer mit
Paralytic Shellfish Poisoning (PSP) –Toxinen kontaminierten Probe ist besonders stark, wenn die Konzentrationen an folgenden PSP
- Toxinen besonders hoch sind:
a) N-Sulfocarbamoyltoxinen
b) Carbamattoxinen
c) Decarbamoyltoxinen
15.)Die toxische
Wirkung des ASP-Toxins Domoinsäure beruht auf einer:
a)
Blockade von Natrium-Kanälen
b) Bindung an Ca2+-Kanäle
c) Bindung an Glutamat-Rezeptoren
16.) Die resorbierte
Menge nach oraler Applikation ist
o definiert als ,orale Bioverfügbarkeit'
o die verzehrte / aufgenommene Menge
o die
Summe der i.v. und oral applizierten
Dosis
o die Plasmakonzentration (orale Gabe) im Verhältnis zur Plasmakonzentration (i.v. Gabe)
17.) Unter den Flavonoiden
(einschließlich ihrer
Glycoside) in Lebensmitteln
o kommt Quercetin überwiegend in freier Form vor (nicht mit Zuckerresten
konjugiert)
o sind einige bis zu 50% oral verfügbar und die Konjugatbildung ist relativ unbedeutend
o werden die meisten Verbindungen metabolisch (Darm,
Leber, etc.) umgesetzt
o befinden sich Verbindungen, die bestimmte Glucose-Transporter im Dünndarm hemmen
18.) Im Darm werden Nahrungsbestandteile und Fremdstoffe in den Körper aufgenommen.
Es gilt:
o im Dünndarm
befinden sich Transporter,
die gegen einen Konzentrationsgradienten Stoffe
in die Enterozyten aufnehmen
o befinden sich Effluxtransporter, die Wirkstoffe ins Darmlumen zurücktransportieren können
o die
Resorption von Nahrungsbestandteilen erfolgt ausschließlich im Dickdarm
o kann die Resorption großer Mengen
erfolgen, da die Oberfläche
stark vergrößert ist.
Aflatoxine
19.) Welche Tumoren werden im Tierversuch nach chronischer Aufnahme von
Aflatoxin B1 hauptsächlich
diagnostiziert?
A ( ) Lebertumoren
B ( ) Lungentumoren
C ( ) Melanome
D ( ) Magenkarzinome
Ochratoxin
A (OTA)
20.) Welche Aussagen sind zutreffend?
A ( ) OTA verursacht chronisch in Versuchstieren hauptsächlich
Nierentumoren
B ( ) Mechanistisch wirkt OTA über eine Adduktbildung mit DNA-Basen
C ( )
Die Belastung tierischer
Lebensmittel beruht hauptsächlich
auf einem Carry-over aus belasteten Futtermitteln
D ( ) Die optimale Bildungstemperatur für OTA liegt bei 30 — 40°C.
Endemische Balkan-Nephropathie
(BEN)
21.) Welcher
Zusammenhang besteht mit Ochratoxin A?
A ( ) Es besteht kein Zusammenhang
B ( ) Eigentliche Ursache ist die Belastung mit Aristolochiasäuren
C ( ) Ochratoxin A ist ursächlich verantwortlich für BEN
D ( ) BEN wird durch Aflatoxine verursacht
22.) Welche der folgenden Aussagen sind richtig?
(1) Bakterielle AB-Toxine wirken im Zytosol
eukaryonter Zielzellen
(2) AB-Toxine sind von ihrer chemischen Struktur her Lipopolysaccharide.
(3) Das Cholera-Toxin wirkt
als Enzym im Inneren von Enterozyten.
(4) Alle
bekannten AB-Toxine bilden Poren in der Zytoplasmamembran
von Säugetierzellen, was zu
einer Lyse der betroffenen
Zellen führt.
(5) Bakterielle AB-Toxine können ihre eukaryonten Zielzellen auch in Abwesenheit der Toxin-produzierneden
Bakterien schädigen.
(A) 1 und 5 sind richtig
(B) 2 und 4 sind richtig
(C) 1, 3 und 5 sind richtig
(D) 2, 3 und 4 sind richtig
(E) 1-5 = alle sind richtig
23.) Welche der
folgenden Aussagen treffen zu?
(1)
Botulinum Neurotoxine (BoNTs) sind
ADP-Ribosyltransferasen.
(2)
Botulinum Neurotoxine (BoNTs) sind
Proteasen.
(3) Bei Säuglingen kann Botulismus durch eine Aufnahme von Sporen von Clostridium botulinum in den
Darm ausgelöst werden.
(4)
Botulinum Neurotoxine (BoNTs) hemmen
die Freisetzung von Acetylcholin
aus motorischen Neuronen
(5) Beim
Botulismus handelt es sich um eine spastische
Muskellähmung.
(A) 1
und 5 sind richtig
(B) 2
und 4 sind richtig
(C) 1, 3
und 5 sind richtig
(D) 2, 3
und 4 sind richtig
(E) 1-5
= alle sind richtig
24.) Welche der folgenden Bakterientoxine lösen eine sekretorische
Diarrhö aus?
(1) Enterotoxin
B von Staphylococcus aureus
(2)
Cholera-Toxin
(3) Hitzestabiles Enterotoxin von E. coli
(4) Hitzelabiles Enterotoxin von E. coli
(5)
Enterotoxin von E. coli
(ETEC)
(A) 1
und 5 sind richtig
(B) 2
und 4 sind richtig
(C) 1, 3
und 5 sind richtig
(D) 2, 3
und 4 sind richtig
(E) 1-5
= alle sind richtig
25.) Artikel 14 der Verordnung
(EG) Nr. 178/2002 (Basis-VO) verbietet nicht sichere Lebensmittel in der
Verkehr zu bringen. Nicht sichere Lebensmittel im Sinne des
Art. 14 sind:
a) gesundheitsschädliche Lebensmittel
b) für
den Verzehr durch den
Menschen ungeeignete Lebensmittel
c) beides
Was verbietet §
5 LFGB davon abweichend hinsichtlich welcher Lebensmitteln?
d) das Inverkehrbringen
e) das Herstellen und Behandeln
f) beides
g) von Lebensmitteln mit der Folge, dass ihr
Verzehr gesundheitsschädlich
ist
h) von
für den Verzehr durch den
Menschen ungeeigneten Lebensmitteln
i) für beide Arten
von Lebensmitteln
26.) Die Lebensmittel-Hygiene
Verordnung VO (EG) Nr. 852/2004 definiert
in Artikel 2 Lebensmittelhygiene als
Maßnahmen und Vorkehrungen,
die notwendig sind, um Gefahren unter Kontrolle zu bringen.
Gefahr wird in Art. 3 Nr.
14 der VO (EG) Nr. 178/2002 definiert als:
a) Risiko
b) Bedrohung
c) ein biologisches,
chemisches oder physikalisches Agens in einem
Lebensmittel oder Futtermittel
oder einen Zustand eines Lebensmittels
oder Futtermittels, der eine Gesundheitsbeeinträchtigung verursachen kann.
Überwachungsmaßnahmen für Erzeugnisse
im Sinne des Gesetzes werden in welchen Paragraphen des LFGB und welcher
EG-Verordnung geregelt?
a) §§ 1- 12
b) §§ 38 — 49
c) §§ 53- 57
d) VO (EG) Nr. 178/2002
e) VO (EG) Nr.882/2004
f) VO (EG) Nr. 396/2005
27.) Anders
als § 40 LFGB sieht Artikel
10 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 (Basis-VO) eine Information der Öffentlichkeit
bei hinreichendem Verdacht auf welche Tatbestände vor?
a) Risiken für die
Gesundheit von Mensch und Tier durch Lebens- oder Futtermittel
b) Risiken für die menschliche
Gesundheit durch ein kosmetisches Mittel oder einen Bedarfsgegenstand
c) Verstöße gegen den Täuschungsschutz
d) Zum Verzehr
ungeeignete Lebensmittel
e) alle
28.) Welche toxikologisch bedenklichen Stoffe werden bei
der thermischen Behandlung
von Lebensmitteln gebildet?
o Acrylamid.
o
Aflatoxin Bl.
o
Nitrosamine.
o Dioxine.
29.) Kreuzen
Sie die richtige(n) Aussage(n)
zu Acrylamid an.
o Acrylamid wirkt direkt genotoxisch, indem es selbst DNA-Addukte ausbildet.
o Acrylamid wird als genotoxisch eingestuft, da sein Metabolit Glycidamid DNA-Addukte bildet.
o Die Bildung von Mercaptursäuren
(AAMA, GAMA) sind wesentliche
Entgiftungsreaktionen.
o Acrylamid-Hämoglobinaddukte sind
Biomarker der Wirkung.
30.) Kreuzen
Sie die falsche(n) Aussage(n)
zu Nitrosaminen an.
o
N-Nitrosamine verursachen nur
Lebertumoren.
o
N-Nitrosamine zeigen abhängig
ihrer Struktur eine ausgeprägte Organotropie.
o Über 90% der getesteten
N-Nitrosamine sind nicht kanzerogen.
o Die metabolische Aktivierung von N-Nitrosaminen erfolgt über CYP450 Enzyme.
31.) Weiche Aussagen zu Safrol,
Methyleugenol und Estragol treffen zu?
o Für Safrol, Methyleugenol und Estragol muss ein ADI-Wert abgeleitet werden, um die Verbraucher zu schützen.
o Während des Stoffwechsels werden proximale Kanzerogene gebildet, die mit Makromolekülen reagieren können
o Safrol, Methyleugenol und Estragol verursachen im Tierversuch Lebertumore.
o Safrol, Methyleugenol und Estragol werden durch 0-Demethylierung zum ultimalen Kanzerogen
metabolisiert.
o Safrol, Methyleugenol und Estragol sind genotoxische
Kanzerogene.
32.) Furocumarine wie 5-MOP und 8-MOP
o werden in Pastinaken und Sellerie in Abhängigkeit von den Lager- und Kultivierungsbedingungen
gebildet.
o finden sich in gleich bleibend hohen Konzentrationen in Pastinaken und Sellerie.
o sind phototoxisch.
o binden unter UVA Bestrahlung an DNA, Proteine und
Lipide.
o können hormonelle Wirkungen auslösen.
33.) Welche Aussagen zu Cumarin
treffen zu?
o Tumorinduktion tritt in Folge von Toxizität im Zielorgan auf.
o Cumarin wird beim
Menschen bevorzugt 3-hydroxyliert.
o Cumarin wird beim
Menschen bevorzugt 7-hydroxyliert.
o Cumarin ist ein
genotoxisches Kanzerogen.
o Der Einfluss der Lebensmittelmatrix von Zimt auf
die Bioverfügbarkeit
von Cumarin ist gering.
34.) Welche Eigenschaften müssen TEQ-Verbindungen besitzen (notwendig und hinreichend)?
Sie...
O besitzen strukturelle Ähnlichkeit mit 2,3,7,8-TCDD
O binden an den Ah-Rezeptor
O sind in der Umwelt und im Organismus ,persistent'
O verursachen beim Menschen Chlorakne
O weisen eine ähnliche
Toxizität auf wie
2,3,7,8-TCDD
O werden in Lebensmitteln häufig nachgewiesen
35.) Über welche Rezeptoren wirken NDL-PCBs hauptsächlich?
O LDL-Rezeptor
O CAR
O AhR
O PXR
O PPARs
O ER
O AR
36.) Zu den Genen der sog. AhR-Genbatterie zählen
O
CYP2C19
O CYP1A2
O GST pi
O NQO1
O UGT
1A6
O CYP2B1
37.) Die Prävalenz
von NM-Allergien hängt auch vom Lebensalter ab:
a) 25% aller Erwachsenen sind von NM-Allergien betroffen
b) Sie treten häufiger in den ersten Lebensjahren auf
c) Sie betreffen 2-3% der Erwachsenen
d) Sie nehmen mit zunehmendem
Alter zu
38.) Welche Aussagen treffen zu:
a) NM-Intoleranzen werden definiert als nicht immunologisch
bedingte NM-Unverträglichkeiten.
b) Zöliakie ist keine
immunmediierte Enteropathie.
c) Histaminintoleranz wird durch Überproduktion
des Enzyms Diaminooxidase verursacht.
d) die Laktoseintoleranz ist bei Erwachsenen
die häufigste Form von NM-Unverträglichkeiten
in westlichen Ländern
39.) Welche Aussage ist falsch:
a) NM-Allergien sind immunologische Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber
Bestandteilen der Nahrung
b)
NM-Allergene können Proteine
oder Lipide sein.
c) Die genetische Disposition erhöht das
Allergierisiko.
d) Pollenassoziierte NM-Allergien werden durch Kreuzreaktionen mit NM-Allergenen ausgelöst.
40.) Welche Aussagen zu Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind richtig?
o NEM werden in dosierter Form in lebensmitteluntypischen Daneichungsformen
wie z.B. als Kapseln aufgenommen.
o NEM
fallen unter die Novel-Food Verordnung.
o NEM sind keine Nährstoffkonzentrate.
o NEM sind als Arzneimittel
klassifiziert.
o NEM enthalten Angaben zu den empfohlenen täglichen Verzehrmengen.
o Für
NEM besteht Registrierungspflicht
beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.
41.) Nahrungsergänzungsmittel
mit isolierten Isoflavonen werden als Alternative zur Hormontherapie gegen Wechseljahrsbeschwerden angeboten.
Welche Wirkungen könnten deren Anwendung
limitieren.
o
Genistein wirkt als Topoisomrasegift in vitro.
o Genistein-angereichertes
Futter führt zu einem verstärkten Wachstum der N-Methylnitrosoharnstoff-induzierten Brusttumore in ovarektomierten Ratten.
o Es besteht ein Zusammenhang zwischen erhöhtem Risiko zur Kropfbildung
und dem Verzehr von Soja-reichen Lebensmitteln bei gleichzeitigem Jodmangel.
o Genistein
induziert Mikrokerne in
V79-Zellen in vitro.
o Genistein erwies sich als potentes
Mutagen im Ames Test an verschiedenen
Salmonella Stämmen mit und ohne metabolischer Aktivierung (S9-Mix).
42.) Welche toxikologisch relevanten Inhaltsstoffe kommen in Nahrungsergänzungsmitteln basierend
auf Rotschimmelreis vor?
o Aflatoxine
o
Ochratoxin A
o
Citrinin
o
Patulin
o Monacoline
o Fumonisine
Lebensmitteltoxikologie
2014
1. Symptome Tetrodotoxin und
Toxizitätsmechanismus
2. Symptome DSP-Intoxikation und welches Toxin
3. Wirkung der Trichothene
im Organismus
4. Unterschiede im Pathomechanismus von
Lebensmittelallergien im Vergleich zu Lebensmittelintoxikationen
5. Drei Lebensmittel, die bei Kindern schwere
allergische Reaktionen auslösen
6. Toxizität von Carbamaten
7. Toxizität von Pyrethroiden
8. Zwei Ziele des Rückstandskontrollplans
9. Zwei pharmakologisch wirksame
Stoffgruppen, die als Rückstände in tierischen Lebensmitteln nicht vorkommen
dürfen
10. Welche Art Lebensmittelvergiftung lösen Botulinumtoxine aus
11. Gesundheitliche Störungen von
beta-Lactam-Antibiotika-Rückständen
12. Toxische Wirkungen perfluorierter Tenside
13. Symptome einer Dioxinintoxikation
14. Toxizitätsmechanismus Dioxine/Furane
15. Warum haben Isoflavone östrogene
und antiöstrogene Wirkung
16. Bedeutung der Biotransformation der
Phytoöstrogene für die biologische Aktivierung und wichtige Metabolismuswege
der Isoflavone und Lignane
17. Was versteht man unter dem Begriff
„Nanopartikel“
18. Müssen Nanopartikel in Lebensmitteln
gekennzeichnet werden und wenn ja, wie.
Lebensmitteltoxikologie
2015
Die Klausur dauert 60 Minuten.
Bitte kreuzen Sie die richtige/n Antwort/en an:
1.) Welches von den aufgeführten PSP-Toxinen hat den Toxizitätsfaktor
1,0 und damit eine besonders hohe Toxizität ?
das N-Sulfocarbamoyltoxin
C 2
das Carbamattoxin
Saxitoxin (STX)
das Decarbamoyltoxin
Decarbamoylsaxitoxin (dc-STX)
das Carbamattoxin
Gonyautoxin 3 (GTX 3)
das N-Sulfocarbamoyltoxin
B 1
2.) Die Wirkung des ASP-Toxins Domoinsäure
beruht auf:
einer Blockade von Na +- Kanälen
einer Bindung an Ca 2+- Kanäle
einer Bindung an Glutamat-Rezeptoren
auf einer Hemmung der Proteinphosphatasen
auf einer Hemmung der Cholinesterase
3.) Die
aufgeführten Symptome treten bei einer Vergiftung mit Ciguatera-Toxinen
auf, jedoch nur eines dieser Symptome ist charakteristisch für Ciguatera Fish Poisoning (CFP)
–Toxine. Welches?
Durchfall
Muskelschwäche, Lähmungen
Prickeln und Brennen auf der Haut
verändertes Temperaturempfinden
4.) Metalle: Kreuzen Sie die richtige/n Antwort/en an.
Die Hauptzielorgane der durch anorganisches
Arsen-vermittelten Kanzerogenese sind die Haut, die
Lunge und die Blase.
Terrestrischen Lebensmittel enthalten in
der Regel mehr Arsen als marine Lebensmittel.
Methylquecksilber wirkt neurotoxisch und
anorganische Quecksilberverbindungen wirken nephrotoxisch.
Der Metabolismus von anorganischem Arsen
beim Menschen umfasst die Reduktion von Arsenat zu
Arsenit und seine anschließende Methylierung.
Cadmium ist ein redoxaktives
Metall und kann daher oxidativen Stress induzieren.
Die Hauptzielorgane der
Nickel-vermittelten Toxizität sind das Gehirn und die Leber.
5.) Welches der aufgeführten Toxine besitzt eine Proteaseaktivität?
Choleratoxin
Botulinum-Neurotoxine
Shigatoxin
Hitzelabiles Enterotoxin
Hitzestabiles Enterotoxin
6.) Bei welcher der aufgeführten Substanzen handlet
es sich um ein bakterielles Toxin vom AB-Typ?
alpha-Toxin von Staphylococcus
aureus
LPS von Gram-negativen Bakterien
Superantigene
Hitzelabiles Enterotoxin
Hitzestabiles Enterotoxin
7.) Acrylamid: Kreuzen Sie die richtige/n Antwort/en an.
Das Acrylamid-Addukt mit endständigem
Valin im Hämoglobin wird als Biomarker für Kurzzeit-Expositionen benutzt
Acrylamid wird metabolisch zu Acrylnitril
aktiviert
Acrylamid wird metabolisch zu Glycidamid aktiviert
Die Aktivierung erfolgt durch CYP2E1
Mercaptursäuren von Acrylamid und Glycidamid
werden als Biomarker für Langzeitexposition genutzt
8.) Acrolein: Kreuzen Sie die richtige/n Antwort/en an.
Zählt zu den gesättigten
Carbonylverbindungen
Wird über die Aldehyddehydrogenase
zu Acrylsäure metabolisiert
Wird mit Glutathion konjugiert und als Merkaptursäuren ausgeschieden
Merkaptursäuren können sehr gut im Plasma bestimmt werden
9.) Das Signalwertkonzept: Kreuzen Sie die richtige/n Antwort/en an.
wurde vom Bundesamt für Verbraucherschutz
und Lebensmittelsicherheit entwickelt
beruht auf gesetzlichen Grundlagen zur
kontinuierlichen, schrittweisen Absenkung der Acrylamid-Gehalte in
Lebensmitteln
in den jeweiligen Warengruppen werden die am höchsten belasteten Produkte identifiziert
der unterste Acrylamid-Wert von 20 Prozent
der am höchsten belasteten Lebensmittel wird dann als Signalwert festgelegt
der Signalwert ist für alle Warengruppen
gleich hoch
10.) Welche Aussagen über Nahrungsergänzungsmittel (NEM) auf
Sojabasis sind richtig?
Sie werden als Alternative zur
Hormontherapie gegen Wechseljahrsbeschwerden
angeboten.
Die Gruppe der Isoflavone ist für die phytoestrogene
Wirkung verantwortlich.
Die Gruppe der Flavone ist für die phytoestrogene
Wirkung verantwortlich.
Es wurde ein Zusammenhang zwischen
erhöhtem Risiko zur Kropfbildung und Verzehr von Soja-haltigen Lebensmitteln
bei gleichzeitigem Jodmangel gezeigt.
NEM auf Sojabasis sind derzeit gut
untersucht, weshalb ein Risiko für den Menschen ausgeschlossen werden kann.
11.) Welche Aussagen über Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind
richtig:
NEM sind Lebensmittel, die dazu bestimmt sind die Ernährung zu ergänzen.
NEM dienen zur Therapie von Krankheiten.
NEM werden dosiert in lebensmitteluntypischen
Darreichungsformen vermarket.
Funktionelle Lebensmittel werden den NEM
zugeordnet.
Für NEM besteht eine Registrierungspflicht
beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
12.) Welche toxikologisch relevanten Inhaltsstoffe kommen in
Nahrungsergänzungsmitteln basierend auf Rotschimmelreis vor?
Aflatoxine
Fumonisine
Ochratoxin A
Citrinin
Patulin
Monacoline
13.) Welche in pflanzlichen LM natürlich vorkommende Stoffe sind von
toxikologischer Relevanz?
Heterozyklische Amine
Phenylpropanoide
Cyanogene Glykoside
Morphin
Benzo[a]pyren
14.) Wie werden Methyleugenol, Estragol
und Safrol aktiviert?
CYPs + Oxidation
Epoxidierung
CYPs + SULTs
O-Acetylierung
CYPs + Glucuronidierung
15.) Welches Konzept wird für das Risk Assessment von Methyleugenol
angewendet?
ADI
TDI
PMTWI
MoE
TTC
MoS
16.) Welche Aussagen treffen zu?
NM-Intoleranzen werden definiert als nicht
immunologisch bedingte NM-Unverträglichkeiten.
Zöliakie ist keine immunmediierte
Enteropathie.
Histaminintoleranz wird durch
Überproduktion des Enzyms Diaminooxidase verursacht.
Die primäre Laktoseintoleranz ist
genetisch determiniert.
17.) Welche Aussage ist falsch?
NM-Allergien sind immunologische
Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Bestandteilen der Nahrung.
NM-Allergene können Proteine oder
Glykoproteine sein.
Für NM-Allergien gibt es nun eine zugelassene
allergenspezifische Immuntherapie.
Pollenassoziierte NM-Allergien werden
durch Kreuzreaktionen mit NM-Allergenen ausgelöst.
18.) Die Prävalenz von NM-Allergien hängt auch vom Lebensalter ab:
a. 25% aller Kinder sind von NM-Allergien
betroffen
b. Sie treten häufiger in den ersten
Lebensjahren auf
c. Sie betreffen 2-3% der Erwachsenen
d. Sie nehmen mit zunehmendem Alter zu
Antwort a und c sind richtig
Antwort a und d sind richtig
Antwort b und c sind richtig
Antwort b und d sind richtig
19.) Zu welchen Endpunkten müssen für die toxikologische Bewertung
von Stoffen, die in Lebensmittelkontaktmaterialien verwendet werden sollen,
Untersuchungen durchgeführt werden?
Gentoxizität
Akkumulationspotential
Toxizität bei wiederholter Verabreichung
biologische Abbaubarkeit
akute Algentoxizität
20.) Bei welchen Schwellenwerten werden für einen Antrag auf
Zulassung eines neuen Stoffes zur Verwendung in der Herstellung von
Kunststoffen für den Lebensmittelkontakt
weitere toxikologische Daten wie Toxizität bei wiederholter Verabreichung
(90-Tage / subchronische Studie) oder Kanzerogenitätsstudie
nötig?
Migration > 0,05 mg/kg Lebensmittel
Migration > 0,5 mg/kg Lebensmittel
Migration > 5 mg/kg Lebensmittel
Migration > 10 mg/kg Lebensmittel
Migration > 100 mg/kg Lebensmittel
21.) Welche Parameter beeinflussen die Migration von Substanzen aus
Kunststoff, der in Kontakt mit Lebensmitteln steht?
Polymertyp
Molekulargewicht der Substanz
Lebensmittelart
Konzentration der Substanz im Polymer
Dauer des Kontaktes zwischen Kunststoff
und Lebensmittel
Temperatur des Kontaktes zwischen
Kunststoff und Lebensmittel
Lipophilie (log Pow) der Substanz
22.) Aflatoxine: Welche Tumoren werden im Tierversuch nach
chronischer Aufnahme von Aflatoxin B1 hauptsächlich diagnostiziert?
Lebertumoren
Lungentumoren
Melanome
Magenkarzinome
23.) Ochratoxin A (OTA): Welche Aussagen
sind zutreffend?
OTA verursacht chronisch in Versuchstieren
hauptsächlich Nierentumoren
Mechanistisch wirkt OTA über eine Adduktbildung mit DNA-Basen
Die Belastung tierischer Lebensmittel
beruht hauptsächlich auf einem
Carry-over aus
belasteten Futtermitteln
Die optimale Bildungstemperatur für OTA
liegt bei 30 – 40°C.
24.) Patulin: Welche Aussagen sind
zutreffend?
Die Patulin-Belastung
von Apfelsäften lässt sich durch Pasteurisierung senken
Patulin reagiert gut mit Thiolgruppen einiger
Enzyme
Für den sicheren Verzehr reicht es aus, Patulin-befallene Stellen in Äpfeln großzügig zu entfernen
Die Vergärung von Apfelsäften beeinflusst
den Patulin-Gehalt nicht
25.) Welche Eigenschaften müssen für ein neues Arzneimittel als
Voraussetzung für die Erteilung der Verkehrsfähigkeit nachgewiesen werden?
(Pharmazeutische) Qualität
guter Geschmack/Geruch
Wirksamkeit
Fehlen von Neben- und Wechselwirkungen
Sicherheit
26.) Nennen Sie die Zweckbestimmung von Nahrungsergänzungsmitteln
(NEM) gemäß der NemV und nennen Sie die prinzipielle
Zielgruppe!
FREITEXT
27.) Durch welches Merkmal (laut NemV)
sind NEM für den Verbraucher auf den
ersten Blick schwierig von Arzneimitteln zu unterscheiden?
FREITEXT
28.) Der UL (tolerable upper intake level) für einzelne
Nährstoffe (Vitamine bzw. Mineralstoffe) ist anzusehen als…
sichere Obergrenze für die chronische
tägliche Aufnahme eines Vitamins bzw. Mineralstoffs aus allen Quellen
Zufuhrempfehlung für die tägliche Aufnahme
eines Vitamins bzw. Mineralstoffs aus allen Quellen
Höchstmenge für die chronische tägliche
Zufuhr eines Vitamins bzw. Mineralstoffs aus einem einzelnen Produkt (z. B.
Nahrungsergänzungsmittel)
sichere Obergrenze für die akute Aufnahme
eines Vitamins bzw. Mineralstoffs aus allen Quellen pro Tag.
29.) Welche Symptome können im Rahmen einer Selenose (Selenvergiftung
über Verzehr von Lebensmitteln mit toxischen Selenkonzentrationen) auftreten?
Nagelveränderungen, Ausfall der Nägel
Ausatemluft mit Knoblauchgeruch
Haarausfall
Hautausschläge, Hautläsionen
30.) Welche Aussagen treffen zu?
Der UL (tolerable upper
intake level) kann durch
Anwendung entsprechender Unsicherheitsfaktoren (UFs) aus NOAEL- bzw. LOAEL-Werten
abgeleitet werden.
Die Gesamtzufuhr eines Vitamins (über
konventionelle Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und angereicherte
Lebensmittel) sollte den UL für das Vitamin nicht übersteigen.
Der UL kann nicht unterhalb der
Zufuhrempfehlung für die tägliche Aufnahme eines Nährstoffs liegen.
Der NOAEL entspricht der niedrigsten
Aufnahme einer Substanz (oder experimentell verabreichten Dosis), bei der eine
unerwünschte Wirkung beobachtet wurde.
31.) In welchem Verhältnis steht nationales (deutsches) Recht zu den
Vorschriften der EU?
Es gilt der Vorrang des nationalen Rechts.
Dieses ist immer vorrangig anzuwenden.
Für alle EU-Rechtsakte mit verbindlicher
Wirkung gilt der Vorrang des EU-Rechts. Die Mitgliedstaaten dürfen keine
nationale Rechtsvorschrift anwenden, die im Widerspruch zum EU-Recht steht.
Nur das europäische Primärrecht (Verträge)
ist vorrangig anzuwenden. Ansonsten sind EU-Rechtsakte und nationale
Vorschriften nebeneinander anzuwenden.
32.) Art. 18 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 zur Festlegung der
allgemeinen Grundsätze und Anforderungen des Lebensmittelrechts (sog.
Basis-Verordnung)
regelt die Mindeststandards der
Rückverfolgbarkeit
enthält detaillierte Vorgaben zur
Einrichtung von Systemen und Verfahren zur Rückverfolgbarkeit
verlangt eine Rückverfolgbarkeit des
Erzeugnisses bis zum Endverbraucher
enthält (Detail-)Vorgaben zur Dokumentation
des innerbetrieblichen Ablaufs
33.) Art. 19 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 zur Festlegung der
allgemeinen Grundsätze und Anforderungen des Lebensmittelrechts (sog.
Basis-Verordnung) verlangt einen Rückruf
zwingend nur bei Verstößen gegen die in
der Verordnung (EG)
Nr. 2073/2005 festgelegten mikrobiologischen Kriterien für Lebensmittel (LM)
wenn ein LM den Anforderungen an die
Lebensmittelsicherheit nach Art. 14 Basis-VO nicht entspricht und den
Verbraucher bereits erreicht haben könnte
grundsätzlich nur vom Einzelhandel, nicht
aber vom Hersteller eines Lebensmittels.
34.) Welche Reaktion(en) im Phase I und II Metabolismus tragen zur
Aktivierung von heterozyklischen aromatischen Aminen (HAA) bei?
Oxidation mit Hilfe von CYP1A2
Reduktion mit Hilfe von CYP1A2
Sulfonierung
Glucuronidierung
Acetylierung
35.) Kreuzen Sie bitte die richtigen Aussage(n)
an!
N-Nitrosoverbindungen
gehören zu den potentesten bekannten Karzinogenen
Nitrosamide zeigen keine lokale Wirkung
Nitrosamine haben ausgeprägte Organspezifität
Nitrosamide haben ausgeprägte Organspezifität
Wirkung von Nitrosoverbindungen
ist unabhängig von der Struktur
36.) Welche N-Nitrosoverbindungen sind
flüchtig?
N-Nitrosopiperidin
(NPIP)
N-Nitrosohydroxyprolin
(NHPRO)
N-Nitrosodimethylamin
(NDMA)
N-Nitrosoprolin
(NPRO)
N-Nitrososarkosin
(NSAR)
37.) TCDD:
ist eine hauptsächlich industriell
hergestellte Umweltkontaminante
tritt seit der industriellen Revolution in
Böden auf
ist schon deshalb ein hochtoxisches Kongener, weil es Chlor enthält
ist nur deshalb ein hochtoxisches Kongener, weil es an Position 2,3,7 und 8 chloriert ist
war in Agent Orange enthalten
38.) Die leberkanzerogene Wirkung von TCDD beruht auf:
Mutagenität
dauerhafter Aktivierung des Rezeptors CAR
Freisetzung von atomarem Chlor (Cl.)
Hemmung der Apoptose präneoplastischer
Zellen
Förderung der Proliferation
präneoplastischer Zellen
39.) Polychlorierte Biphenyle:
werden in dioxinähnliche und
nicht-dioxinähnliche eingeteilt
sind immer ortho-substituiert
kommen nur in Milchprodukten vor
sind z.T. mit TEFs belegt
wurden industriell in großem Umfang
hergestellt
40.) Der Margin of Exposure Ansatz:
vergleicht eine Benchmark-Dose mit einer
letalen Dosis
vergleicht eine Benchmark-Dose mit einer
mittleren Belastung des Menschen
ist nur auf gentoxische Kanzerogene
anwendbar
berechnet ein Krebsrisiko in zusätzlichen
Krebstoten/1 Million Exponierter
dient auch der Risikokommunikation
41.) Das TTC-Verfahren:
basiert auf der Struktur einer chemischen
Verbindung
ist ein typisches ‚read-across‘
– Verfahren
sollte auch angewandt werden, wenn
relevante Tox-Daten vorliegen
ist bei der Bewertung der
Gentoxizität/Kanzerogenität nicht auf alle Stoffe anwendbar
basiert eigentlich auf einem Zusatzrisiko
von 1 in einer Million
42.) Bedarfsgegenstände sind:
Haarteile
Augentropfen
Halskette
Kartoffelchips-Verpackung
Zahnseide
Lebensmitteltoxikologie
2019
Welches Konzept
für das Risk assessment von Ethylcarbamate?
- MoS
- TDI
- MoE
- TTC
- ...
Welches der
aufgeführten Toxine hat den Toxizitätsfaktor 1,0 und damit eine besonders hohe
Toxizität
- Carbamattoxin Gonyautoxin
- Carbamattoxin Saxitoxin
- ...
Toxische Wirkung des ASP-Toxins Domoinsäure beruht auf
- Blockade
von Natrium-Kanälen
-
Bindung an Ca2+-Kanäle
- Bindung an
Glutamat-Rezeptoren
- ...
Charakteristisches
Symptom bei der Vergiftung mit Ciguatera-Toxin
-
Durchfall
-
Muskelschwäche, Lähmungen
-
Prickeln und Brennen auf der Haut
- verändertes
Temperaturempfinden
Das
Signalwertkonzept
- wurde vom BVL
entwickelt
- beruht auf
einer gesetzlichen Grundlage zur kontinuierlichen Absenkung von Acrylamid in
Lebensmitteln
- in der jeweils
höchsten Warengruppe werden die am höchsten belasteten
Produkte identifiziert
- der unterste Acrylamidwert von 40 % der am höchsten belasteten
Lebensmitteln wird als Signalwert festgelegt
Welche in
Pflanzen natürlich vorkommenden Stoffe sind
toxikologisch relevant?
- Cyanogene Glycoside
- Phenylpropanoide
- Heterocyclische
Amine
- ...
Wie werden
Methyleugenol, Estragol und Safrol aktiviert?
Welche Tumore
werden nach chronischer Aufnahme von Aflatoxin B1 hauptsächlich diagnostiziert?
- Lungentumore
- Lebertumore
- Melanone
- ...
Welche Aussagen treffen
zu Ochratoxin A zu?
- Ochratoxin A verursacht hauptsächlich Nierentumore
- die Belastung
tierischer Lebensmittel beruht vor allem auf einem Carry-over
aus belasteten Futtermitteln
- ...
Welche
Eigenschaften müssen Arzneimittel als Voraussetzung für die Erteilung der
Verkehrsfähigkeit nachgewiesen werden?
- Qualität
- keine
Nebenwirkungen
- Sicherheit
- Wirksamkeit
Welche Symptome
können bei einer Selenose auftreten?
-
Nagelveränderungen und -ausfall
- Haarausfall
- Hautauschläge
- Atemluft mit
Knoblauchgeruch
Glyphosat ist ein
- Insektizid
- Totalherbizid
- ...
Glyphosat hemmt
- Shikimisäureweg
- ...
Welche Stoffe
können gleichzeitig Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel?
-
Hyaluronsäure
-
Penicillin
- Vitamin D
- Vitamin C
- Selen
Welche Mykotoxinmetabolite sind im menschlichen Urin nachweisbar?
Definition
Funktionelle Lebensmittel und relevante Verordnungen?
Aussagen zu
Nahrungsergänzungsmitteln
Aussagen zu
Botulinumtoxin
Welche Enterotoxine lösen Durchfälle aus?
Definition
UL (tolerable upper intake level)
Definition
kosmetische Mittel
Aussagen zu
kosmetischen Mitteln bzgl. Penetration der Haut für systemische Wirkung,
Tierversuchen etc.
Metabolisierung
von Acrolein
Definition NOAEL
und LOAEL
Definition Bedarfsgegenstände
Aussagen zu
Trennung von Risikobewertung und –management?
Aussagen zu
Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten
Welche Aufgaben
haben Bundesländer bei der Lebensmittelsicherheit?
Sind Rückstände
von Tierarzneimitteln in Deutschland ein Problem?
Abgrenzung von
Bioziden vs
Pflanzenschutzmitteln
Offene Fragen:
Toxikologischer
Unterschied zwischen anorganischen und organischen Arsenverbindungen? Warum ist
die Expositionsabschätzung schwierig?
Beispiele für
diffusen Eintrag von Arzneimitteln in Umwelt und Maßnahmen zur Reduzierung
Warum wurde der
TDI für Cadmium von der EFSA abgesenkt?
Wirkmechanismus
von Cadmium und Arsen?
Beispiel für
Irreführung durch Kontaktmaterialien?
Definition NIAS
und Beispiele
Lebensmitteltoxikologie
2020 (Karlsruhe; 26.-29. Mai 2020)
·
Wie
wird der DTA-Wert errechnet?
·
Wie
werden Grenzwerte für Mineralstoffe und Vitamine errechnet?
·
Lebensmittelüberwachung:
Beschreiben Sie kurz die für das „Risiko“ relevante Aufgabentrennung auf Bundesebene.
·
Was
versteht man unter endokrine Disruptoren?
·
Wie
wird das Isoflavon Daidzein im menschlichen Körper
metabolisiert und welche estrogene Aktivität besitzen
die Metabolite im Vergleich zu Daidzein?
·
Beschreiben
Sie die Eintragswege von MOSH und MOAH in Lebensmittel?
·
Was
wird bei der Risikobewertung von gentechnisch veränderten Lebens- und
Futtermitteln unter dem Konzept der "substanziellen Äquivalenz" bzw.
der "vergleichenden Bewertung" verstanden?
·
Was
bedeutet der Begriff "history of safe use"
im Kontext der vergleichenden Risikobewertung von gentechnisch veränderten
Lebens- und Futtermitteln?
·
Welche
Organtoxizität ist besonders ausgeprägt beim Cadmium und warum?
·
Was
unterscheidet anorganische von organischen
Arsenverbindungen aus toxikologischer Sicht?
·
Beschreiben
Sie die Aufgabe der Europäischen Behörde für Lebensmittel-sicherheit (EFSA) bei
der Zulassung von Lebensmittelzusatzstoffen.
·
Aufgrund
welcher physikalischen Eigenschaften von Nanopartikeln (im Vergleich zur
ionischen Form) sollte die möglichen toxischen Wirkungen von Nanopartikeln in
Lebensmitteln neu bewertet werden, was haben die physikalischen Eigenschaften
zur Folge?
·
Müssen
Nanopartikel in Lebensmitteln gekennzeichnet werden und wenn ja, wie?
·
Wie
entstehen heterozyklische aromatische Amine und in welchen Organen können diese
Substanzen Tumore hervorrufen?
·
Wie
werden N-Nitrosamine zu einem mutagenen Metaboliten umgesetzt?
·
Welche
toxischen Wirkungen können polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe
hervorrufen?
·
Beschreiben
Sie den Mechanismus der Toxizität von Pyrrolizidinalkaloiden.
·
Warum
ist es schwieriger, die Bildung der 3-MCPD Ester zu vermeiden als dies bei Glycidylestern der Fall ist?
·
Welche
Methoden werden für die analytische Bestimmung von Dioxinen und PCB eingesetzt?
·
Wie
werden „lower bound-“ und „upper bound“-Gehalte bei
polychlorierten Dibenzodioxinen und -furanen berechnet?
·
Nennen
Sie drei Symptome einer Intoxikation mit polychlorierten Dibenzo-dioxinen
und -furanen, die beim Menschen beobachtet worden sind.
·
Welche
Vor- und Nachteile bietet die Flüssigchromatographie mit
Tandem-Massenspektrometrie-Kopplung (LC-MS/MS) gegenüber dem Maus-Bioassay zur Bestimmung von marinen Biotoxinen in
Schalentieren?
·
Weshalb
wurde die Anwendung von Nitroimidazolen bei
Lebensmittel-liefernden Tieren verboten?
·
Weshalb
sind beim Einsatz von Aminoglykosid-Antibiotika bei Nutztieren lange
Wartezeiten einzuhalten?
·
Wie
unterscheidet sich die Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln im Fall von
Verbrauchern und Arbeitern?
·
Beschreiben
Sie den Wirkmechanismus von Organophosphaten und Carbamaten.
Worin unterscheiden sich beide Substanzen bezüglich ihrer Wirkung?
·
Welches
sind die Haupteintragspfade für Tier- bzw. Humanarzneimittel in die Umwelt und
warum?
·
Warum
findet man überhaupt Arzneimittelrückstände und ihre
Metabolite in der Umwelt?
·
Nennen
Sie jeweils zwei nützliche und zwei schädliche Eigenschaften filamentöser Pilze.
·
Erläutern
sie mit jeweils einem Satz die 3 Kontaminationsarten, die üblicherweise zu
einer Verunreinigung von Lebensmitteln mit Mykotoxinen führen können.
·
Warum
kann Aflatoxin B1 genotoxisch und krebserregend wirken?
·
Erklären
Sie die toxische Wirkung von Fumonisin B1 im
Organismus.
·
Welche
Unterschiede gibt es zwischen einer Lebensmittelinfektion und einer
Lebensmittelintoxikation? Nennen Sie einen Erreger als Verursacher einer
Lebensmittelinfektion und einen Erreger als Verursacher einer
Lebensmittel-intoxikation.
·
Beschreiben
Sie das Botulinumtoxin: Welche Funktionen üben die verschiedenen Komponenten
dieses Toxins aus? Welches
Lebensmitteltoxikologie
2021 (Kaiserslautern)
Frage 1: Welche Charakteristika
treffen auf Nahrungsergänzungsmittel zu?
·
Zulassung
durch das BVL
·
lebensmitteluntypische
Darreichungsformen
·
Linderung
von Beschwerden
·
Verzehrempfehlung
·
Verfalldatum
Frage 2: Welche der genannten
Stoffe sind prinzipiell sowohl als Arzneimittel als auch als
Nahrungsergänzungsmittel verkehrsfähig??
·
Hyaluronsäure
·
Peniciliin
·
Selen
·
Vitamin
C
·
Vitamin
D
Frage3: Für welche der genannten
Stoffe gibt es erlaubte Health Claims (gesundheitsbezogene Aussagen)?
·
Artischocke
·
Calcium
·
Cannabidiol
·
Chondroitin
·
Vitamin
B12
Frage 4: Welche
Antwortkombination trifft zu?
(1) Die Botulinum-Neurotoxine sind Proteasen
(2) Beim Kochen werden die Botulinum-Neurotoxine
nicht zerstört
(3) Bei den clostridialen
Neurotoxinen wird eine Enzymdomäne in das Zytosol ihrer jeweiligen Zielzellen
aufgenommen
(4) Botulismus tritt ausschließlich dann auf,
wenn das Bakterium Clostridium botulinum über verunreinigte Nahrung in den
Körper gelangt
(5) Botulinum-Neurotoxin hemmt die Freisetzung
von Acetylcholin aus Neuronen an der motorischen Endplatte
Antwort:
·
1 und
5 sind richtig
·
2 und
4 sind richtig
·
1, 3
und 5 sind richtig
·
2, 3
und 4 sind richtig
·
1–5 =
alle sind richtig
Frage 5: Welche
Antwortkombination über bakterielle Toxine vom AB-Typ trifft zu?
(1) Sie wirken im Inneren menschlicher oder
tierischer Zellen
(2) Chemisch betrachtete, handelt es sich
dabei um Lipopolysaccharid (LPS).
(3) Ihre zytotoxische Wirkung beruht darauf,
dass sie Poren in der Zytoplasmamembran menschlicher
oder tierischer Zellen bilden
(4) Sie werden nur von Gram-negativen
Bakterien produziert
(5) Es sind Enzyme
Antwort:
·
1 und
5 sind richtig
·
2 und
4 sind richtig
·
1, 3
und 5 sind richtig
·
2, 3 und
4 sind richtig
·
1–5 =
alle sind richtig
Frage 6: Bei welchen bakteriellen
Kontaminanten handelt es sich um Proteine?
(1) AB-Toxine
(2) Endotoxine
(3) Superantigene
(4) Zellwandfragmente
(5) Porenbildende Toxine
Antwort:
·
1 und
5 sind richtig
·
2 und
4 sind richtig
·
1, 3
und 5 sind richtig
·
2, 3
und 4 sind richtig
·
1–5 =
alle sind richtig
Frage 7: Damit
Pflanzenschutzmittelwirkstoffe in der EU in verwendet werden dürfen, muss…:
·
der
Gebrauch vom Hersteller/Inverkehrbringer lediglich angezeigt werden
·
der
Wirkstoff national oder zonal zugelassen werden
·
nichts
weiteres vom Hersteller/Inverkehrbringer unternommen werden, solange der
Wirkstoffnachweis erbracht wurde
·
der
Wirkstoff von der EU-Kommission genehmigt sein (Positiv-Liste)
Frage 8: Glyphosat wirkt als…
·
Insektizid
durch Acetylcholinesterasehemmung
·
Totalherbizid
durch Hemmung der Gulonolactonoxidase
·
Totalherbizid
durch Hemmung des Shikimisäurewegs
·
Bakterizid
durch Hemmung der Zellwandsynthese
·
Fungizid
durch Hemmung des Energiestoffwechsels in den Mitochondrien
Frage 9: Welche Aussagen treffen
nicht zu?
·
Die
Abgabe von glyphosathaltigen PSM an Privatleute ist
seit 2016 verboten
·
Rückstandshöchstmengen
(MRLs) sind toxikologische Grenzwerte
·
Glyphosat
wird in Deutschland hauptsächlich für die Sikkation angewendet
·
Ist
in einem Lebensmittel mehr als ein PSM-Rückständ
nachweisbar, ist es per se in Deutschland nicht mehr verkehrsfähig
·
PSM
und Biozidprodukte sind in der EU unterschiedlich
reguliert
Frage 10: Welche in LM natürlich
vorkommenden Stoffe sind von toxikologischer Relevanz?
·
Heterozyklische
aromatische Amine
·
cyanogene Glykoside
· Furocoumarine
· cis-Platin
· Benzo[a]pyren
Frage 11: Durch welche Enzyme
werden Methyleugenol, Estragol und Safrol (allylische Phenylpropene)
metabolisch aktiviert?
·
CYPs
+ Oxidation
·
Epoxidierung
·
CYPs
+ SULTs
·
O-Acetylierung
·
CYPs
+ Glucuronidierung
Frage 12: Wie werden
Methyleugenol, Estragol und Safrol aktiviert?
·
CYPs
+ Oxidation
·
Epoxidierung
·
CYPs
+ SULTs
·
O-Acetylierung
·
CYPs +
Glucuronidierung
Frage 13: Welches Konzept wird
für das Risk Assessment von Ethylcarbamat angewendet?
·
ADI
·
TTC
·
MoS
·
TDI
·
MoE
Frage 14: Welche Tumoren werden
im Tierversuch nach chronischer Aufnahme von Aflatoxin B1 hauptsächlich
diagnostiziert?
·
Lebertumoren
·
Lungentumoren
·
Melanome
·
Magenkarzinome
Frage 15: Welche Aussagen zu Ochratoxin A (OTA) sind zutreffend?
·
Die
meisten Meldungen für OTA im RASFF beziehen sich auf die Kategorie Obst und
Gemüse.
·
Ochratoxin hat eine biologische Halbwertszeit von 24h
·
Die
Belastung tierischer Lebensmittel beruht auf einem Carry-over
aus belasteten Futtermitteln
·
OTA
ist aufgrund seiner starken Bindung an Serumalbumin überwiegend in Blut
nachweisbar
·
Für
OTA gilt in der EU eine tolerierbare wöchentliche Aufnahme von 120 ng/kg bw*d
Frage 16: Welche Aussagen zu Fumonisinen sind zutreffend?
·
Fumonisin B1 wird vorwiegend als Fumonisin
B1-3-glucuronid ausgeschieden
·
Eine hohe
Fumonisinaufnahme führt zu einem geänderten Spinganin-Sphingosin-Verhältnis
·
Fumonisin B1 ist vorwiegend in Mais und Maisprodukten zu
finden
·
Fumonisin B1 bindet bevorzugt an HSA
·
Fumonisin B1 verursacht in Pferden LEM (Leukoencephalomalacia)
Frage 17: Welche Aussagen über
kosmetische Mittle sind richtig?
·
Kosmetische
Mittel sind dazu bestimmt mit den äußerlichen Teilen des menschlichen Körpers
in Berührung zu kommen.
·
Alle
Produkte, die das Aussehen verändern, z. B. Perücken, künstliche Wimpern, sind
kosmetische Mittel.
·
Kosmetische
Mittel sind Stoffe oder Gemische, die Entzündungen heilen.
·
Die
Verwendung von Farbstoffen, Konservierungsstoffe und UV-Filter ist durch
Positivlisten in der EU Kosmetik-Verordnung geregelt.
Frage 18: Welche Aussagen zur toxikologische Prüfungen von Kosmetischen Mitteln sind
richtig:
·
Für
kosmetische Fertigprodukte und Bestandteile kosmetischer Mittel gilt das
Tierversuchsverbot der EU.
·
Der Hen‘s Egg Test Chorio-Allantoic-Membrane (HET-CAM) ist ein OECD anerkanntes
Prüfverfahren auf Augenreizung.
·
Das
Testsystem der Keratinozytenaktivierung ist eine
OECD-anerkannte Alternativmethode zur Bestimmung des allergenen
Potentials von Kosmetischen Mittel bzw. von deren Inhaltsstoffen.
·
Toxikokinetische Studien inkl. dermaler Resorption sind Bestandteil
des Prüfrahmens von kosmetischen Mitteln
Frage 19: Welche Aussagen zu der
Thematik Bedarfsgegenstände mit Körperkontakt / Spielwaren sind richtig?
·
Bedarfsgegenstände
sind Gegenstände, die dazu bestimmt sind, nur vorübergehend mit dem menschlichen
Körper in Berührung zu kommen
·
Bedarfsgegenstände
sind Gegenstände, die dazu bestimmt sind, nicht nur vorübergehend mit dem
menschlichen Körper in Berührung zu kommen Nickel induziert eine allergische
Reaktion des Typs I
·
Für
Ledererzeugnisse, die mit der Haut in Berührung kommen gilt ein Verkehrsverbot,
wenn ihr Gehalt an Chrom (VI) 3 mg/kg oder mehr beträgt.
·
In
Spielzeugen für Kleinkinder (bis 36 Monate) darf eine Freisetzung von CMRStoffen nicht nachweisbar sein.
Frage 20: Welche der folgenden
Behörden sind im Bereich der Lebensmittelsicherheit von Bedeutung?
·
EFSA
·
EDTA
·
BfR
·
BVB
·
BVL
Frage 21: Welche der folgenden
Aussagen zu 3-Monochlorpropan-1,2-diol (3-MCPD) sind zutreffend?
·
3-MPCD
ist eine hitzeinduzierte Kontaminante
·
3-MCPD
und dessen Ester entstehen im Rahmen der Lebensmittelverarbeitung
·
Die
Leber ist das primäre Zielorgan der MCPD-Toxizität
·
Die
Konjugation mit Glucuronsäure ist der vorherrschende Metabolisierungsweg
·
3-MCPD
besitzt eine potente genotoxische und kanzerogene Wirkung
Frage 22: Das „Margin of Exposure (MOE)”-Konzept…
·
berechnet
das Risiko von 1 zusätzlichen Krebstoten pro 1 Million Menschen
·
wird
für genotoxische und kanzerogene Lebensmittelkontaminanten angewendet
·
basiert
auf BMDL-Werten aus Tierstudien und der (geschätzten) Exposition über die
Nahrung
·
setzt
die Existenz eines sicheren Schwellenwertes voraus
·
soll
ein verbessertes Risikomanagement und Risikokommunikation ermöglichen
Frage 23: Welche Aussagen zum
Vorkommen und zur Struktur von Pyrrolizidinalkaloiden
(PAs) sind zutreffend?
·
PAs
sind natürlich vorkommende sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe
·
PAs
können als Verunreinigungen in Lebensmitteln und pflanzlichen Arzneimitteln
auftreten
·
PAs
besitzen als toxikologisch relevante Struktur eine 1,2-gesättigte Bindung der Necin-Base
·
PAs
werden durch CYP450 Monooxygenasen metabolisch aktiviert
Frage 24: Welche Aussagen zur
Toxizität und Risikobewertung von PAs sind zutreffend?
·
PAs
wirken primär im Darmtrakt und fördern die Entstehung von Darmkrebs
·
PAs
sind genotoxisch und bilden verschiedene DNA-Addukte
·
Der
Verzehr von PA-kontaminierten Honig ist bei Kindern akut toxisch
·
Für die
Berechnung des MOE wird der BMDL10-Wert für das Auftreten von Tumoren aus der
chronischen Studie mit Lasiocarpin verwendet
Frage 25: Welche der folgenden
Aussagen über Cadmium treffen zu?
·
Cadmium
ist ein essentielles Spurenelelement.
·
Höchste
Cadmiumkonzentrationen finden sich in Blut und Urin
·
Die
Bindung an Metallothionein sorgt für eine lange Halbwertszeit von Cadmium in
der Niere.
·
Ausschlaggebend
für die Absenkung des TDI-Wertes durch die EFSA war die Kanzerogenität von
Cadmium.
·
Die
Nierentoxizität kann auch unter Umweltbelastungen schon relevant sein.
Frage 26: Welche der folgenden
Aussagen zu den Wirkungsmechanismen der Kanzerogenität von Cadmium- und
Arsenverbindungen sind zutreffend?
·
Sowohl
Cadmium- als auch anorganische Arsenverbindungen binden an DANN und sind direkt
genotoxisch.
·
Sowohl
Cadmium- als auch anorganische Arsenverbindungen führen zu Wechselwirkungen mit
der Prozessierung von DNA-Schäden, wie die Inhibierung von
DNA-Reparaturprozessen und Tumorsuppressorfunktionen.
·
Besonders
empfindliche Angriffspunkte sind Zink-bindende Strukturen in DNAReparaturproteinen.
·
Die
jeweiligen Verbindungen müssen in beiden Fällen erst metabolisch aktiviert
werden, um kanzerogen zu wirken.
Frage 27: Welche der folgenden
Aussagen über Arsen treffen zu?
·
Aus toxikologischer
Sicht sind insbesondere anorganische Arsenverbindungen kritisch, organische
weniger.
·
Aus
toxikologischer Sicht gibt es keinen Unterschied zwischen anorganischen und
organischen Arsenverbindungen.
·
Bei
der Expositionsermittlung muss zwischen anorganischem und organischem Arsen
unterschieden werden; dies setzt eine aufwendige Spezies-Analytik voraus.
·
Die
EFSA hat einen TDI-Wert abgeleitet, der nach derzeitigem Kenntnisstand die
Allgemeinbevölkerung vor nachteiligen Wirkungen schützt.
·
Aktuelle
Expositionen liegen auch in Europa bereits im Bereich des BMDL01-Wertes für
Lungentumoren.
Frage 28: Die Belastung von
tierischen Lebensmitteln mit Tierarzneimittelrückständen ist in der Regel…?
·
hochgradig
·
gering
·
gesundheitlich
bedenklich
Frage 29: Welcher Eintragspfad
ist für Tierarzneimittel in die Umwelt von mengenmäßig höchster Relevanz?
·
Gülle
– Boden
·
Fütterung
– Stallstaub
·
Boden
– Grundwasser
Frage 30: Mit einem
mikrobiologischen Hemmstofftest kann man …
·
exakt
quantifizieren
·
viele
Proben untersuchen
·
Proben
direkt untersuchen
Frage 31: Welche Aussagen zum UL
(tolerable upper intake level) treffen zu? Der UL ist eine…
·
Zufuhrempfehlung
für die tägliche Aufnahme eines Vitamins bzw. Mineralstoffs aus allen Quellen.
·
Höchstmenge
für die chronische tägliche Zufuhr eines Vitamins aus einem einzelnen
Nahrungsergänzungsmittel.
·
sichere
Obergrenze für die akute Aufnahme eines Vitamins bzw. Mineralstoffs aus allen
Quellen pro Tag.
·
sichere
Obergrenze für die chronische tägliche Aufnahme eines Vitamins bzw.
Mineralstoffs aus allen Quellen.
·
Höchstmenge
für die tägliche Zufuhr eines Mineralstoffs aus angereicherten Lebensmitteln.
Frage 32: Welche Symptome können
im Rahmen einer Selenose (Selenvergiftung aufgrund übermäßiger Aufnahme von
Selen) auftreten?
·
Nagelveränderungen,
Ausfall der Nägel
·
Ausatemluft
mit Knoblauchgeruch
·
Haarausfall
·
Hautausschläge,
Hautläsionen
Frage 33: Welche Aussagen treffen
zu?
·
Der UL
(tolerable upper intake level) liegt in der Regel oberhalb der Zufuhrempfehlung für
die tägliche Aufnahme eines Nährstoffs.
·
Der
NOAEL entspricht der höchsten Aufnahme einer Substanz (oder experimentell
verabreichten Dosis einer Substanz), bei der keine gesundheitlich unerwünschte
Wirkung beobachtet wurde.
·
Die
Gesamtzufuhr eines Vitamins (über angereicherte Lebensmittel,
Nahrungsergänzungsmittel und konventionelle Lebensmittel) sollte den UL für das
Vitamin nicht übersteigen.
·
Der
LOAEL entspricht der niedrigsten Aufnahme einer Substanz (oder experimentell
verabreichten Dosis einer Substanz), bei der eine unerwünschte Wirkung
beobachtet wurde.
Frage 34: Welche Aussagen zu
Lebensmittelunverträglichkeiten treffen zu?
·
NM-Intoleranzen
werden definiert als nicht immunologisch bedingte NM-Unverträglichkeiten.
·
bei
Histaminintoleranz treten folgende Symptome treten auf: Kopfschmerzen,
Hitzewallungen, Atembeschwerden.
·
Bei
Lactoseintoleranz ist zuviel Lactase vorhanden
·
Diagnose
der Laktoseunverträglichkeit beruht auf IgE Antikörpernachweis
Frage 35: Welche Aussage zum
Thema NM-Allergie ist falsch?
·
NM-Allergene
können Proteine oder Glykoproteine sein
·
Es
gibt eine genetische Disposition an einer IgE vermittelten NM-Allergie zu
erkranken
·
Pollenassoziierte
NM-Allergien werden durch Kreuzreaktionen mit NMAllergenen
ausgelöst.
·
NM-Allergien
werden von toxischen Proteinen verursacht.
·
Symptome
einer NM-Allergie treten in der Regel in den ersten 30 Minuten auf
Frage 36: Zöliakie: Welche
Antwort ist falsch?
·
Zöliakie
ist eine immunbedingte Enteropathie
·
Therapie
ist glutenfreie Ernährung
·
Es
gibt eine genetische Disposition für diese Erkrankung
·
Die
Reaktion richtet sich gegen Gluten, das im Hühnereiweiss
vorkommt.
·
Die
Diagnostik umfasst Dünndarmbiopsien und spezifischen IgA
Antikörpernachweis
Frage 37: Welches von den unter
A–E aufgeführten PSP-Toxinen hat den Toxizitätsfaktor 1,0 und damit eine
besonders hohe Toxizität?
·
das
N-Sulfocarbamoyltoxin C 2
·
das Carbamattoxin Saxitoxin (STX)
·
das Decarbamoyltoxin Decarbamoylsaxitoxin
(dc-STX)
·
das Carbamattoxin Gonyautoxin 3 (GTX
3)
·
das
N-Sulfocarbamoyltoxin B 1
Frage 38: Die Wirkung des
ASP-Toxins Domoinsäure beruht auf:
·
einer
Blockade von Na +- Kanälen
·
einer
Bindung an Ca 2+- Kanäle
·
einer
Bindung an Glutamat-Rezeptoren
·
auf
einer Hemmung der Proteinphosphatase n
·
auf
einer Hemmung der Cholinesterase
Frage 39: Es werden vier Aussagen
zu den Symptomen gemacht, die bei einer Vergiftung mit Ciguatera-Toxinen
auftreten, jedoch ist nur eine dieser Aussagen ein charakteristisches Symptom
für eine Vergiftung mit Ciguatera Fish Poisoning (CFP)-Toxinen. Welches Symptom ist das?
·
Durchfall
·
Muskelschwäche
·
Prickeln
und Brennen auf der Haut
·
verändertes
Temperaturempfinden
Frage 40: Welche der folgenden
Aussagen sind zutreffend?
·
Heterozyklische
aromatische Amine entfalten ihre Mutagenität nach metabolischer Aktivierung
·
Heterozyklische
aromatische Amine sind ohne metabolische Aktivierung hochmutagen
·
Pflanzliche
Lebensmittel stellen bei hoher Luftverschmutzung (z.B. Heizungsperiode) eine
relevante Quelle für heterozyklische aromatische Amine dar
·
Heterozyklische
aromatische Amine entstehen als Pyrolyseprodukte von Aminosäuren
·
Heterozyklische
aromatische Amine können beim Grillen und Braten von Fleisch und Fisch gebildet
werden
Frage 41: Welche der folgenden
Aussagen sind zutreffend?
·
N-Nitrosoverbindungen gehören zu den potentesten bekannten
Karzinogenen
·
Nitrosamine
bilden spontan DNA-Addukte ohne vorherige metabolische Aktivierung
·
Rucola,
Spinat, Rote Rüben, Radieschen, Kohlgemüse und Kohlrabi können besonders viel
Nitrat speichern.
·
Nitrosamine
haben eine ausgeprägte Organspezifität.
Frage 42: Welche der folgenden Aussagen
sind zutreffend?
·
Für
polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe gibt es derzeit nur festgelegte
Höchstwerte für Benzo(a)pyren als Leitverbindung
·
Benzo(a)pyren bildet ohne metabolische Aktivierung DNA-Addukte
·
Benzo(a)pyren bildet nach metabolischer Aktivierung DNA-Addukte
·
Für
die gesundheitliche Risikobewertung wird neben der Höchstmenge für Benzo(a)pyren auch die Summe von vier PAK-Einzelsubstanzen
(Benzo(a)pyren, Benzo(a)anthracen,
Benzo(b)fluoranthen, Chrysen),
herangezogen.
·
Benzo(a)pyren wirkt als Ligand des Arylhydrocarbonrezeptors.
Frage 43: Welche Aussagen sind
korrekt?
·
Acrylamid-Addukte
am Hämoglobin werden als Biomarker für Langzeit-Expositionen benutzt
·
Acrylamid
wird metabolisch zu Acrylnitril aktiviert
·
Acrylamid
wird metabolisch zu Glycidamid aktiviert
·
Die
Aktivierung von Furan und Acrylamid erfolgt durch CYP2E1
·
Mercaptursäuren von Acrylamid und Glycidamid
werden als Biomarker für Kurzzeitexposition genutzt
Frage 44: Acrolein…
·
zählt
zu den a,b-ungesättigten
Carbonylverbindungen
·
wird
über die Aldehyddehydrogenase zu Acrylamid
metabolisiert
·
wird
mit Glucuronsäure konjugiert und als Merkaptursäuren
ausgeschieden
·
Merkaptursäuren können sehr gut im Urin bestimmt werden
Frage 45: Das Signalwertkonzept…
·
beruht
auf einer gesetzlichen Grundlage zur kontinuierlichen, schrittweisen Absenkung
der Acrylamid-Gehalte in Lebensmitteln
·
der
Signalwert kann für die einzelnen Warengruppen unterschiedlich sein
·
wurde
vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit entwickelt
·
in
den jeweiligen Warengruppen werden die am geringsten
belasteten Produkte identifiziert
·
der
unterste Acrylamid-Wert von 40 Prozent der am höchsten belasteten Lebensmittel
wird dann als Signalwert festgelegt
Frage 46: Der Antrag auf
Zulassung neuer Substanzen für den Lebensmittelkontakt folgt… (kreuzen Sie die
zutreffende Aussage an)
·
allein
einem toxikologischen Ansatz
·
einem
stufenweisen Ansatz (je höher die Migration desto mehr
toxikologische Daten sind erforderlich)
·
einem
expositionsorientierten Ansatz spezifisch für ein Produkt
Frage 47:
Lebensmittelüberwachung: Aufgabentrennung „Risiko“ auf Bundesebene. Welche
Antworten treffen zu?
·
Alle
3 Bundesoberbehörden haben die gleichen Aufgaben.
·
Das
BfR ist für die Bewertung von Risiken zuständig.
·
Das
MRI ist für das Management von Risiken zuständig.
·
Das
BVL ist für das Management von Risiken zuständig.
Frage 48: Welche Aufgaben haben
die Bundesländerländer (und ihrer Organe) bei der amtlichen
Lebensmittelüberwachung?
·
Die
Durchführung von vor-Ort-Kontrollen (Betriebskontrollen).
·
Die
Probenahme von amtlichen Proben.
·
Der
Vollzug des Lebensmittelrechts.
·
Die
Koordination sämtlicher Tätigkeiten im Bereich der Lebensmitelüberwachung.
Frage 49: Welche relevanten Ziele
hat das moderne europäische Lebensmitterecht?
·
Die
Zusammenlegung von Risikobewertung, -kommunikation und – management.
·
Das
Prinzip der Unternehmerverantwortung: An erster Stelle ist der Unternehmer für
die Lebensmittelsicherheit verantwortlich.
·
Mit
Hilfe des Lebensmittelmonitorings aussagekräftige Daten zur repräsentativen
Beschreibung des Vorkommens von unerwünschten Stoffen in Lebensmitteln zu
erhalten.
·
Mit Hilfe
mehrjähriger Nationaler Kontrollpläne, die Kontrolle zur Einhaltung des
Lebensmittel- und Futtermittelrechts, der Tiergesundheit und des Tierschutzes
sowie der Pflanzengesundheit auf allen Ebenen sicherzustellen.
Lebensmitteltoxikologie
2022 (Karlsruhe)
(1) Was versteht man unter einer Akuten Referenzdosis?
(2) Wie werden Grenzwerte für Mineralstoffe
und Vitamine errechnet?
(3) Für die Risikobewertung sind
Expositionsdaten notwendig. Welche Daten der Lebensmittelüberwachung können
dafür verfügbar gemacht werden?
(4) Wie wird Genistein
im menschlichen Körper metabolisiert? Welches sind die Hauptmetaboliten? Welche
Rolle spielt die Darmmikrobiota?
(5) Epidemiologische Studien in asiatischen
Ländern lassen auf eine eher schützende Wirkung von Soja und Soja-Isoflavonen
bei hormonabhängigen Krebserkrankungen schließen, während in westlichen Ländern
v.a. bei postmenopausalen Frauen eine Erhöhung des Risikos zumindest nicht
ausgeschlossen werden kann. Wie ist das zu erklären?
(6) Warum ist Dichlordiphenyltrichlorethan
(DDT) als Insektizid in Deutschland nicht zugelassen
(7) Beschreiben Sie die pharmakologischen
Wirkungen der Hauptinhaltstoffe der Hanfpflanze.
(8) Aus welchem Grund hat die EFSA die Novel Food-Zulassungsverfahren von Cannabidiol (CBD)
derzeit ausgesetzt?
(9) Warum reichert sich Cadmium besonders in
der Niere an und was sind die Konsequenzen? Worauf basiert der TDI-Wert für Cd?
(10)
Worauf
muss bei der Expositionsbestimmung von Arsen besonders geachtet werden?
(11)
Toxikologische
Untersuchungen zu Zusatzstoffen werden stufenförmig abgearbeitet. Welche Daten
und Ergebnisse sind in Stufe 1 (als Grundlage) notwendig?
(12)
Welche
Schwierigkeiten ergeben sich hinsichtlich der Abschätzung der Exposition mit oral
aufgenommenen technisch hergestellten Nanomaterialien?
(13)
Wo
liegen die Hauptherausforderungen bei der Quantifizierung und Charakterisierung
von technisch hergestellten Nanomaterialien in Lebensmitteln?
(14)
Auf
welchem Wege können Pflanzentoxine in tierische Lebensmittel gelangen und für
welche Pflanzentoxine kann dies zutreffen?
(15)
Nennen
Sie drei Möglichkeiten für die Reduzierung von MCPD- und Glycidylestern
während der Herstellung von Palmöl
(16)
Wie
entstehen heterozyklische aromatische Amine und in welchen Organen können diese
Substanzen Tumore hervorrufen?
(17)
Wie
werden N-Nitrosamine zu einem mutagenen Metaboliten umgesetzt?
(18)
Welche
toxischen Wirkungen können polyzyklische aromatische Kohlen-wasserstoffe
hervorrufen?
(19)
Wie
werden Toxizitätsäquivalente zur Angabe von Dioxingehalten berechnet?
(20)
Wie
werden „lower bound-“ und „upper bound“-Gehalte bei
polychlorierten Dibenzodioxinen und -furanen berechnet?
(21)
Nennen
Sie drei Symptome einer Intoxikation mit polychlorierten Dibenzo-dioxinen
und -furanen, die beim Menschen beobachtet worden sind.
(22)
Was versteht man unter „diarrhetic shellfish poisoning“
und „paralytic shellfish poisoning”?
(23)
Erläutern
Sie bitte wie (in welchen Schritten) ein MRL in der EU festgelegt wird.
(24)
Warum
ist es verboten, einem lebensmittelliefernden Tier Chloramphenicol zu
verabreichen?
(25)
Nennen
und definieren Sie zwei toxikologisch begründete Grenzwerte, die bei der
Zulassung von Pflanzenschutzmitteln berücksichtigt werden.
(26)
Beschreiben
Sie den Wirkmechanismus von Organophosphaten und Carbamaten.
Worin unterscheiden sich beide Substanzen bezüglich ihrer Wirkung?
(27)
Erläutern
sie mit jeweils einem Satz die drei Kontaminationsarten, die üblicherweise zu
einer Verunreinigung von Lebensmitteln mit Pilzen/Mykotoxinen führen können.
(28)
Nennen
Sie jeweils zwei nützliche und zwei schädliche Eigenschaften filamentöser Pilze.
(29)
Erklären
Sie den Mechanismus der Lebertoxizität von Aflatoxin B1.
(30)
Erklären
Sie die toxische Wirkung von Fumonisin B1 im
Organismus.
(31)
Nennen
Sie zwei Gruppen von Veterinärantibiotika, die eine besondere Persistenz in der
Umwelt zeigen.
(32)
Welches
sind die Haupteintragspfade für Tier- bzw. Humanarzneimittel in die Umwelt und
warum?
(33)
Erklären
Sie den Wirkmechanismus des Shigatoxins.
(34)
Beschreiben
Sie das Botulinumtoxin: Welche Funktionen üben die verschiedenen Komponenten
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Last Update: 30. Dezember 2022